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Die beste Art diejenigen, die nicht beten, zu ermahnen und mit Erneuerern in der Religion umzugehen

Die beste Art diejenigen, die nicht beten, zu ermahnen und mit Erneuerern in der Religion umzugehen

Frage (Nr. 47425):

Was ist die beste Art jemanden, der nicht betet, aufzufordern? Was gibt es über Erneuerer zu sagen?

Antwort:

Alles Lob gebührt Allah.

Erstens:

Wir sollten die Person, die zum Gebet oder zu anderen gottesdienstlichen Handlungen aufgefordert wird, analysieren und unsere Aufmerksamkeit auf die effektivsten Mittel der Ermutigung oder der Ermahnung lenken. Das Grundprinzip im Islam ist, beide Herangehensweisen (Ermutigung und Ermahnung) miteinander zu kombinieren. Es ist auch wichtig, darauf zu achten wie aufnahmebereit die aufgeforderte Person ist und ob sie sich durch Predigen beeinflussen lässt oder eher abgeschreckt wird.

Zweitens:

Die beste Art, diejenigen, die nicht beten, aufzurufen, kann wie folgt zusammengefasst werden:

1.      Sie an die Verpflichtung zum Gebet erinnern und daran, dass es die großartigste Säule des Islams nach den Schahādatayn (den beiden Glaubensbekenntnissen) ist.

2.      Ihnen von einigen der Vorzüge des Gebets erzählen, denn es ist die beste der Pflichten, die Allah Seinen Dienern auferlegt hat, und die beste Art, durch die jemand sich seinem Herrn annähern kann. Es ist die erste aller religiösen Angelegenheiten, für die man zur Rechenschaft gezogen wird. Die fünf täglichen Gebete sind eine Sühne für jede Sünde, die zwischen ihnen stattfand, solange große Sünden vermieden werden. Eine einzige Niederwerfung erhöht den Status einer Person um eine Stufe und löscht eine Sünde aus … und es gibt weitere Vorzüge des Gebets, die überliefert wurden. Dies könnte ihnen das Herz öffnen und vielleicht wird das Gebet für sie zu einer Quelle des Lichts, wie es auch beim Propheten (Allahs Frieden und Segen seien auf ihm) der Fall war.

3.      Ihnen von den ernsten Warnungen erzählen, die hinsichtlich des Unterlassens des Gebets überliefert wurden, und die unterschiedlichen Meinungen der Gelehrten darüber, ob dadurch Kufr (Unglaube) und Riddah (Apostasie) begründet werden. Der Islam gibt demjenigen, der nicht betet, nicht die Möglichkeit, frei unter den Menschen zu leben, denn in solch einem Fall muss er zum Gebet eingeladen werden und wenn er darauf besteht, nicht zu beten, dann muss er nach der Meinung von Ahmad und denjenigen unter den Salaf (der früheren Generationen des Islams), die mit ihm übereinstimmen, als Apostat hingerichtet werden oder er muss als Bestrafung hingerichtet werden, gemäß der Meinung von Mālik und al-Schāfi`i oder er muss festgenommen und inhaftiert werden, gemäß der Ansicht von Abu Hanīfah. Doch kein Gelehrter sagt, dass er auf freiem Fuß gelassen werden sollte. Derjenige, der nicht betet, sollte also gefragt werden, ob er damit glücklich und zufrieden ist, dass die Gelehrten sich darüber uneinig sind, ob er entweder ein Kāfir ist, getötet oder inhaftiert werden sollte.

4.      Sie an das Treffen mit Allah zu erinnern, an den Tod, das Grab und an das, was dort mit demjenigen, der nicht betet, geschieht – nämlich ein schlechtes Ende und die Peinigung im Grab.

5.      Ihnen erklären, dass das Verspäten des Gebets, bis die Zeit dafür vorüber ist, eine große Sünde darstellt: „Dann folgten nach ihnen Nachfolger, die das Gebet vernachlässigten und den Begierden folgten. So werden sie (den Lohn für ihre) Verirrung vorfinden“ (19:59, ungefähre Bedeutung).

Ibn Mas`ūd sagte bezüglich al-Ghayy (im obigen Vers übersetzt als „Lohn für ihre Verirrung“): „Dies ist ein Tal in der Hölle, welches sehr dunkel und schmutzig ist.“

Und Allah sagt (ungefähre Bedeutung): „Wehe nun den Betenden, denjenigen, die auf ihre Gebete nicht achten“ (107:4-5).

6.      Ihnen die schwerwiegenden Auswirkungen der Ansicht, sie seien Kuffār, zu erklären, wie z. B. dass ihre Ehen ungültig sind, es ihnen verboten ist, bei ihren Frauen zu bleiben und mit ihnen intim zu werden sowie die Tatsache, dass sie nicht gewaschen werden und nach ihrem Tod nicht für sie gebetet wird. Unter den Texten, die bestätigen, dass derjenige, der nicht betet, ein Kāfir ist, ist der Hadīth, in dem der Prophet (Allahs Frieden und Segen seien auf ihm) sagte: „Zwischen einem Mann und Kufr sowie Schirk steht das Unterlassen des Gebets“ (Muslim #82) und er sagte weiterhin: „Das Abkommen, das zwischen uns und ihnen steht, ist das Gebet, wer es unterlässt, ist ein Kāfir.“ (al-Tirmidhi #2621, al-Nasā’i #463, ibn Mājah #1079; von al-Albāni in Sahīh al-Tirmidhi als sahīh klassifiziert).

7.      Ihnen einige Bücher und Vorträge geben, die von der Thematik des Gebets und der Bestrafung desjenigen, der nicht betet oder der nachlässig hinsichtlich seines Gebets ist, handeln.

8.      Sie verlassen und meiden, wenn sie auf das Unterlassen des Gebets bestehen.

Hinsichtlich der Erneuerer, so variiert die Art, auf die wir mit ihnen umgehen, entsprechend der Art der Innovation. Wir sollten sie beraten, zu Allah aufrufen, Beweise gegen sie vorbringen und ihre fadenscheinigen Argumente widerlegen. Falls der Erneuerer auf seiner Neuerung besteht, sollte er gemieden werden, sofern man annehmen kann, dass dies den größten Nutzen für ihn bringt. Wir müssen uns zuerst sicher sein, dass jemand ein Erneuerer ist, bevor zu solchen Mitteln gegriffen wird; außerdem sollten Gelehrte konsultiert werden. Wir müssen unterscheiden zwischen der Neuerung und demjenigen, der sie praktiziert, denn er könnte die Entschuldigung der Unwissenheit oder des Missverstehens vorbringen. Für weitere Details siehe Haqīqat al-Bid`ah wa Ahkāmuhu von Sa`īd ibn Nāsir al-Ghāmidi.

Und Allah weiß es am besten.

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