Der Zaqqūm Baum, welcher die Nahrung für die Bewohner der Hölle ist
Dieser Baum wird im Qur’ān wie folgt beschrieben (ungefähre Bedeutung): „…und (ebenso) den verfluchten Baum im Qur’an. …“ (17:60).
Allah sagt außerdem darüber (ungefähre Bedeutung):
„Hierauf werdet ihr ja, ihr irregehenden Leugner (der Auferstehung), wahrlich von Zaqqum-Bäumen essen und euch dann davon die Bäuche füllen und dann darauf heißes Wasser trinken; trinken werdet ihr dann, wie ewig Durstige trinken. Das ist ihre gastliche Aufnahme am Tag des Gerichts.“ (56:51-56)
„Gewiss, der Zaqqum-Baum ist die Speise des Sünders; wie siedendes Öl kocht er in den Bäuchen, wie das heiße Wasser kocht. „Nehmt ihn und schleppt ihn mitten in den Höllenbrand hinein. Hierauf gießt über seinen Kopf von der Strafe des heißen Wassers. Koste (doch); du bist ja der Mächtige und Edle!“ „Das ist (es) ja, worüber ihr zu zweifeln pflegtet.““ (44:43-50)
„Ist dies als gastliche Aufnahme besser oder der Zaqqum-Baum? Den haben Wir zu einer Versuchung für die Ungerechten (Dhālimūn – Polytheisten, Ungläubige, Übeltäter etc.) gemacht. Er ist ein Baum, der im Grund des Höllenbrandes hervorkommt, dessen Fruchtscheide so ist, als wären es Köpfe von Satanen. Sie werden wahrlich davon essen und werden (sich) so davon die Bäuche füllen. Hierauf erhalten sie fürwahr eine Mischung von heißem Wasser. Hierauf kehren sie fürwahr zum Höllenbrand zurück.“ (37:62-68).
Der Baum, unter dem der Prophet (Allahs Frieden und Segen seien auf ihm) den Schwur seiner Gefährten annahm, dass sie ihn nicht verlassen würden und ihm bis zum Tod treu seien
Dies geschah während des Feldzuges von al-Hudaybiyah, als er vom Verrat der Muschrikūn hörte. Dieser Baum wird auch im Qur’ān erwähnt (ungefähre Bedeutung): „Allah hatte ja Wohlgefallen an den Gläubigen, als sie dir unter dem Baum den Treueid leisteten. Er wusste, was in ihren Herzen war, und da sandte Er die innere Ruhe auf sie herab und belohnte sie mit einem nahen Sieg“ (48:18).
Der Baum, neben dem der Prophet (Allahs Frieden und Segen seien auf ihm) zu predigen pflegte
Jābir ibn `Abdullah (möge Allah mit ihm und seinem Vater zufrieden sein) berichtete, dass der Prophet (Allahs Frieden und Segen seine auf ihm) freitags neben einer Palme oder einem anderen Baum zu stehen pflegte. Eine Frau oder ein Mann von den Ansār sagte: „Oh Gesandter Allahs, sollen wir für dich ein Minbar („Kanzel“) machen?“ Er antwortete: „Wenn ihr möchtet.“ So machten sie für ihn ein Minbar und als der nächste Freitag kam, wurde ihm das Minbar gezeigt. Der Baum weinte wie ein kleines Kind, daher stieg der Prophet (Allahs Frieden und Segen seien auf ihm) herunter und umarmte den weinenden Baum, bis dieser sich wieder beruhigt hatte. Jābir sagte: „Er weinte wegen des Dhikr (Gedenkens an Allah), das er immer hören konnte.“ (al-Bukhāri #3319).
Der Baum, von dem aus Allah zu Mūsa (Friede sei auf ihm) sprach und ihn als Propheten entsandte
Allah sagt im Qur’ān (ungefähre Bedeutung): „Als er dort (beim Feuer) ankam, wurde ihm vom rechten Ufer des Tales im gesegneten Fleck (Land) aus dem Baum zugerufen: `O Musa, gewiss, Ich bin Allah, der Herr der Weltenbewohner (al-Ālamīn – Menschen, Jinn und alles, was existiert).`“ (28:30).
Der Baum, von dem Allah unserem Vater und unserer Mutter (Ādam und Hawwa) zu essen verbot
Allah sagt (ungefähre Bedeutung):
„Und (du,) o Adam, bewohne du und deine Gattin den (Paradies-)Garten, und dann esst, wo immer ihr wollt. Aber naht euch nicht diesem Baum, sonst gehört ihr zu den Ungerechten (Dhālimūn – Übeltäter und Ungerechte)!“ (7:19)
„Aber da flüsterte ihm der Satan ein und sagte: `O Adam, soll ich dich auf den Baum der Ewigkeit hinweisen und auf eine Herrschaft, die nicht vergeht?`“ (20:120)
„So verführte er sie trügerisch. Als sie dann von dem Baum gekostet hatten, zeigte sich ihnen ihre Blöße (ihre Intimsphäre) offenkundig, und sie begannen, Blätter des (Paradies-) Gartens auf sich zusammenzuheften (um ihre Intimsphäre zu bedecken). Und ihr Herr rief ihnen zu: `Habe Ich euch nicht jenen Baum verboten und euch gesagt: Der Satan ist euch ein deutlicher Feind?`“ (7:22).
Der Zedernbaum, den Allah mit dem Kāfir verglich
Abu Hurayrah sagte: „Der Gesandte Allahs (Allahs Frieden und Segen seien auf ihm) sagte: `Das Beispiel des Gläubigen ist wie das einer Pflanze, die ständig vom Wind umgebogen wird; der Gläubige ist immer von Beschwerlichkeiten umgeben. Das Beispiel eines Heuchlers ist das eines Zedernbaums, der nicht weicht, bis er mit einem Mal entwurzelt wird.“ (Muslim #5024).
Die Gelehrten der arabischen Sprache sagten: „Der Zedernbaum (al-Arz) ist ein Baum, der dem Pinienbaum ähnlich ist, welcher in Syrien und Armenien wächst. Gemäß einer anderen Überlieferung sagte der Prophet (Allahs Frieden und Segen seien auf ihm): „Das Beispiel eines Kāfir ist das eines festverwurzelten Zedernbaumes, der nichts ausweicht bis er auf einen Schlag entwurzelt wird.“ Die Gelehrten sagten: „Die Bedeutung dieses Hadīth ist, dass der Gläubige viel leiden muss – hinsichtlich seiner physischen Gesundheit, seiner Familie und seines Vermögens, doch dies ist eine Sühne für seine Sünden und wird seinen Status` erhöhen. Der Kāfir jedoch leidet nur wenig, doch selbst wenn ihm etwas geschieht, wird es in keiner Weise eine Sühne für seine Sünden sein; er wird am Tag der Auferstehung mit voller Sündenlast erscheinen.“
Der Baum aus der rechtschaffenen Vision, welche bezüglich der zu verrichtenden Sajdah während der Rezitation von bestimmten Āyāt des Qur’āns überliefert wurde
Ibn `Abbās sagte: „Ein Mann kam zum Propheten (Allahs Frieden und Segen seien auf ihm) und sagte: `Oh Gesandter Allahs, ich hatte letzte Nacht einen Traum, in dem ich hinter einem Baum betete. Ich warf mich nieder und der Baum warf sich nach mir nieder. Ich hörte ihn sagen: Allāhumma uktub li bihā ‘indaka ajran wada’ ‘anni bihā wizran waj’alhā li ‘indaka dhukhran wa taqabbalha minni kamā taqabbaltahā min ‘abdika Dāwūd (Oh Allah, schreibe für mich wegen der Sajdah eine Belohnung auf, erleichtere mir meine Last und mache es mir zu einer Investition bei Dir in meinem Namen. Akzeptiere es von mir wie Du es von Deinem Diener Dāwūd akzeptiert hast).`“ Ibn `Abbās sagte: „Der Prophet (Allahs Frieden und Segen seien auf ihm) rezitierte eine Āyah, in der eine Sajdah gefordert wird, dann warf er sich nieder und ich hörte ihn dieselben Worte sagen, die der Mann von dem Baum berichtet hatte.“ (al-Tirmidhi #528).
Die zwei Bäume, die zusammenkamen, um den Propheten (Allahs Frieden und Segen seien auf ihm) zu verbergen, als er dem Ruf der Natur folgte
Dies wurde in dem bei Imām Muslim (möge Allah ihm barmherzig sein) verzeichneten sahīh Bericht von Jābir (möge Allah mit ihm zufrieden sein) überliefert: „… Wir stoppten in einem wohlriechenden Tal und der Gesandte Allahs (Allahs Frieden und Segen seien auf ihm) wollte seine Notdurft verrichten. Ich folgte ihm, eine Wasserflasche tragend, doch er konnte keinen Platz finden, an dem er sich verbergen konnte. Es gab zwei Bäume am Rande des Tals und der Gesandte Allahs (Allahs Frieden und Segen seien auf ihm) ging zu einem von ihnen, ergriff einen seiner Äste und sagte: „Folge mir, mit Allahs Erlaubnis.“ So folgte er ihm wie ein Kamel, das an einem Seil geführt wird, bis er zu dem anderen Baum kam. Er nahm einen von dessen Ästen und sagte: „Folge mir, mit Allahs Erlaubnis.“ So folgte dieser ihm, bis er die Hälfte des Weges zwischen ihnen hinter sich gelassen hatte, er stellte sie aneinander und sagte: „Bleibt beieinander und bedeckt mich mit Allahs Erlaubnis.“ So blieben sie beieinander.“ Jābir sagte: „Ich hielt Abstand aus Angst davor, dass der Gesandte Allahs (Allahs Frieden und Segen seien auf ihm) meine Anwesenheit spüren konnte und sich noch weiter fortbewegte. Daher setzte ich mich, dachte nach und als ich mich umdrehte, sah ich den Gesandten Allahs (Allahs Frieden und Segen seien auf ihm) auf mich zukommen und die beiden Bäume hatten sich voneinander getrennt und ihre vorherigen Positionen eingenommen.“ (Sahīh Muslim #5328).
Bäume (Pflanzen) mit übel riechenden „Früchten“
Wenn der Muslim davon isst, ist es ihm verboten, in die Moschee zu kommen.
Jābir sagte: Der Gesandte Allahs (Allahs Frieden und Segen seien auf ihm) sagte: „Wer von diesen Nahrungsmitteln isst (beim ersten Mal sagte er „Knoblauch“, dann „Knoblauch, Zwiebeln und Lauch“), soll sich unseren Moscheen nicht nähern, denn die Engel werden von dem beleidigt, wovon die Menschen beleidigt werden.“ (al-Nasā’i #700).
Die Bäume (alle außer Gharqad), die den Muslimen die Juden zeigen werden, sodass sie sie töten können während der großen Schlacht am Ende der Zeit
Der Prophet (Allahs Frieden und Segen seien auf ihm) sagte: „Die Stunde wird nicht eintreffen, bis die Muslime mit den Juden kämpfen und sie töten. Die Juden werden sich hinter Felsen und Bäumen verstecken und die Felsen und Bäume werden sagen: `Oh Muslim, oh Diener Allahs! Da ist ein Jude hinter mir, komm und töte ihn!` (alle Bäume werden dies sagen außer dem Gharqad – dem Buchsbaum – denn dies ist einer der Bäume der Juden.“ (Imām Ahmad; es ist ein Hadīth sahīh).
Dies ist eine Anzahl an Bäumen, die in Qur’ān und Sunnah erwähnt werden und von denen wir viele Lektionen lernen können.
Wir bitten Allah darum, uns von davon profitieren zu lassen. Möge Allah unseren Propheten Muhammad segnen.
Islam Q&A
Scheikh Muhammad Salih al-Munajjid