Islam Fragen & Antworten

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Lest den Qur’ān …

Lest den Qur’ān, denn er wird am Tag der Auferstehung kommen und für seine Gefährten Fürsprache halten 

Es wurde berichtet, dass Abu Umāmah al-Bāhili (möge Allah mit ihm zufrieden sein) sagte: Ich hörte den Gesandten Allahs (Allahs Frieden und Segen seien auf ihm) sagen: „Lest den Qur’ān, denn er wird am Tag der Auferstehung kommen und für seine Gefährten Fürsprache halten.“ (Muslim #804) 

Dieser Hadīth ist bezeichnend für den Vorzug des Qur’ān Lesens sowie für die großartige Belohnung, die er mit sich bringt, und er informiert uns darüber, dass er für seine Gefährte am Tag der Auferstehung vermitteln wird, sodass sie das Paradies betreten können. 

Es wurde berichtet, dass al-Nawās ibn Sam`ān (möge Allah mit ihm zufrieden sein) sagte: Ich hörte den Propheten (Allahs Frieden und Segen seien auf ihm) sagen: „Der Qur’ān wird am Tag der Auferstehung gebracht, mit seinen Leuten – denjenigen, die in Übereinstimmung mit ihm zu handeln pflegten – angeführt von Sūrat al-Baqarah und Āl `Imrān.“ Der Gesandte Allahs (Allahs Frieden und Segen seien auf ihm) verglich sie mit drei Dingen, welche ich danach nicht vergaß. Er (der Prophet) verglich sie mit zwei Wolken oder zwei dunklen Himmeln, zwischen denen Licht ist, oder mit zwei Vogelschwärmen, die denjenigen verteidigen, der sie rezitierte.“ (Muslim #805). 

Und es wurde von `Abd-Allah ibn `Amr berichtet, dass der Gesandte Allahs (Allahs Frieden und Segen seien auf ihm) sagte: „Das Fasten und der Qur’ān werden für einen Menschen am Tag der Auferstehung Fürsprache halten. Das Fasten wird sagen: `Oh Herr, ich hielt ihn vom Essen und von seinen Gelüsten während des Tages ab, so lass mich für ihn Fürsprache halten.` Und der Qur’ān wird sagen: `Ich hielt ihn vom Schlaf während der Nacht ab, so lass mich für ihn Fürsprache halten.` Dann wird es beiden gestattet, Fürsprache zu halten.“ (Ahmad #6589). 

Der Fastende sollte während dieser gesegneten Tage und Nächte oft den Qur’ān rezitieren, denn das Lesen des Qur’āns im Ramadān ist gegenüber dem Lesen in anderen Monaten etwas Besonderes. 

Er sollte das Beste aus seiner Zeit in dem gesegneten Monat machen, in dem Allah den Qur’ān offenbarte.  

Das Lesen des Qur’āns ist in den Nächten des Ramadān etwas Besonderes, denn die Nacht ist frei von Ablenkungen und es ist leichter, sich zu konzentrieren, sodass man sich auf das Gelesene konzentrieren und versuchen kann, es zu verstehen. Und Allah ist der Eine, Dessen Hilfe wir erflehen. 

Es ist bewiesen, dass Jibrīl (Friede sei auf ihm) sich jede Nacht im Ramadān mit dem Propheten (Allahs Frieden und Segen seien auf ihm) zu treffen pflegte und den Qur’ān mit ihm studierte. Wenn Dhikr dem Qur’ān zu bevorzugen oder wenn es ihm gleichgestellt wäre, dann hätten sie Dhikr die ganze Zeit rezitiert oder einen Teil der Zeit während ihrer häufigen Treffen. Dieser Hadīth zeigt uns, dass es mustahabb ist, den Qur’ān im Ramadān zu studieren und sich dafür zu versammeln und das Lesen des Qur’āns vor jemandem zu üben, der mehr Ahnung davon hat. 

Die rechtschaffenen Salaf dieser Ummah pflegten den Qur’ān häufig im Ramadān zu rezitieren. Wenn sie fasteten, saßen sie in den Moschee und sagten: „Lasst uns unser Fasten beschützen und nicht übereinander lästern.“ Sie rezitierten den Qur’ān im Gebet und zu anderen Zeiten. 

`Uthmān (möge Allah mit ihm zufrieden sein) pflegte den kompletten Qur’ān einmal pro Tag zu lesen. 

Einige der Salaf pflegten ihn im Qiyām alle drei Nächte zu vervollständigen. 

Einige von ihnen pflegten ihn jede siebte Nacht zu vervollständigen und manche in jeder zehnten. 

Im Ramadān pflegte al-Schafā`i ihn 60-mal zu Zeiten außerhalb des Gebets zu vervollständigen. 

Al-Aswad pflegte den ganzen Qur’ān jede zweite Nacht im Ramadān zu lesen.  

Qutādah pflegte immer den Qur’ān alle sieben Tage zu vervollständigen und im Ramadān alle drei Tage und in den letzten zehn Nächten jede Nacht. 

Diese Berichte über die Salaf sind wohl bekannt. 

Al-Hāfiz ibn Rajab (möge Allah ihm barmherzig sein) sagte: „Es wurde berichtet, dass es nicht erlaubt ist, den Qur’ān gewohnheitsmäßig in weniger als drei Tagen zu lesen, doch in Zeiten des Vorzugs, wie in dem Monat Ramadān – insbesondere während der Nächte, in denen die Laylat al-Qadr erwartet wird – oder an Orten des Vorzugs, wie in Makkah für diejenigen, die dort nicht ansässig sind und die dort hingehen, ist es mustahabb, viel im Qur’ān zu lesen und danach zu streben, das Beste aus dem Vorzug des Zeit oder des Ortes zu machen. Dies ist die Ansicht von Ahmad, Ishāq und anderen Imāmen und es wird durch die Handlungen anderer bezeugt, wie oben angeführt wurde.“ 

Derjenige, der den Qur’ān liest, muss die richtige Etikette beachten, einschließlich der aufrichtigen Absicht Allah gegenüber. 

● Er sollte im Zustand der Reinheit lesen (d. h. mit Wudū’) 

● Er sollte Miswāk verwenden. 

● Er sollte über das, was er liest, nachdenken und nicht hastig sein, vielmehr sollte er mit gemessener Geschwindigkeit lesen und sich auf die Bedeutungen konzentrieren, denn dies hilft dem Lesenden, die Buchstaben korrekt auszusprechen, über die Bedeutungen nachzudenken und sich mit angemessener Demut zu konzentrieren. Allah sagt (ungefähre Bedeutung): „(Dies ist) ein gesegnetes Buch (der Qur’ān), das Wir zu dir hinabgesandt haben, damit sie über seine Zeichen nachsinnen und damit diejenigen bedenken, die Verstand besitzen.“ (38:29).

● Die Etikette des Lesens beinhaltet auch, es nicht zu unterbrechen, um mit jemandem zu reden. Viele Menschen sitzen neben anderen, um zu lesen, und sie unterbrechen das Lesen oft, um mit ihrem Nachbarn zu reden. Das ist nicht angemessen, denn es ist ein unnötiges Abwenden vom Lesen. 

● Derjenige, der liest, sollte entsprechend dem Qur’ān handeln, das, was er erlaubt, als halāl betrachten, und das, was er verbietet, als harām ansehen, sodass der Qur’ān für ihn am Tag der Auferstehung Zeugnis ablegt und für ihn Fürsprache hält, damit er das Paradies betreten kann. 

Und Allah weiß es am besten. 

Quelle: Ahkām al-Siyām von al-Fauzān, S. 63 


Jemand, der aus Versehen isst oder trinkt

Jemand, der aus Versehen isst oder trinkt 

Es wurde berichtet, dass Abu Hurayrah (möge Allah mit ihm zufrieden sein) sagte: Der Gesandte Allahs (Allahs Frieden und Segen seien auf ihm) sagte: „Wer vergisst, dass er fastet und isst und trinkt, der soll sein Fasten vervollständigen, denn es ist Allah, Der ihn speiste und ihm zu trinken gab.“ (al-Bukhāri #1933; Muslim #1155). 

Dieser Hadīth bestätigt, dass das Fasten desjenigen, der versehentlich isst oder trinkt, weiterhin gültig ist und nicht beeinträchtigt wird und es liegt auch keine Sünde auf ihm, denn er tat es nicht absichtlich, sondern es ist eine Versorgung, die Allah ihm gewährte. 

Somit wird die Tatsache, dass er gespeist und ihm zu Trinken gegeben wurde, Allah zugerechnet. 

Und was auch immer Allah zugerechnet wird, kann keinem Menschen zur Last gelegt werden, denn es war nur ihm zu verboten und er ist nicht verantwortlich für Handlungen, die außerhalb seiner Kontrolle liegen. Es wird kein Unterschied gemacht zwischen Essen und Trinken oder ob es wenig ist oder viel, aufgrund der allgemeinen Bedeutung des Hadīth. 

Er muss den Tag nicht nachholen, denn es ist ihm anbefohlen, das Fasten zu vervollständigen, und das, was vollständig ist, wird als Fasten betrachtet. 

Die Tatsache, dass das Fasten desjenigen, der versehentlich isst oder trinkt, weiterhin gültig ist und dass er es nicht nachholen muss, ist etwas, das dem Konsens (der Gelehrten) unterliegt, obwohl Imām Mālik und ibn Abi Layla eine andere Meinung vertraten. 

Es wird eine Analogie gezogen zwischen Essen und Trinken und anderen Dingen, die das Fasten ungültig machen, aufgrund des Hadīth von Abu Salamah ibn `Abd al-Rahmān, der von Abu Hurayrah (möge Allah mit ihm zufrieden sein) berichtete, dass der Prophet (Allahs Frieden und Segen seien auf ihm) sagte: „Wer das Fasten im Ramadān aus Versehen bricht, muss den Tag nicht nachholen oder Sühne leisten.“ (ibn Hibbān 8/288; al-Hākim 1/430; von al-Albāni in Sahīh al-Jāmi` #6070 als hasan klassifiziert). 

Diese Regel über den Fastenden ist eines der wichtigen Prinzipien, die in dem folgenden Vers erwähnt werden (ungefähre Bedeutung): „Unser Herr, belange uns nicht, wenn wir (etwas) vergessen oder einen Fehler begehen.“ (2:286).

Nach einem sahīh Hadīth sagt Allah, als Antwort auf dieses Du`ā’: „Ich habe es getan“ und gemäß einem anderen Bericht: „Ja.“ 

Dies geschieht aus Freundlichkeit Allahs gegenüber Seinen Dienern, um es ihnen leichter zu machen und um sie von Härte und Schwierigkeit zu befreien. 

Der Prophet (Allahs Frieden und Segen seien auf ihm) sagte: „Allah hat meiner Ummah Fehler und Vergesslichkeit verziehen und das, wozu sie gezwungen werden.“ 

Es gibt eine wichtige Angelegenheit in diesem Zusammenhang: 

Was ist, wenn ich einen Fastenden sehe, der versehentlich isst oder trinkt – muss ich ihn erinnern? 

Antwort:  

Wer einen Fastenden während eines Tages im Ramadān aus Versehen essen oder trinken sieht, ist verpflichtet, es ihm zu sagen und ihn zu erinnern, denn dies fällt in den Bereich, dass man zum Guten aufruft und das Schlechte verbietet. 

Es ist eine falsche Handlung, an einem Tag im Ramadān zu essen und zu trinken, doch derjenige, der es versehentlich tut, weil er vergaß, ist entschuldigt. Er muss aber sofort erinnert werden. 

Wenn jemand Ghusl vollzieht oder seinen Mund oder seine Nase ausspült und dabei versehentlich Wasser in seine Kehle gerät, so macht dies sein Fasten nicht ungültig. Dasselbe trifft zu, wenn eine Fliege oder Mücke in seinen Mund fliegt oder wenn Benzin seine Kehle erreicht, ohne dass er es wollte; es beeinträchtigt sein Fasten nicht, denn es ist nicht möglich, so etwas zu vermeiden und er beabsichtigte es nicht und wollte nicht, dass es geschah. Dies ist wie bei jemandem, der vergisst und so etwas nicht absichtlich tat oder aus freiem Willen heraus. Daher sagte al-Bukhāri (möge Allah ihm barmherzig sein) in seinem Sahīh: „Kapitel über eine fastende Person, wenn sie isst oder trinkt, weil sie vergisst“. 

Dann sagte er: „`Ata’ sagte: Wenn jemand seine Nase ausspült und Wasser seine Kehle erreicht, dann liegt keine Sünde auf ihm, denn er beabsichtigte es nicht, dies zu tun. Er kann aber das Wasser davon abhalten, seine Kehle zu erreichen, doch wenn er es nicht stoppt und stattdessen schluckt, dann bricht er sein Fasten. 

Und Allah weiß es am besten. 

Aus: Ahkām al-Siyām von al-Fauzān, S. 39 

Oh Allah, nimm (unsere Anbetung) von uns an und nimm unsere Reue an, denn Du bist der Reue-Annehmende, der Barmherzigste.



Das Fasten ist ein Schild

Das Fasten ist ein Schild

Es wurde von Abu Hurayrah (möge Allah ihm barmherzig sein) berichtet, dass der Gesandte Allahs (Allahs Frieden und Segen seien auf ihm) sagte: „Das Fasten ist ein Schild. Der Fastende sollte deshalb schamlose Rede vermeiden und sich nicht töricht und unverschämt benehmen und wenn jemand ihn bekämpft oder beschimpft, dann sollte er ihm zweimal sagen: `Ich faste.` Bei Dem, in Dessen Hand meine Seele ist, der Geruch, der aus dem Mund des Fastenden kommt, ist bei Allah beliebter als der Duft von Moschus. (Allah sagt über den Fastenden) Er hat sein Essen, Trinken und seine Gelüste um Meinetwillen aufgegeben. Das Fasten ist für Mich und Ich werde (den Fastenden) dafür belohnen und die Belohnung für gute Taten wird verzehnfacht.`“ (al-Bukhāri #1894; Muslim #1151). 

Dieser Hadīth bestätigt, dass der Fastende aufgefordert ist, sein Fasten zu schützen, indem er sich ein gutes Benehmen aneignet und ein schlechtes vermeidet, sodass das Fasten die erwarteten Ergebnisse bringt und er dadurch die versprochene Vergebung erlangt. 

Es wurde berichtet, dass Abu Hurayrah (möge Allah mit ihm zufrieden sein) sagte: Der Gesandte Allahs (Allahs Frieden und Segen seien auf ihm) sagte: „Fasten bedeutet nicht nur das Aufgeben von Essen und Trinken, sondern es bedeutet, das sinnlose Gerede aufzugeben und das schamlose Benehmen. Wenn jemand euch beleidigt oder auf unverschämte Weise behandelt, dann sagt: Ich faste, ich faste.“ 

Und es wurde berichtet, dass er (möge Allah mit ihm zufrieden sein) sagte: Der Gesandte Allahs (Allahs Frieden und Segen seien auf ihm) sagte: „Wer die falsche Rede und das dementsprechende Handeln und das Handeln auf unverschämte Weise nicht aufgibt, von braucht Allah es nicht, dass er sein Essen und Trinken aufgibt.“ (al-Bukhāri #6057). 

Dieser Hadīth und die oben genannten beweisen, dass der Fastende sich darum bemühen sollte sicherzustellen, dass sein Fasten richtig ist und frei von den erwähnten Dingen. 

Die erwähnten Dinge sind sogar noch schlimmer, wenn jemand fastet, daher werden sie hier genannt. Der Hadīth bestätigt auch, dass das richtige islamische Fasten das ist, bei dem alle Körperteile fasten. Das Fasten im Sinne vom Enthalten von Essen und Trinken ist etwas, was jeder tun kann und es ist einfach. 

Die Worte des Propheten (Allahs Frieden und Segen seien auf ihm) – „das Fasten ist ein Schild“ – bedeuten, dass es etwas ist, das jemanden von dem, was er fürchtet, fernhält und beschützt. 

Gemeint ist, dass das Fasten eine Person davon fernhält und sie davor beschützt, der Sünde zu verfallen, welche der Grund für Strafe ist. Der Prophet (Allahs Frieden und Segen seien auf ihm) sagte: „Das Fasten ist ein Schild gegen das Feuer, wie das Schild eines jeden von euch im Kampf.“ Dies weist deutlich auf den Vorzug des Fastens hin. 

Die hier als „sollte schamlose Rede vermeiden“ (lā yarfath) übersetzten Worte können sich auf schamlose Rede beziehen oder auf Geschlechtsverkehr und auf das lustvolle Berühren. Allah sagt (ungefähre Bedeutung): „Erlaubt ist euch, in der Nacht des Fastens (al-Saum) mit euren Frauen Beischlaf (al-rafth) auszuüben“ (2:187).

Viele der Gelehrten sagten, dass mit diesem Hadīth die schamlose Rede gemeint ist. Und Allah weiß es am besten. 

Die Worte „und sich nicht töricht benehmen“ (lā yaskhab) beziehen sich auf das Schreien, Streiten und das Anheben der Stimme, wie unverschämte Menschen es tun. 

„… und unverschämt“ bedeutet das Benehmen auf eine Weise, die im Gegensatz steht zu Geduld und Nachsicht. Dieses Wort (Unverschämtheit) wird üblicherweise verwendet, um sich auf das Gegenteil von Wissen zu beziehen. 

„Dann sollte er ihm zweimal sagen: `Ich faste.`“ bedeutet, wenn jemand mit ihm streitet oder versucht, eine Schlägerei anzuzetteln oder ihn beleidigt, dann soll er nicht Vergeltung üben, sondern sagen: „Ich faste“, in der Hoffnung, dass sein Gegner sich zurückhält, weil er erkennt, dass er aufgrund seines Fastens nicht zurückschlagen wird. 

Sollte er dies laut aussprechen? 

Es gibt mehrere Sichtweisen zu diesem Punkt. 

Einige sagen, dass er es laut sagen sollte, und dies hielt Scheikh al-Islam ibn Taymiyah (möge Allah ihm barmherzig sein) für am wahrscheinlichsten richtig. 

Und es wurde gesagt, dass er es zu sich selbst sagen sollte. 

Und es wurde gesagt, dass, wenn er ein obligatorisches Fasten vollzieht, er es laut sagen sollte, und wenn er ein nāfil Fasten vollzieht, dann sollte er es zu sich selbst sagen. 

Scheikh al-Islam ibn Taymiyah sagte: „Die korrekte Ansicht ist, dass er es laut sagen sollte, wie in dem Hadīth gesagt wird, denn das hier im Arabischen verwendetete Wort (fa yaqul – sollte er sagen) bezieht sich auf das laute Aussprechen. 

Die hier angesprochene Art des Sprechens ist die Rede, die gehört werden kann, wenn also jemand laut sagt: „Ich faste“. Dadurch zeigt er seinen Verstand, indem er nicht reagiert, und dies ist eine weitaus effektivere Zurechtweisung für denjenigen, der den Streit zu beginnen versuchte.“ (Manhāj al-Sunnah 5/197). 

Das wahrlich akzeptierte Fasten ist das, bei dem sich alle Körperteile der Sünde enthalten, wenn die Zunge sich der Lüge und unmoralischen Rede enthält und der Magen von Essen und Trinken Abstand nimmt und die Intimsphäre sich der Schamlosigkeit und der Intimität mit Frauen enthält. 

Das Fasten ist wie eine Schule, die Duldsamkeit, Geduld und Aufrichtigkeit lehrt. Sie fördert ein gutes Benehmen und tugendhafte Worte und Taten. Der Fastende verhält sich nicht töricht, fällt nicht in Extreme oder wird wütend; er erzählt keine Lügen oder äußert falsche Rede. Er bricht nicht sein Versprechen oder verspätet die Arbeit, sondern seine Rede ist Dhikr und sein Schweigen ist Nachdenken. Die Zeit des Fastenden ist zu kostbar, um für solche Dinge verschwendet zu werden, die jemanden zur Hölle verdammen und die die Belohnung für das Fasten beeinträchtigen. Und Allah weiß es am besten. (Siehe Ahkām al-Siyām von al-Fauzān, S. 51). 

Oh Allah, nimm dies (diese Anbetung) von uns an, denn du bist der Allhörende, Allwissende, und nimm unsere Reue an, denn Du bist der Reue-Annehmende, der Barmherzigste.



Wer im Ramadān nachts betet …

Wer im Ramadān nachts betet, aus reinem Glauben heraus und in der Hoffnung auf Belohnung, dessen vorherige Sünden werden vergeben 



Es wurde von Abu Hurayrah berichtet, dass der Gesandte Allahs (Allahs Frieden und Segen seien auf ihm) sagte: „Wer im Ramadān nachts betet, aus reinem Glauben heraus und in der Hoffnung auf Belohnung, dessen vorherige Sünden werden vergeben.“ (al-Bukhāri #37; Muslim #759). 

Dieser Hadīth ist bezeichnend für den Vorzug des Betens von Qiyām im Ramadān und er zeigt, dass dies eines der Mittel zur Vergebung von Sünden ist. Wer Tarāwīh so betet, wie es gebetet werden sollte, hat in der Nacht des Ramadān gebetet (Qiyām al-Layl).

Vergebung wird bedingt durch „Glauben und Hoffnung auf Belohnung“, wie hier bestätigt wird. 

Mit „Glauben“ ist gemeint, dass, wenn eine Person aufsteht, um Qiyām zu beten, sie an Allah, erhaben ist Er, glaubt und an Dessen Versprechen sowie an den Vorzug des Qiyām und an die großartige Belohnung dafür bei Allah. 

„Hoffnung auf Belohnung“ bedeutet, dass die Person die Belohnung von Allah erstrebt und es nicht für irgendeinen anderen Zweck, wie z. B. Angeberei, tut. 

Es wurde berichtet, dass Abu Hurayrah (möge Allah mit ihm zufrieden sein) sagte: „Der Gesandte Allahs (Allahs Frieden und Segen seien auf ihm) pflegte sie dazu anzuhalten, im Ramadān Qiyām zu beten, ohne es ihnen aber zu befehlen. Dann sagte er: ` Wer im Ramadān nachts betet, aus reinem Glauben heraus und in der Hoffnung auf Belohnung, dessen vorherige Sünden werden vergeben.`“ 

Daher sollte der Muslim bestrebt sein, Tarāwīh zu beten, und er sollte geduldig sein und das Gebet mit dem Imām vervollständigen. Er sollte bei keinem Teil davon nachlässig sein oder vor dem Imām gehen, selbst wenn sein Imām mehr als 11 oder 13 Raka`at betet, denn der Prophet (Allahs Frieden und Segen seien auf ihm) sagte: „Wer Qiyām mit dem Imām betet, bis dieser fertig ist, für den wird es so aufgeschrieben, als wenn er die Nacht im Qiyām verbracht hätte.“

Es sind nur einige Nächte, aus denen der weise Mensch das Beste macht, bevor sie vorüber sind. 

Abu Dawud sagte: „Es wurde zu Ahmad gesagt, während ich zuhörte: `Kann Qiyām – d. h. Tarāwīh – bis zum Ende der Nacht verspätet werden?` Er antwortete: `Die Art der Muslime ist mir lieber.`“ 

Wenn jemand bestrebt ist, zur Zeit der Vordämmerung (die Zeit von Suhūr) eine von ihm gewünschte Anzahl an Raka`at zu beten, dann sollte er nicht noch einmal Witr am Ende seines Gebets verrichten, sondern es ist für ihn ausreichend, Witr mit seinem Imām beim Tarāwīh zu beten, aufgrund des Hadīth von Talq ibn `Ali (möge Allah mit ihm zufrieden sein), der sagte: Der Gesandte Allahs (Allahs Frieden und Segen seien auf ihm) sagte: „Es gibt keine zwei Witr-Gebete in einer Nacht.“ 

Der Hadīth von ibn `Umar (möge Allah mit ihm zufrieden sein), in dem der Prophet (Allahs Frieden und Segen seien auf ihm) sagte: „Lasst das letzte eurer Gebete in der Nacht Witr sein“ ist so zu verstehen, dass er sich auf denjenigen bezieht, der am Ende der Nacht betet und der Witr nicht zu Beginn der Nacht verrichtet hat.  

Der Befehl ist hier als Empfehlung zu verstehen, nicht als Pflicht. Es ist nicht grundlegend wichtig, das Gebet am Ende der Nacht mit Witr zu beenden, basierend auf der Tatsache, dass der Prophet (Allahs Frieden und Segen seien auf ihm) am Ende der Nacht nach seinem Witr betete. 

Abu Dawud sagte: „Ich sagte zu Ahmad: `Macht das Beten nach Witr Witr ungültig?` Er antwortete: ´Nein.`“ 

Abu Dawud sagte: „Ich hörte Ahmad über denjenigen, der Witr zu Beginn der Nacht gebetet hatte, und der dann aufstand, um Qiyām zu verrichten, sagen: `Er sollte zwei Raka`at beten.` Es wurde gefragt: `Muss er nicht Witr beten?` Er sagte: `Nein.`“ Er sagte: „Ich hörte jemanden ihn über jemanden befragen, der nach Witr beten wollte – sollte er zwei und zwei beten? Er antwortete: `Ja, aber nach Witr sollte er sich hinlegen.`“ 

Der Imām sollte dafür Sorge tragen, dass Tarāwīh angemessen gebetet wird. Er sollte mit angemessener Konzentration und Demut beten, auf die richtige Weise rezitieren und sowohl Rukū` als auch Sujūd leicht machen. Er sollte sich vor der Hast hüten, damit er nicht das gebührliche Maß an Khuschū` (Konzentration und Demut) verpasst und damit er die schwachen, alten und kranken Menschen hinter sich nicht zu sehr ermüdet.  

Al-Sā`ib ibn Yazīd sagte: „`Umar ibn al-Khattāb befahl Ubayy ibn Ka`b und Tamīm al-Dāri, die Leute beim Beten von 11 Raka`at Qiyām anzuführen. Er sagte: `Der Rezitator pflegte die Sūren zu lesen, die mehr als 100 Verse enthalten, bis wir uns auf Stöcke stützten, um so lange stehen zu können, doch wir gingen nicht, bis die Dämmerung anbrach.`“ 

Wenn der Betende am Ende des Witr den Taslīm gesagt hat, sollte er dreimal sagen: „Subhān al-Malik al-Quddūs (Preis dem Herrscher, dem Heiligsten)“, wobei er die Vokale verlängern und die Stimme beim dritten Mal anheben sollte, denn es ist bewiesen, dass der Prophet (Allahs Frieden und Segen seien auf ihm) dies tat. 

Es ist nicht Falsches daran, wenn Frauen an den Tarāwīh-Gebeten teilnehmen, solange nicht die Gefahr von Fitnah besteht und sie sittsam bekleidet sind und sich nicht durch attraktive Kleidung oder das Tragen von Make-up zur Schau stellen und solange sie mit angemessener Konzentration und Demut beten, die Häuser Allahs von sinnlosem Gerede und übler Sprache, wie z. B. Lästerei, boshaftem Klatsch oder dem Gerede über ihre häuslichen Angelegenheiten, rein halten, sodass sie frei von Sünde die Belohnung Allahs ernten können. 

Und Allah weiß es am besten. 

Aus: Ahādīth al-Siyām von al-Fauzān, S. 59 

Oh Allah, akzeptiere dies (diese Anbetung) von uns, denn Du bist der Allhörende, Allwissende, und akzeptiere unsere Reue, denn Du bist der Reue-Annehmende, der Barmherzigste. 



I. Der Islam ist auf fünf Säulen aufgebaut

Der Islam ist auf fünf Säulen aufgebaut

Es wurde überliefert, dass ibn `Umar (möge Allah mit ihm und seinem Vater zufrieden sein) sagte: „Der Gesandte Allahs (Allahs Frieden und Segen seien auf ihm) sagte: `Der Islam ist auf fünf (Säulen) aufgebaut: der Bezeugung, dass es keinen Gott außer Allah gibt und dass Muhammad der Gesandte Allahs ist, der Verrichtung des Gebets, dem Zahlen der Zakāh, der Hajj und dem Fasten im Ramadān.`“ (Bukhāri #8, Muslim #16).

Dieser Hadīth beinhaltet, dass es obligatorisch ist, im Ramadān zu fasten und dass es eine der Säulen und wichtigsten Grundsätze des Islams ist. Allah hat es Seinen Dienern durch Seine Weisheit und aus bedeutenden Gründen auferlegt; diejenigen, die sie kennen, kennen sie und diejenigen, die sie nicht kennen, kennen sie nicht.Der Zweck des Fastens ist es, die Gelüste des Menschen im Zaum zu halten, ihn von seinen Gewohnheiten abzubringen und Kontrolle über seine physischen Begierden zu gewinnen, sodass er bereit ist nach dem zu suchen, was letztendlich Glück bringt und um die Seele für das ewige Leben im Paradies zu reinigen. Hunger und Durst können solche Begierden sowie ihre unbändigen Auswirkungen mindern und den Fastenden an die Situation der hungernden Armen erinnern.

Fasten reduziert außerdem den Einfluss des Schaytān, ebenso wie Essen und Trinken reduziert werden. Es beschränkt die Fähigkeiten, den Neigungen auf eine Art und Weise zu folgen, die dem Menschen in dieser Welt und im Jenseits schaden.

Jede Begierde ist also gebändigt. Das Fasten ist der Halt des Frommen, das Schild des Kämpfers, das Paradies des Rechtschaffenen…

Das Fasten hat den wunderbaren Effekt, dass es die physischen Fähigkeiten sowie die mentalen und spirituellen Energien schützt und sie davor bewahrt, in Extreme beim Folgen der Neigungen zu fallen, die die Gesundheit negativ beeinflussen könnten. Es schützt das physische und spirituelle Wohlbefinden und stellt das wieder her, was infolge des Nachgehens der Launen und Gelüste beschädigt wurde. Daher ist es eines der besten Mittel, um Taqwah zu erlangen. (Von den Worten des ibn al-Qayyim)  

Fasten bringt eine große Belohnung, die, wenn die fastende Person sie sich vorstellen könnte, ihr Herz mit Freude füllen würde und sie würde sich wünschen, dass das ganze Jahr über Ramadān wäre. Dies war das Verständnis der ersten Generationen dieser Ummah.

Das Fasten birgt viele gesundheitliche Vorteile und betrifft sowohl die Interessen der Gesellschaft als auch die der Individuen. Und Allah ist der Allwissende und Großzügigste.

Die Texte belegen, dass jeder, der die Pflichten und Vorschriften des Islams befolgt und das Verbotene meidet, zu den Leuten des Paradieses gehören wird. Talhah ibn `Ubayd sagte: „Ein Mann kam zum Gesandten Allahs (Allahs Frieden und Segen seien auf ihm) und befragte ihn über den Islam. Der Gesandte Allahs (Allahs Frieden und Segen seien auf ihm) antwortete: `Du musst fünf Gebete bei Tag und in der Nacht verrichten.` Er fragte: `Muss ich weitere verrichten?` Er erwiderte: `Nein, außer du möchtest das freiwillig tun.` Der Gesandte Allahs (Allahs Frieden und Segen seien auf ihm) sagte: `Und faste den Monat Ramadān.` Der Mann fragte: `Muss ich darüber hinaus fasten?` Er antwortete: `Nein, außer du möchtest das freiwillig tun.` Und der Gesandte Allahs (Allahs Frieden und Segen seien auf ihm) informierte ihn über die Zakāh, woraufhin er fragte: `Muss ich noch etwas tun?` Er antwortete: `Nein, außer du möchtest es freiwillig.` Der Mann ging davon, wobei er sagte: `Bei Allah, ich werde nie mehr oder weniger als dies tun.` Der Gesandte Allahs (Allahs Frieden und Segen seien auf ihm) sagte: `Er wird erfolgreich sein, wenn er das meinte, was er sagte.`“ (Bukhāri #6956; Muslim #11).

Alles Lob gebührt Allah, Der die Handlung vorgeschrieben hat und Der uns hilft, all dies zu erreichen und Der die Belohnung dafür vergibt, denn Er ist der Allvergebende.

Siehe Ahādīth al-Siyām von al-Fauzān, S. 17.


III. Der Monat Ramadān ist zu dir gekommen

Der Monat Ramadān ist zu dir gekommen…

Es wird berichtet, dass Abu Hurayrah sagte: Der Gesandte Allahs (Allahs Frieden und Segen seien auf ihm) sagte: „Zu euch ist der Monat Ramadān gekommen, ein gesegneter Monat, in dem Allah es euch auferlegt hat zu fasten. In ihm sind die Tore des Himmels geöffnet und die Tore der Hölle sind geschlossen und die starken Satane sind gefesselt. In ihm gibt es eine Nacht, die besser ist als tausend Monate und wer sich ihrem Guten entzieht, der ist wahrlich benachteiligt.“ (Ahmad #9213; al-Nasā`i #2106; von al-Albāni in Sahīh al-Nasā`i #1992 als sahīh eingestuft).

Dieser Hadīth beinhaltet für die rechtschaffenen Diener Allahs zum Beginn des Ramadān eine frohe Botschaft, denn der Prophet (Allahs Frieden und Segen seien auf ihm) informierte die Sahābah (möge Allah mit ihnen zufrieden sein), dass der Monat gekommen sei. Doch informierte er sie nicht nur, sondern er überbrachte ihnen darüber hinaus die freudige Nachricht eines großartigen Ereignisses, das von den darauf vorbereiteten Rechtschaffenen hoch geschätzt wird, aufgrund seiner (Allahs Frieden und Segen seien auf ihm) Erklärungen darüber, was Allah in diesem Monat an Möglichkeiten der Vergebung und dem Streben nach Seinem Wohlgefallen vorbereitet hat. Es gibt viele solcher Mittel und wer im Ramadān die Vergebung Allahs verpasst, der ist wahrlich benachteiligt. Es gehört zu der Gnade und dem Segen Allahs gegenüber Seinen Dienern, dass Er für sie diese großartige Gelegenheit vorbereitet hat, sodass sie miteinander wetteifern können im Verrichten des Gottesdienstes und im Verdienen hoher Belohnung.

Derjenige, der wirklich gesegnet ist, ist der, der die Monate, Tage und Stunden so gut wie möglich nutzt und sich seinem Herrn annähert, indem er Taten der Anbetung und Verehrung verrichtet, die zu dieser Zeit empfohlen sind (Ahādīth al-Siyām von al-Fauzān, Seite 13).

Ramadān ist gekommen, die Tore des Paradieses sind geöffnet und die Tore der Hölle sind geschlossen. Der Grund dafür – und Allah weiß es am besten – ist, dass im Ramadān viel Gutes liegt und dass die Menschen sich den Möglichkeiten zur Erreichung der Vergebung und von Allahs Wohlgefallen zuwenden. Es gibt also weniger Schlechtes auf der Erde, da die Satane gefesselt sind und die Muslime sich mit dem Fasten, Qur`ān lesen, dem Gedenken an Allah und allen anderen Arten von rechtschaffenen Taten und Worten beschäftigen. Ibn al-`Arabi (möge Allah ihm barmherzig sein) sagte: „Die Tore des Paradieses sind geöffnet um die Hoffnung zu nähren, sodass die Menschen sich auf das Bemühen konzentrieren, es zu erreichen und um den Geduldigen zu motivieren. Und die Tore der Hölle sind geschlossen, sodass die Sünden sich verringern und gute Taten den Platz von schlechten einnehmen und der Pfad zum Höllenfeuer wird versperrt.“

Dies erklärt, warum viele Sünder in diesem gesegneten Monat bereuen, sich Allah zuwenden, sich um Gottesdienst bemühen, Ihm gehorchen und bei den Moscheen erscheinen.

Ramadān ist gekommen und mit ihm der Rufer, der sagt: „Oh du nach Gutem Strebender, fahre fort; oh du nach Schlechtem Strebender, höre auf.“ So antworte auf diesen Ruf, oh Muslim, und beeile dich, gute Taten zu verrichten.

Ramadān ist eine der besonderen Gelegenheiten des Lebens. Gesegnet ist derjenige, der das Beste daraus macht, die Nächte im Gebet verbringt und die Tage mit Fasten, Qur`ān lesen, Almosen geben, dem Aufrechterhalten der Verwandtschaftsbande, dem Streben nach Wissen und dem Verrichten rechtschaffener Taten.

Unsere rechtschaffenen Vorfahren, die Gefährten des Gesandten Allahs (Allahs Frieden und Segen seien auf ihm) und diejenigen, die ihnen wahrhaftig folgten, schenkten ihre gesamte Aufmerksamkeit dem Ramadān und bejubelten seine Ankunft. Sie baten Allah darum, sie den nächsten Ramadān erleben zu lassen, danach baten sie Ihn darum, ihr Fasten und ihren Gottesdienst zu akzeptieren.

Sie pflegten an seinen Tagen zu fasten, wobei sie ihr Fasten vor allem beschützten, was es ungültig machen oder sie davon ablenken könnte, wie z. B. nutzloses Gerede und Unterhaltung, Lästerei, boshaften Klatsch und Lügen. Sie verbrachten seine Nächte mit Qiyām al-Layl und der Rezitation des Qur`ān. Sie kümmerten sich um die Armen und Bedürftigen, indem sie ihnen Almosen gaben, sie freundlich behandelten, sie speisten und den Fastenden Lebensmittel gaben, damit diese ihr Fasten brechen konnten.

Sie bemühten sich darum, Allah anzubeten und im Jihād gegen die Feinde des Islams um Allahs Willen zu kämpfen, damit Sein Wort das höchste sei und alle Religion für Allah.

Die große Schlacht von Badr, in der die Muslime siegreich über ihre Feinde waren, fand am 17. Ramadān statt.

Die Eroberung von Makkah fand am 20. Ramadān statt. Die Menschen traten der Religion Allahs in Scharen bei und Makkah wurde das Zentrum des Islams.

Der Monat Ramadān ist nicht ein Monat der Faulheit und des Schlafes, vielmehr ist es der Monat des Jihād, der Anbetung und Arbeit.

Deshalb sollten wir ihn mit Freude und Fröhlichkeit empfangen, ihn feiern und ehren.

Wie können wir dies nicht tun, in dem Monat, den Allah für die Verpflichtung des Fastens auserwählt hat und in dem Er Qiyām al-Layl empfohlen hat, in dem der Qur`ān offenbart wurde, zur Rechtleitung der Menschheit und um sie von der Finsternis ins Licht zu führen?

Wie können wir einen Monat nicht bejubeln, in dem die Tore des Paradieses geöffnet, die Tore der Hölle geschlossen und in dem die Satane gefesselt sind, wenn die Belohnung für gute Taten vervielfacht wird und die Menschen zu einem höheren Status erhoben und Sünden vergeben werden?

Wir sollten das Beste aus der Chance, noch am Leben, gesund und jung zu sein, machen und unser Leben dafür hingeben, Allah zu dienen und Ihm zu gehorchen. „Und wer Allah und Seinem Gesandten gehorcht, der erzielt ja einen großartigen Erfolg, (d. h., er wird vor dem Höllenfeuer bewahrt und ins Paradies eingelassen)“ (33:71, ungefähre Bedeutung).

Wir sollten uns um den größtmöglichen Nutzen aus diesem gesegneten Monat bemühen und unser Abkommen mit Allah erneuern, um zu allen Zeiten aufrichtig unsere Sünden und schlechten Taten bereuen zu können und um während unserer Lebenszeit Allah immer gehorsam sein zu können, Seinen Befehlen gehorchend und das vermeidend, was Er verboten hat, damit wir zu den Erfolgreichen gehören an einem Tag, an dem weder Vermögen noch Söhne helfen, sondern nur ein reines Herz (Vergleiche 26:88-89). (Majmū’at Rasā’il Ramadāniyyah von Jār-Allah, Seite 6)

Möge Allah uns und dir helfen, das zu tun, was Er liebt und was Ihm gefällt.