Islam Fragen & Antworten

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Da`wah via privatem Chat

Da`wah via privatem Chat 

Frage (Nr. 32693): 

Ich hoffe, dass Sie mir sagen können, wie ich mit Jugendlichen Da`wah via Chat machen kann, denn ich habe bemerkt, dass einige von ihnen darauf reagieren.  

Antwort: 

Alles Lob gebührt Allah. 

Das Betreten von Chaträumen kann zu vielen üblen Konsequenzen führen, deshalb raten wir niemanden, seine Bemühungen und seine Energie darauf zu konzentrieren. Viele Jugendliche haben sich dazu verführen lassen, in Chaträumen Mädchen kennen zu lernen; es beginnt mit Da`wah und endet damit, dass man sich mit diesen Mädchen beschäftigt und von ihnen verführen lässt. In einigen Fällen wurde sogar Unzucht begangen. 

Auf unserer Website haben wir viele traurige Geschichten gehört, einige von Mädchen, die es bereut haben, und einige von Ehefrauen rechtschaffener Männer, deren Leben sich durch Chaträume komplett geändert hat.  

Daher denken wir, dass die Angelegenheit einigen Dā`iyahs überlassen werden sollte, um auf organisierte und effektive Art und Weise betrieben zu werden, aufgrund der Furcht vor den üblen Konsequenzen, die mit dem Chatting zum Zwecke der Da`wah ihren Anfang nehmen und – üblicherweise – mit Sünden enden, die der Islam nicht gestattet, wie z. B. Verliebtheit und das, wozu es führt. Der Schaytān hat Wege, denen er mit denjenigen folgt, die er zu verführen wünscht, wir müssen uns daher vor diesen Dingen hüten. 

Wir begrüßen deine schützende Eifersucht (Ghīrah) bezüglich der Sünden, die die Menschen begehen, und deinen Eifer, die Menschen zu Allah einzuladen, doch würden wir es besser finden, wenn du deine Energie auf das allgemeine Schreiben in Foren, das Halten von Khutbahs und das Lehren in Moscheen und an öffentlichen Plätzen konzentrieren würdest. Dies ist nützlicher und besser für dich – inschaAllah – als das Nutzen eines Chats zum Zwecke der Da`wah. 

Und Allah weiß es am besten. 

Islam Q&A


Die beste Art diejenigen, die nicht beten, zu ermahnen und mit Erneuerern in der Religion umzugehen

Die beste Art diejenigen, die nicht beten, zu ermahnen und mit Erneuerern in der Religion umzugehen

Frage (Nr. 47425):

Was ist die beste Art jemanden, der nicht betet, aufzufordern? Was gibt es über Erneuerer zu sagen?

Antwort:

Alles Lob gebührt Allah.

Erstens:

Wir sollten die Person, die zum Gebet oder zu anderen gottesdienstlichen Handlungen aufgefordert wird, analysieren und unsere Aufmerksamkeit auf die effektivsten Mittel der Ermutigung oder der Ermahnung lenken. Das Grundprinzip im Islam ist, beide Herangehensweisen (Ermutigung und Ermahnung) miteinander zu kombinieren. Es ist auch wichtig, darauf zu achten wie aufnahmebereit die aufgeforderte Person ist und ob sie sich durch Predigen beeinflussen lässt oder eher abgeschreckt wird.

Zweitens:

Die beste Art, diejenigen, die nicht beten, aufzurufen, kann wie folgt zusammengefasst werden:

1.      Sie an die Verpflichtung zum Gebet erinnern und daran, dass es die großartigste Säule des Islams nach den Schahādatayn (den beiden Glaubensbekenntnissen) ist.

2.      Ihnen von einigen der Vorzüge des Gebets erzählen, denn es ist die beste der Pflichten, die Allah Seinen Dienern auferlegt hat, und die beste Art, durch die jemand sich seinem Herrn annähern kann. Es ist die erste aller religiösen Angelegenheiten, für die man zur Rechenschaft gezogen wird. Die fünf täglichen Gebete sind eine Sühne für jede Sünde, die zwischen ihnen stattfand, solange große Sünden vermieden werden. Eine einzige Niederwerfung erhöht den Status einer Person um eine Stufe und löscht eine Sünde aus … und es gibt weitere Vorzüge des Gebets, die überliefert wurden. Dies könnte ihnen das Herz öffnen und vielleicht wird das Gebet für sie zu einer Quelle des Lichts, wie es auch beim Propheten (Allahs Frieden und Segen seien auf ihm) der Fall war.

3.      Ihnen von den ernsten Warnungen erzählen, die hinsichtlich des Unterlassens des Gebets überliefert wurden, und die unterschiedlichen Meinungen der Gelehrten darüber, ob dadurch Kufr (Unglaube) und Riddah (Apostasie) begründet werden. Der Islam gibt demjenigen, der nicht betet, nicht die Möglichkeit, frei unter den Menschen zu leben, denn in solch einem Fall muss er zum Gebet eingeladen werden und wenn er darauf besteht, nicht zu beten, dann muss er nach der Meinung von Ahmad und denjenigen unter den Salaf (der früheren Generationen des Islams), die mit ihm übereinstimmen, als Apostat hingerichtet werden oder er muss als Bestrafung hingerichtet werden, gemäß der Meinung von Mālik und al-Schāfi`i oder er muss festgenommen und inhaftiert werden, gemäß der Ansicht von Abu Hanīfah. Doch kein Gelehrter sagt, dass er auf freiem Fuß gelassen werden sollte. Derjenige, der nicht betet, sollte also gefragt werden, ob er damit glücklich und zufrieden ist, dass die Gelehrten sich darüber uneinig sind, ob er entweder ein Kāfir ist, getötet oder inhaftiert werden sollte.

4.      Sie an das Treffen mit Allah zu erinnern, an den Tod, das Grab und an das, was dort mit demjenigen, der nicht betet, geschieht – nämlich ein schlechtes Ende und die Peinigung im Grab.

5.      Ihnen erklären, dass das Verspäten des Gebets, bis die Zeit dafür vorüber ist, eine große Sünde darstellt: „Dann folgten nach ihnen Nachfolger, die das Gebet vernachlässigten und den Begierden folgten. So werden sie (den Lohn für ihre) Verirrung vorfinden“ (19:59, ungefähre Bedeutung).

Ibn Mas`ūd sagte bezüglich al-Ghayy (im obigen Vers übersetzt als „Lohn für ihre Verirrung“): „Dies ist ein Tal in der Hölle, welches sehr dunkel und schmutzig ist.“

Und Allah sagt (ungefähre Bedeutung): „Wehe nun den Betenden, denjenigen, die auf ihre Gebete nicht achten“ (107:4-5).

6.      Ihnen die schwerwiegenden Auswirkungen der Ansicht, sie seien Kuffār, zu erklären, wie z. B. dass ihre Ehen ungültig sind, es ihnen verboten ist, bei ihren Frauen zu bleiben und mit ihnen intim zu werden sowie die Tatsache, dass sie nicht gewaschen werden und nach ihrem Tod nicht für sie gebetet wird. Unter den Texten, die bestätigen, dass derjenige, der nicht betet, ein Kāfir ist, ist der Hadīth, in dem der Prophet (Allahs Frieden und Segen seien auf ihm) sagte: „Zwischen einem Mann und Kufr sowie Schirk steht das Unterlassen des Gebets“ (Muslim #82) und er sagte weiterhin: „Das Abkommen, das zwischen uns und ihnen steht, ist das Gebet, wer es unterlässt, ist ein Kāfir.“ (al-Tirmidhi #2621, al-Nasā’i #463, ibn Mājah #1079; von al-Albāni in Sahīh al-Tirmidhi als sahīh klassifiziert).

7.      Ihnen einige Bücher und Vorträge geben, die von der Thematik des Gebets und der Bestrafung desjenigen, der nicht betet oder der nachlässig hinsichtlich seines Gebets ist, handeln.

8.      Sie verlassen und meiden, wenn sie auf das Unterlassen des Gebets bestehen.

Hinsichtlich der Erneuerer, so variiert die Art, auf die wir mit ihnen umgehen, entsprechend der Art der Innovation. Wir sollten sie beraten, zu Allah aufrufen, Beweise gegen sie vorbringen und ihre fadenscheinigen Argumente widerlegen. Falls der Erneuerer auf seiner Neuerung besteht, sollte er gemieden werden, sofern man annehmen kann, dass dies den größten Nutzen für ihn bringt. Wir müssen uns zuerst sicher sein, dass jemand ein Erneuerer ist, bevor zu solchen Mitteln gegriffen wird; außerdem sollten Gelehrte konsultiert werden. Wir müssen unterscheiden zwischen der Neuerung und demjenigen, der sie praktiziert, denn er könnte die Entschuldigung der Unwissenheit oder des Missverstehens vorbringen. Für weitere Details siehe Haqīqat al-Bid`ah wa Ahkāmuhu von Sa`īd ibn Nāsir al-Ghāmidi.

Und Allah weiß es am besten.

Islam Q&A


Freundschaften mit Frevlern

‎Der Rechtsspruch über Freundschaften mit Frevlern 

‎Frage (Nr. 11266): 

‎Ist es jemandem, der den Islam praktiziert, erlaubt, sich mit einer Person zu unterhalten, die lediglich dem Namen nach Muslim ist, die Alkohol trinkt und nicht betet, und sie als Freund und Helfer zu nehmen? Wie lautet der Rechtsspruch hinsichtlich der Freundschaft mit denjenigen, die ihre Religion nicht praktizieren und die sich Allahs Befehlen direkt entgegenstellen? 

‎Antwort: 

‎Alles Lob gebührt Allah. 

‎Es gibt zwei Arten von Sünden: 

‎1.      ‎Solche, die Kufr nach sich ziehen und eine Person aus dem Islam hinausbefördern – wir erbitten Zuflucht bei Allah davor. Derjenige, der solche Sünden begeht, ist ein Kāfir und befindet sich außerhalb der Grenzen des Islam, wenn die Voraussetzungen, um ihn als Kāfir zu beschreiben, vorliegen und es nichts gibt, was dagegen spricht. Dies trifft z. B. auf jemanden zu, der Allah andere beigesellt oder der überhaupt nicht betet etc.  

‎2.      ‎Solche, durch die kein Kufr begründet wird und die eine Person nicht aus dem Islam hinausbefördern, doch ist derjenige, der sie verübt, ein Fāsiq (ein rebellischer Übeltäter) und ein Gläubiger, der einen Mangel in seinem Glauben hat. Dies trifft z. B. auf Zina (unerlaubte sexuelle Beziehungen), das Trinken von Alkohol usw. zu, wenn er diese Handlungen als nicht erlaubt betrachtet. Falls er sie als erlaubt betrachtet, dann überschreitet er damit die Grenze des Islam, falls die Voraussetzungen, um ihn als Kāfir zu beschreiben, vorliegen und es nichts gibt, was dagegen spricht. Der Glaube der Ahl al-Sunnah wa-l-Jama`ah und der Konsens der Salaf besagen, dass derjenige, der eine große Sünde begeht, die Handlung jedoch als nicht erlaubt betrachtet, nicht als Kāfir angesehen wird. Für weitere Informationen siehe Antwort zu Frage Nr. 9924. 

‎Hat man dies verstanden, so basiert der Rechtsspruch über Freundschaften auf dem oben Genannten. 

‎Es ist nicht erlaubt, Kuffār als enge Freunde zu nehmen oder sich mit ihnen zu mischen und freundschaftliche Gefühle für sie zu hegen, unter ihnen zu leben, sie als Freunde zu nehmen oder sie zu lieben oder sie den Gläubigen vorzuziehen usw. Allah sagt (ungefähre Bedeutung): „Du (Oh Muhammad) findest keine Leute, die an Allah und den Jüngsten Tag glauben und denjenigen Zuneigung bezeigen, die Allah und Seinem Gesandten zuwiderhandeln, auch wenn diese ihre Väter wären oder ihre Söhne oder ihre Brüder oder ihre Sippenmitglieder. Jene – in ihre Herzen hat Er den Glauben geschrieben und sie mit Geist (mit Beweisen, Licht und Rechtleitung) von Sich gestärkt. Er wird sie in Gärten (Paradies) eingehen lassen, durcheilt von Bächen, ewig darin zu bleiben. Allah hat Wohlgefallen an ihnen, und sie haben Wohlgefallen an Ihm. Jene sind Allahs Gruppierung. Sicherlich, Allahs Gruppierung, dies sind diejenigen, denen es wohl ergeht.“ (58:22)

‎Doch wir sind verpflichtet, sie anständig und gerecht zu behandeln und ihnen kein Unrecht zuzufügen oder Aggression ohne einen schariahrechtlichen Grund zu zeigen. Es ist erlaubt mit ihnen zum Zwecke des Kaufens, Verkaufens, Leihens etc. in Kontakt zu treten. Es wird in sahīh Überlieferungen berichtet, dass der Prophet (Allahs Frieden und Segen seien auf ihm) eine Waffe von Safwān ibn Umayyah auslieh und dass er Lebensmittel von den Juden kaufte.  

‎Bezüglich der Muslime, die Sünden begehen, sollten wir sie wegen des Glaubens, den sie besitzen, lieben und wegen der Sünden und unmoralischen Handlungen, die sie begehen, hassen – doch mit ihnen befreundet zu sein, steht den Worten des Propheten (Allahs Frieden und Segen seien auf ihm) entgegen: „Das Gleichnis eines guten und eines schlechten Gefährten ist das eines Parfumverkäufers und eines Arbeiters mit einem Blasebalg. Der Parfumverkäufer wird dir entweder etwas geben oder du wirst etwas von ihm kaufen oder du wirst einen angenehmen Geruch von ihm wahrnehmen, doch der Arbeiter wird entweder deine Kleider verbrennen oder du wirst einen schlechten Geruch von ihm wahrnehmen.“ (Muslim #2628). 

‎Falls der Muslim aber mit der Person zusammensitzt, um ihr Herz zu gewinnen, um sie zu Allah aufzurufen und um ihr den rechten Weg zu weisen, so ist dies eine tugendhafte Handlung, wie Allah sagt (ungefähre Bedeutung): „Und wer spricht bessere Worte als wer zu Allah ruft, rechtschaffen handelt und sagt: „Gewiss doch, ich gehöre zu den (Allah) Ergebenen“?“ (41:33) 

‎Doch dies nur unter der Bedingung, dass es keine Auswirkungen auf den Muslim selbst hat oder ihm schadet, während er das Gute sucht. 

‎Basierend auf dem oben Stehenden, falls die Person, wegen der hier gefragt wird, nicht betet, so ist sie ein Kāfir. Denn die korrekte Meinung der Gelehrten, welche die Meinung der Salaf ist, lautet, dass derjenige, der nicht betet, ein Kāfir im Sinne des großen Kufr ist und er hat die Grenzen des Islam verlassen. Für weitere Informationen und Beweisführungen siehe Fragen Nr. 2182, 5208, 6035, 33007, 10094. Demgemäß ist es nicht erlaubt, mit dieser Person befreundet zu sein oder ihr nahe zu stehen, vielmehr sollte sie dazu aufgefordert werden, bei Allah zu bereuen und regelmäßig zu beten. Allah sagt (ungefähre Bedeutung): „Wenn sie aber bereuen (durch die Zurückweisung des Schirk und die Akzeptanz des Islams), das Gebet verrichten und die Abgabe entrichten, dann sind sie eure Brüder in der Religion. …“ (9:11)

‎Es sollte angemerkt werden, dass die Gesellschaft mit guten Menschen etwas ist, das von unserem Herrn, erhaben sei Er, und unserem Propheten (Allahs Frieden und Segen seien auf ihm), wie in dem oben genannten Hadīth erwähnt, empfohlen wird. Und Allah sagt (ungefähre Bedeutung): „O ihr, die ihr glaubt, fürchtet Allah und seid mit den Wahrhaftigen!“ (9:119) 

„Halte dich (o Muhammad) geduldig zurück zusammen mit denen (d. h. mit deinen Gefährten, die ihres Herrn durch Lobpreisung, Gebete und andere rechtschaffene Taten gedenken), die ihren Herrn morgens und abends anrufen, im Begehren nach Seinem Angesicht.“ (18:28)

Und Allah weiß es am besten. 

Für weitere Informationen siehe Fatāwa al-Scheikh ibn `Uthaymīn #3/31. 

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