Islam Fragen & Antworten

www.diewahrereligion.de

Wurden die heutigen Erdbeben durch eine Störung in der Erdrotation verursacht und ist die Richtung der Rotation dabei, sich umzukehren?

Wurden die heutigen Erdbeben durch eine Störung in der Erdrotation verursacht und ist die Richtung der Rotation dabei, sich umzukehren? 

Frage (Nr. 69861): 

Eine Nachricht hat sich per Handy weit verbreitet, in der es um die Gründe für die Erdbeben in Asien geht. Diese Nachricht wird Dr. Zaghlūl al-Najjār zu gerechnet und der Text lautet wie folgt: „Dr. Zaghlūl al-Najjār: Der Grund für die Erdbeben in Asien ist eine Störung der Erdrotation, verursacht durch deren Verlangsamung, welche ein Zeichen dafür ist, dass sich die Richtung der Erdrotation ändert, und für den Beginn der großen Zeichen des Tages der Abrechnung und der Naturkatastrophen, bis die Sonne im Westen aufgeht. Verbreitet diese Nachricht und bittet um Vergebung.“ 

Was sollte man mit so einer Nachricht tun und ist sie wahr? 

Antwort: 

Alles Lob gebührt Allāh. 

Was in dieser Nachricht Dr. Zaghlūl al-Najjār zugeschrieben wird, ist nicht korrekt. Der Doktor selber hat es verneint, als er darüber im Rahmen einer Diskussion über die arabischen Vorbereitungen für die Konfrontation mit Desastern bei der Minbar al-Jazīrah Show  befragt wurde. Er sagte: „Bei Allāh, mein lieber Bruder, diese Vorstellung ist schlichtweg haltlos. Es scheint, dass es Teufel unter den Menschen gibt, die einige solcher Mythen durch mich verbreiten wollen, weil sie wissen, wie sehr die Menschen mich um Allāhs willen lieben und deshalb daran glauben. 

Erstens: Ich wiederhole ständig, dass das Jenseits Gesetze hat, die sich völlig von den Gesetzen dieser Welt unterscheiden. 

Zweitens: Das Jenseits, wie es im Qur’ān heißt, wird plötzlich kommen. Allāh beschreibt es (ungefähre Bedeutung): „… Schwer lastet sie in den Himmeln und auf der Erde. Sie wird nur plötzlich über euch kommen. …“ (7:187). 

Drittens: Die Erdmasse umfasst Millionen von Tonnen. Obwohl sie sehr mächtig sind, können diese Erdbeben nicht die Geschwindigkeit der Erdrotation ändern oder sie verlangsamen. 

Einige Leute sagen – und das kann auch im Internet nachgelesen werden und ist korrekt – dass eine Explosion in der der Erdrotation entgegen gesetzten Richtung diese verlangsamen und eine Explosion in derselben Richtung sie beschleunigen kann. Doch in beiden Fällen macht der Unterschied nicht mehr als ein Millionstel einer Sekunde aus. Wie also kann gesagt werden, dass das eines der großen Zeichen der Stunde sei? Die großen Zeichen wurden durch unseren Propheten (Allāhs Frieden und Segen seien auf ihm) präzise definiert und es gibt keinen Spielraum für Ijtihād, wo doch die Ahādīth des Gesandten Allāhs (Allāhs Frieden und Segen seien auf ihm) so eindeutig sind.“ 

Der Doktor hat auch in weiteren Diskussionen den Grund für diese Erdbeben erklärt und das von einem wissenschaftlichen Standpunkt aus betrachtet, wobei er sagte, dass sie eine Strafe für Sünden sind. 

Allāh sagt (ungefähre Bedeutung):  

Und was immer euch an Unglück trifft, es ist für das, was eure Hände erworben haben. Und Er verzeiht vieles.“ (42:30) 

Unheil (Sünden und Ungehorsam Allāh gegenüber) ist auf dem Festland und im Meer erschienen wegen dessen, was die Hände der Menschen erworben haben (durch Unterdrückung und üble Taten), damit Er sie einiges von dem kosten lässt, was sie getan haben, auf dass sie umkehren mögen (indem sie bei Allāh bereuen und Seine Verzeihung erflehen).“ (30:41). 

Und Allāh weiß es am besten. 

Islam Q&A


In Qur’ān und Sunnah erwähnte Bäume – Teil II

Der Zaqqūm Baum, welcher die Nahrung für die Bewohner der Hölle ist 

Dieser Baum wird im Qur’ān wie folgt beschrieben (ungefähre Bedeutung): „…und (ebenso) den verfluchten Baum im Qur’an. …“ (17:60).

Allah sagt außerdem darüber (ungefähre Bedeutung):  

Hierauf werdet ihr ja, ihr irregehenden Leugner (der Auferstehung), wahrlich von Zaqqum-Bäumen essen und euch dann davon die Bäuche füllen und dann darauf heißes Wasser trinken; trinken werdet ihr dann, wie ewig Durstige trinken. Das ist ihre gastliche Aufnahme am Tag des Gerichts.“ (56:51-56) 

Gewiss, der Zaqqum-Baum ist die Speise des Sünders; wie siedendes Öl kocht er in den Bäuchen, wie das heiße Wasser kocht. „Nehmt ihn und schleppt ihn mitten in den Höllenbrand hinein. Hierauf gießt über seinen Kopf von der Strafe des heißen Wassers. Koste (doch); du bist ja der Mächtige und Edle!“ „Das ist (es) ja, worüber ihr zu zweifeln pflegtet.““ (44:43-50) 

Ist dies als gastliche Aufnahme besser oder der Zaqqum-Baum? Den haben Wir zu einer Versuchung für die Ungerechten (Dhālimūn – Polytheisten, Ungläubige, Übeltäter etc.) gemacht. Er ist ein Baum, der im Grund des Höllenbrandes hervorkommt, dessen Fruchtscheide so ist, als wären es Köpfe von Satanen. Sie werden wahrlich davon essen und werden (sich) so davon die Bäuche füllen. Hierauf erhalten sie fürwahr eine Mischung von heißem Wasser. Hierauf kehren sie fürwahr zum Höllenbrand zurück.“ (37:62-68). 

Der Baum, unter dem der Prophet (Allahs Frieden und Segen seien auf ihm) den Schwur seiner Gefährten annahm, dass sie ihn nicht verlassen würden und ihm bis zum Tod treu seien 

Dies geschah während des Feldzuges von al-Hudaybiyah, als er vom Verrat der Muschrikūn hörte. Dieser Baum wird auch im Qur’ān erwähnt (ungefähre Bedeutung): Allah hatte ja Wohlgefallen an den Gläubigen, als sie dir unter dem Baum den Treueid leisteten. Er wusste, was in ihren Herzen war, und da sandte Er die innere Ruhe auf sie herab und belohnte sie mit einem nahen Sieg“ (48:18).

Der Baum, neben dem der Prophet (Allahs Frieden und Segen seien auf ihm) zu predigen pflegte 

Jābir ibn `Abdullah (möge Allah mit ihm und seinem Vater zufrieden sein) berichtete, dass der Prophet (Allahs Frieden und Segen seine auf ihm) freitags neben einer Palme oder einem anderen Baum zu stehen pflegte. Eine Frau oder ein Mann von den Ansār sagte: „Oh Gesandter Allahs, sollen wir für dich ein Minbar („Kanzel“) machen?“ Er antwortete: „Wenn ihr möchtet.“ So machten sie für ihn ein Minbar und als der nächste Freitag kam, wurde ihm das Minbar gezeigt. Der Baum weinte wie ein kleines Kind, daher stieg der Prophet (Allahs Frieden und Segen seien auf ihm) herunter und umarmte den weinenden Baum, bis dieser sich wieder beruhigt hatte. Jābir sagte: „Er weinte wegen des Dhikr (Gedenkens an Allah), das er immer hören konnte.“ (al-Bukhāri #3319). 

Der Baum, von dem aus Allah zu Mūsa (Friede sei auf ihm) sprach und ihn als Propheten entsandte 

Allah sagt im Qur’ān (ungefähre Bedeutung): Als er dort (beim Feuer) ankam, wurde ihm vom rechten Ufer des Tales im gesegneten Fleck (Land) aus dem Baum zugerufen: `O Musa, gewiss, Ich bin Allah, der Herr der Weltenbewohner (al-Ālamīn – Menschen, Jinn und alles, was existiert).`“ (28:30).

Der Baum, von dem Allah unserem Vater und unserer Mutter (Ādam und Hawwa) zu essen verbot 

Allah sagt (ungefähre Bedeutung):  

Und (du,) o Adam, bewohne du und deine Gattin den (Paradies-)Garten, und dann esst, wo immer ihr wollt. Aber naht euch nicht diesem Baum, sonst gehört ihr zu den Ungerechten (Dhālimūn – Übeltäter und Ungerechte)!“ (7:19) 

Aber da flüsterte ihm der Satan ein und sagte: `O Adam, soll ich dich auf den Baum der Ewigkeit hinweisen und auf eine Herrschaft, die nicht vergeht?`“ (20:120) 

So verführte er sie trügerisch. Als sie dann von dem Baum gekostet hatten, zeigte sich ihnen ihre Blöße (ihre Intimsphäre) offenkundig, und sie begannen, Blätter des (Paradies-) Gartens auf sich zusammenzuheften (um ihre Intimsphäre zu bedecken). Und ihr Herr rief ihnen zu: `Habe Ich euch nicht jenen Baum verboten und euch gesagt: Der Satan ist euch ein deutlicher Feind?`“ (7:22). 

Der Zedernbaum, den Allah mit dem Kāfir verglich 

Abu Hurayrah sagte: „Der Gesandte Allahs (Allahs Frieden und Segen seien auf ihm) sagte: `Das Beispiel des Gläubigen ist wie das einer Pflanze, die ständig vom Wind umgebogen wird; der Gläubige ist immer von Beschwerlichkeiten umgeben. Das Beispiel eines Heuchlers ist das eines Zedernbaums, der nicht weicht, bis er mit einem Mal entwurzelt wird.“ (Muslim #5024). 

Die Gelehrten der arabischen Sprache sagten: „Der Zedernbaum (al-Arz) ist ein Baum, der dem Pinienbaum ähnlich ist, welcher in Syrien und Armenien wächst. Gemäß einer anderen Überlieferung sagte der Prophet (Allahs Frieden und Segen seien auf ihm): „Das Beispiel eines Kāfir ist das eines festverwurzelten Zedernbaumes, der nichts ausweicht bis er auf einen Schlag entwurzelt wird.“ Die Gelehrten sagten: „Die Bedeutung dieses Hadīth ist, dass der Gläubige viel leiden muss – hinsichtlich seiner physischen Gesundheit, seiner Familie und seines Vermögens, doch dies ist eine Sühne für seine Sünden und wird seinen Status` erhöhen. Der Kāfir jedoch leidet nur wenig, doch selbst wenn ihm etwas geschieht, wird es in keiner Weise eine Sühne für seine Sünden sein; er wird am Tag der Auferstehung mit voller Sündenlast erscheinen.“ 

Der Baum aus der rechtschaffenen Vision, welche bezüglich der zu verrichtenden Sajdah während der Rezitation von bestimmten Āyāt des Qur’āns überliefert wurde 

Ibn `Abbās sagte: „Ein Mann kam zum Propheten (Allahs Frieden und Segen seien auf ihm) und sagte: `Oh Gesandter Allahs, ich hatte letzte Nacht einen Traum, in dem ich hinter einem Baum betete. Ich warf mich nieder und der Baum warf sich nach mir nieder. Ich hörte ihn sagen: Allāhumma uktub li bihā ‘indaka ajran wada’ ‘anni bihā wizran waj’alhā li ‘indaka dhukhran wa taqabbalha minni kamā taqabbaltahā min ‘abdika Dāwūd (Oh Allah, schreibe für mich wegen der Sajdah eine Belohnung auf, erleichtere mir meine Last und mache es mir zu einer Investition bei Dir in meinem Namen. Akzeptiere es von mir wie Du es von Deinem Diener Dāwūd akzeptiert hast).`“ Ibn `Abbās sagte: „Der Prophet (Allahs Frieden und Segen seien auf ihm) rezitierte eine Āyah, in der eine Sajdah gefordert wird, dann warf er sich nieder und ich hörte ihn dieselben Worte sagen, die der Mann von dem Baum berichtet hatte.“ (al-Tirmidhi #528). 

Die zwei Bäume, die zusammenkamen, um den Propheten (Allahs Frieden und Segen seien auf ihm) zu verbergen, als er dem Ruf der Natur folgte 

Dies wurde in dem bei Imām Muslim (möge Allah ihm barmherzig sein) verzeichneten sahīh Bericht von Jābir (möge Allah mit ihm zufrieden sein) überliefert: „… Wir stoppten in einem wohlriechenden Tal und der Gesandte Allahs (Allahs Frieden und Segen seien auf ihm) wollte seine Notdurft verrichten. Ich folgte ihm, eine Wasserflasche tragend, doch er konnte keinen Platz finden, an dem er sich verbergen konnte. Es gab zwei Bäume am Rande des Tals und der Gesandte Allahs (Allahs Frieden und Segen seien auf ihm) ging zu einem von ihnen, ergriff einen seiner Äste und sagte: „Folge mir, mit Allahs Erlaubnis.“ So folgte er ihm wie ein Kamel, das an einem Seil geführt wird, bis er zu dem anderen Baum kam. Er nahm einen von dessen Ästen und sagte: „Folge mir, mit Allahs Erlaubnis.“ So folgte dieser ihm, bis er die Hälfte des Weges zwischen ihnen hinter sich gelassen hatte, er stellte sie aneinander und sagte: „Bleibt beieinander und bedeckt mich mit Allahs Erlaubnis.“ So blieben sie beieinander.“ Jābir sagte: „Ich hielt Abstand aus Angst davor, dass der Gesandte Allahs (Allahs Frieden und Segen seien auf ihm) meine Anwesenheit spüren konnte und sich noch weiter fortbewegte. Daher setzte ich mich, dachte nach und als ich mich umdrehte, sah ich den Gesandten Allahs (Allahs Frieden und Segen seien auf ihm) auf mich zukommen und die beiden Bäume hatten sich voneinander getrennt und ihre vorherigen Positionen eingenommen.“ (Sahīh Muslim #5328). 

Bäume (Pflanzen) mit übel riechenden „Früchten“ 

Wenn der Muslim davon isst, ist es ihm verboten, in die Moschee zu kommen. 

Jābir sagte: Der Gesandte Allahs (Allahs Frieden und Segen seien auf ihm) sagte: „Wer von diesen Nahrungsmitteln isst (beim ersten Mal sagte er „Knoblauch“, dann „Knoblauch, Zwiebeln und Lauch“), soll sich unseren Moscheen nicht nähern, denn die Engel werden von dem beleidigt, wovon die Menschen beleidigt werden.“ (al-Nasā’i #700). 

Die Bäume (alle außer Gharqad), die den Muslimen die Juden zeigen werden, sodass sie sie töten können während der großen Schlacht am Ende der Zeit 

Der Prophet (Allahs Frieden und Segen seien auf ihm) sagte: „Die Stunde wird nicht eintreffen, bis die Muslime mit den Juden kämpfen und sie töten. Die Juden werden sich hinter Felsen und Bäumen verstecken und die Felsen und Bäume werden sagen: `Oh Muslim, oh Diener Allahs! Da ist ein Jude hinter mir, komm und töte ihn!` (alle Bäume werden dies sagen außer dem Gharqad – dem Buchsbaum – denn dies ist einer der Bäume der Juden.“ (Imām Ahmad; es ist ein Hadīth sahīh). 

Dies ist eine Anzahl an Bäumen, die in Qur’ān und Sunnah erwähnt werden und von denen wir viele Lektionen lernen können.

Wir bitten Allah darum, uns von davon profitieren zu lassen. Möge Allah unseren Propheten Muhammad segnen. 

Islam Q&A
Scheikh Muhammad Salih al-Munajjid


In Qur’ān und Sunnah erwähnte Bäume – Teil I

In Qur’ān und Sunnah erwähnte Bäume

Frage (Nr. 1920): 

Können Sie mir bitte Quellen aus Hadīth und Qur’ān über das Folgende geben: 

Tuba Baum

Baum des Lebens

Baum des Wissens

Kosmischer Baum 

Diese Bäume werden in islamischer Literatur erwähnt und ich möchte die Zuverlässigkeit überprüfen. 

Antwort: 

Alles Lob gebührt Allah. 

Eine Anzahl von Bäumen wird in Qur’ān und Sunnah erwähnt, einige davon werden wir unten stehend erörtern: 

Die Dattelpalme

Dies ist ein guter Baum, mit dem Allah das Wort Tauhīd verglich, wenn es im aufrichtigen Herzen errichtet wird, wo es Früchte guter Taten trägt, welche den Īmān stärken.  

Allah sagt (ungefähre Bedeutung): Siehst du nicht, wie Allah ein Gleichnis von einem guten Wort geprägt hat? (Es ist) wie ein guter Baum, dessen Wurzeln fest sitzen und dessen Zweige in den Himmel (reichen).“ (14:24).

Dies ist der Baum, mit dem Allah den Gläubigen verglich, denn er ist in jeder Hinsicht gut, beständig und er bietet verschiedene Arten von Vorzügen. Ibn `Umar berichtete: „Der Prophet (Allahs Frieden und Segen seien auf ihm) sagte: `Es gibt einen Baum, dessen Blätter nicht fallen und er ist wie der Muslim. Sagt mir, welcher es ist.` Die Leute erwähnten verschiedene Arten von Wüstenbäumen … und ich sagte zur mir selbst: `Es ist die Dattelpalme`, doch ich war zu schüchtern, um mich zu melden. Die Leute sagten: `Sag uns, welcher es ist, oh Gesandter Allahs.` Er sagte: `Es ist die Dattelpalme.`“ (al-Bukhāri #60). 

Der gesegnete Olivenbaum 

Dessen Reinheit Allah als Parabel erwähnte (ungefähre Bedeutung): Allah ist das Licht der Himmel und der Erde. Das Gleichnis seines Lichtes ist das einer Nische, in der eine Lampe ist. Die Lampe ist in einem Glas. Das Glas ist, als wäre es ein funkelnder Stern. Ihr Brennstoff kommt von einem gesegneten Baum, einem Ölbaum, weder östlich (d. h. weder bekommt er die Sonnenstrahlen nur am Morgen) noch westlich (d. h. noch bekommt er die Sonnenstrahlen nur am Nachmittag – sondern er ist der Sonne den ganzen Tag lang ausgesetzt), dessen Öl beinahe schon (von selbst) Helligkeit verbreitete, auch wenn das Feuer es nicht berührte. Licht über Licht. Allah führt zu Seinem Licht, wen Er will. Allah prägt den Menschen die Gleichnisse, und Allah weiß über alles Bescheid.“ (24:35).

In Sūrat al-Mu’minūn sagt Allah (ungefähre Bedeutung): und einen Baum, der aus dem Berg Sinai` herauskommt, der Öl hervorbringt und auch Tunke für diejenigen, die essen.“ (23:20).

Abu Asīd sagte: „Der Prophet (Allahs Frieden und Segen seien auf ihm) sagte: `Esst das Öl und verwendet es für euer Haar und eure Haut, denn es stammt von einem gesegneten Baum.`“ (al-Tirmidhi #1775; siehe auch Sahīh al-Jāmi`).  

Der Baum, den Allah für Yūnus (Friede sei auf ihm) als Nahrung und zur Heilung wachsen ließ 

Allah sagt (ungefähre Bedeutung): Auch Yunus gehörte wahrlich zu den Gesandten. … Da verschlang ihn der (große) Fisch, während er sich Tadel zugezogen hatte. Und hätte er nicht zu denjenigen gehört, die (Allah) preisen, hätte er wahrlich in seinem Bauch verweilt bis zu dem Tag, an dem sie auferweckt werden. Da warfen Wir ihn auf das kahle Land -, und dabei war er krank. Und Wir ließen eine Kürbisstaude über ihm wachsen.“ (37:139, 142-146).

Die Mufassirūn (Kommentatoren) sagten: „Die Kürbisstaude (al-Vaqtīn) ist eine Art des Kürbis. Einige von ihnen beschrieben den Nutzen des Kürbis` wie folgt: Er wächst schnell, spendet Schatten, hat große, glatte Blätter, hält Fliegen ab und seine Früchte bieten gute Nahrung – sie können roh oder gekocht verzehrt und die Haut kann ebenfalls gegessen werden. Es ist bekannt, dass der Gesandte Allahs (Allahs Frieden und Segen seien auf ihm) diese Art des Kürbis` mochte und danach auf dem Essenstablett Ausschau hielt.“ (Tafsīr ibn Kathīr). 

Der große Baum im Himmel 

Dort sah unser Prophet Muhammad (Allahs Frieden und Segen seien auf ihm) seinen Vater Ibrāhīm (Friede sei auf ihm). 

Samurah ibn Jundub berichtete, dass der Prophet (Allahs Frieden und Segen seien auf ihm) seine Vision beschreibend sagte: „Dann gingen wir, bis wir einen grünen Garten erreichten, in dem ein großer Baum stand, an dessen Fuß sich ein alter Mann mit Kindern befand und ein anderer Mann nahe des Baumes, der versuchte, ein Feuer vor ihm zu entzünden. Sie nahmen mich mit hinauf zu diesem Baum und in ein Haus hinein; ich habe niemals etwas Schöneres gesehen als jenes Haus. Darin waren Männer, alte Männer, Jugendliche, Frauen und Kinder. Danach brachten sie mich hinaus und den Baum hinauf in ein anderes Haus, sogar noch besser als das erste. In diesem Haus waren alte und junge Männer. Ich sagte: `Ihr habt mich heute Nacht herumgeführt – erklärt mir, was ich gesehen habe.` Sie antworteten: `Ja … der alte Mann am Fuße des Baums war Ibrāhīm (Friede sei auf ihm) und die Kinder um ihn herum waren die Kinder der Menschen…`“ (al-Bukhāri #1270). 

Sidrat al-Muntaha 

Bei dem der Prophet (Allahs Frieden und Segen seien auf ihm) Jibrīl sah, als er mit in die Himmel hinaufgenommen wurde. 

Allah sagt (ungefähre Bedeutung): „Und er (Muhammad [Allahs Frieden und Segen seien auf ihm]) sah ihn (Jibrīl) ja ein anderes Mal herabkommen, beim Sidr-Baum (Sidrat al-Muntaha – der Lotusbaum an der äußersten Grenze, die niemand überqueren kann) des Endziels, bei dem der Garten der Zuflucht ist. Als den Sidr-Baum überdeckte, was (ihn) überdeckte, da wich der Blick (des Propheten Muhammad [Allahs Frieden und Segen seien auf ihm]) nicht ab, noch überschritt er das (dafür festgesetzte) Maß. Wahrlich, er sah von den Zeichen seines Herrn  (Allahs) die größten.“ (53:13-18).

Der hier als „als den Sidr-Baum überdeckte, was (ihn) überdeckte“ übersetzte Ausdruck wird in dem bei Imām al-Bukhāri verzeichneten Hadīth von Abu Dharr erklärt, in dem der Prophet (Allahs Frieden und Segen seien auf ihm) sagte: „Er war von Farben überdeckt, ich weiß nicht, welche es sind…“ Gemäß einem von Abu Sa`īd und ibn `Abbās überlieferten Hadīth sagte er: „Er war bedeckt von Engeln.“ Gemäß einem bei Muslim verzeichneten Bericht sagte er: „Als er bedeckt war mit was auch immer ihn durch Allahs Befehl bedeckte, es änderte sich, und nichts von Allahs Schöpfung könnte seine Schönheit schildern.“ 

In dem berühmten Hadīth über seine Mi`rāj (den Aufstieg in den Himmel) sagte der Prophet (Allahs Frieden und Segen seien auf ihm), dass, als Jibrīl ihn in den Himmel mitnahm, er durch Allahs Befehl von einem Himmel zum nächsten ging, bis er den siebten Himmel erreichte. Er sagte: „Dann wurde ich zu Sidrat al-Muntaha gebracht; seine Früchte waren wie Krüge von Hajar und seine Blätter waren wie die Ohren von Elefanten. Er sagte: `Dies ist Sidrat al-Muntaha.`…“ (al-Bukhāri #3598). 

Der Grund, warum er Sidrat al-Muntaha genannt wird, wird in dem von ibn Mas`ūd bei Imām Muslim verzeichneten Hadīth genannt: „Dort stoppt (yantahī) alles, was von der Erde heraufkommt, und es wird von dort geholt und dort stoppt alles, was herabkommt, und es wird von dort geholt.“ Al-Nawawi sagte: „Er wird Sidrat al-Muntaha genannt, weil das Wissen der Engel an diesem Punkt endet, und niemand ist darüber hinaus gegangen außer dem Gesandten Allahs (Allahs Frieden und Segen seien auf ihm).“ 

Es ist der Baum, an dem das Wissen jedes Propheten, der entsandt wurde, und jedes Engels, der Allah nah ist, endet. Was dahinter liegt, ist das Verborgene; niemand außer Allah kennt es oder derjenige, den Er darüber informiert. Es heißt, dass dies der letzte Bestimmungsort der Seelen der Märtyrer ist.  

Die in dem Hadīth beschriebenen Früchte sind gut bekannt: Es sind die Früchte des Lotusbaums. Al-Khattābi sagte, dass der Ausdruck „wie Krüge von Hajar“ bedeutet, dass sie so groß wie Krüge sind. Das ist etwas, was den ersten Zuhörern bekannt war, was der Grund für die verwendete Analogie war. Hajar ist ein Ortsname. Der Ausdruck „seine Blätter waren wie die Ohren von Elefanten“ ist ebenfalls bezeichnend für die Größe. 

Der Baum Tūba im Paradies 

Abu Hurayrah (möge Allah mit ihm zufrieden sein) berichtete, dass der Prophet (Allahs Frieden und Segen seien auf ihm) sagte: „Im Paradies gibt es einen Baum, durch dessen Schatten ein Reiter für einhundert Jahre reisen könnte, ohne ihn zu durchqueren. Rezitiert, wenn ihr möchtet: `und lang gestrecktem Schatten` (56:30)“ (al-Bukhāri #4502). 

Der Prophet (Allahs Frieden und Segen seien auf ihm) sagte: „Tūba ist ein Baum im Paradies, einhundert Jahre groß. Die Kleidung der Einwohner des Paradieses ist aus seinen Kelchblättern gemacht.“ (ibn Hibbān; siehe auch Sahīh al-Jāmi` #3918). 

`Utbah ibn `Abdin al-Salami sagte: „Ein Beduine kam zum Propheten (Allahs Frieden und Segen seien auf ihm) und fragte ihn nach al- Haud (dem Becken) und er erwähnte das Paradies. Dann fragte der Beduine: „Gibt es dort Früchte?“ Er sagte: „Ja. Darin ist ein Baum, der Tūba genannt wird.“ Der Beduine fragte: „Welche Bäume auf Erden ähneln ihm?“ Er antwortete: „Er ähnelt keinem Baum aus deiner Region.“ Und er fuhr fort: „Bist du in Syrien gewesen?“ Er sagte: „Nein.“ Der Prophet (Allahs Frieden und Segen seien auf ihm) sagte: „Er ähnelt einem Baum in Syrien, der al-Jauzah (Walnuss) genannt wird, und der aus einem einzigen Stamm wächst und seine Krone ist geneigt.“ Der Beduine fragte: „Wie breit ist sein Stamm?“ Er antwortete: „Wenn eines der Kamele deines Volkes sich aufmachte, um den Stamm zu umkreisen, so würde es nicht eine einzige Umrundung schaffen, bevor sein Nacken durch Alter und Erschöpfung gebrochen wird.“ Der Beduine fragte weiter: „Gibt es dort Weintrauben?“ Er antwortete: „Ja.“ Er fragte: „Wie groß sind die Reben?“ Er sagte: Die Wegstrecke, die ein Rabe für einen Monat fliegen kann, ohne zu stoppen.“ Jener fragte weiter: „Und wie groß ist eine Traube?“ Er erwiderte: „Hat dein Vater einmal einen Bock von seinen Schafen geschlachtet?“ Jener antwortete: „Ja.“ Er fuhr fort: „Und hat er seine Haut abzogen, sie deiner Mutter gegeben und gesagt: `Mache mir daraus ein Gefäß?`“ Der Beduine bejahte und fragte: „Würde diese Traube also mich und meine Familie sättigen?“ Er sagte: „Ja, und deine ganze Sippe.“ (Imām Ahmad).

Fortsetzung folgt inschaAllah…

Der Grund, warum die Menschheit erschaffen wurde

Der Grund, warum die Menschheit erschaffen wurde

 

Frage (Nr. 45529): 

Warum wurde die Menschheit erschaffen? 

Antwort: 

Alles Lob gebührt Allah. 

1. Eines der bedeutendsten Attribute Allahs ist die Weisheit und einer Seiner großartigsten Namen ist al-Hakīm (der Allweise). Es sollte angemerkt werden, dass Er nichts umsonst erschaffen hat, hoch erhaben ist Allah über so etwas. Vielmehr erschuf Er die Dinge aus großartigen und weisen Gründen und für erhabene Zwecke. Diejenigen, die sie kennen, kennen sie und diejenigen, die sie nicht kennen, kennen sie nicht. Allah hat dies in Seinem heiligen Buch, in dem Er sagt, dass Er die Menschheit nicht sinnlos erschuf, bestätigt und Er hat auch die Himmel und die Erde nicht vergebens erschaffen. Allah sagt (ungefähre Bedeutung): „Meint ihr denn, dass Wir euch zum sinnlosen Spiel erschaffen hätten und dass ihr nicht zu Uns zurückgebracht würdet?“ Doch erhaben ist Allah, der König, der Wahre. Es gibt keinen Gott außer Ihm (lā ilāha illa Huwa), dem Herrn des ehrwürdigen Thrones.“ (23:115-116) und „Und Wir haben den Himmel und die Erde und was dazwischen ist, nicht zum Spiel erschaffen.“ (21:16) und „Und Wir haben die Himmel und die Erde und was dazwischen ist, nicht zum Spiel erschaffen. Wir haben sie nur in Wahrheit (d. h. um diejenigen, die gehorsam sind, und diejenigen, die ungehorsam sind, zu begutachten und zu prüfen und die Gehorsamen dann zu belohnen und die Ungehorsamen zu bestrafen) erschaffen. Aber die meisten von ihnen wissen nicht.“ (44:38-39). Außerdem: „Ha-Mim. (Diese Buchstaben sind eines der Wunder des Qur`ān und niemand außer Allah kennt ihre Bedeutung) (Dies ist) die Offenbarung des Buches von Allah, dem Allmächtigen und Allweisen. Wir haben die Himmel und die Erde und was dazwischen ist nur in Wahrheit und (auf) eine festgesetzte Frist erschaffen. Aber diejenigen, die ungläubig sind, wenden sich von dem ab, wovor sie gewarnt werden.“ (46:1-3). Ebenso wie es vom Standpunkt der Schari`ah ausgehend bewiesen ist, dass eine Weisheit hinter der Schöpfung der Menschheit steht, ist es auch ausgehend vom Standpunkt des Verstandes bewiesen. Der kluge Mann kann nicht anders, als zu akzeptieren, dass alles aus einem Grund erschaffen wurde und der kluge Mann betrachtet sich selbst als jemanden, der Abstand nimmt von Dingen, die keinen Sinn haben – was also ist mit Allah, dem Weisesten der Weisen? Daher bestätigen die intelligenten Gläubigen, dass eine Weisheit in der Schöpfung Allahs liegt und die Kuffār verleugnen dies. Allah sagt (ungefähre Bedeutung): „In der Schöpfung der Himmel und der Erde und in dem Unterschied von Nacht und Tag liegen wahrlich Zeichen für diejenigen, die Verstand besitzen, die Allahs stehend, sitzend und auf der Seite (liegend) gedenken und über die Schöpfung der Himmel und der Erde nachdenken: „Unser Herr, Du hast (all) dies nicht umsonst erschaffen. Preis sei Dir! Bewahre uns vor der Strafe des (Höllen-)Feuers.“ (3:190-191). Und Allah sagt, die Einstellung der Kuffār gegenüber der Weisheit Seiner Schöpfung beschreibend (ungefähre Bedeutung): „Und Wir haben den Himmel und die Erde und das, was dazwischen ist, nicht umsonst erschaffen. Das ist die Meinung derjenigen, die ungläubig sind. Doch wehe denjenigen, die ungläubig sind, vor dem (Höllen-)Feuer!“ (38:27) 
 

Scheikh `Abd al-Rahmān al-Sa`di (möge Allah ihm barmherzig sein) sagte: „Allah informiert uns über Seine perfekte Weisheit bei der Erschaffung der Himmel und der Erde und dass Er sie nicht sinnlos erschaffen hat, d. h. als Spiel ohne nützlichen Zweck. `Das ist die Meinung derjenigen, die ungläubig sind.` – über ihren Herrn, denn sie glauben, dass das Seiner Majestät nicht angemessen ist.`
Doch wehe denjenigen, die ungläubig sind, vor dem (Höllen-)Feuer!` – Allah hat die Himmel und die Erde wahrhaftig erschaffen. Er erschuf sie so, dass Seine Diener die Vollständigkeit Seines Wissen und Seiner Macht verstehen können sowie das Ausmaß Seiner Macht und dass Er allein der Eine ist, der es verdient, angebetet zu werden und nicht diejenigen, die nicht einmal ein Atom in den Himmel oder auf der Erde erschaffen haben. Und damit sie wissen, dass die Auferstehung wahr ist und dass Allah zwischen den Menschen des Guten und denen des Bösen richten wird. Derjenige, der ignorant hinsichtlich der Weisheit Allahs ist, sollte nicht glauben, dass Allah sie während der Abrechnung gleich behandeln wird. Daher sagt Allah (ungefähre Bedeutung): „Oder sollen Wir etwa diejenigen, die glauben (an die Einheit Allahs, den islamischen Monotheismus) und rechtschaffene Werke tun, den Unheilstiftern (Mufsidūn) auf der Erde gleichstellen oder die Gottesfürchtigen (Muttaqūn) den Lasterhaften (Fujjār)?“ (38:28) Dies entspricht nicht Unserer Weisheit und Unserer Gerechtigkeit.“ (
Tafsīr al-Sa’di, S. 712)  

2. Allah hat die Menschen nicht zum Essen, Trinken und zur Vermehrung erschaffen, in diesem Fall wären sie wie die Tiere. Allah hat die Menschen geehrt und sie Seinen anderen Geschöpfe bevorzugt, doch viele Menschen bestehen auf ihren Kufr, sie sind ignorant oder verleugnen die wahre Weisheit hinter ihrer Erschaffung und alles, worum sie sich kümmern, ist das Vergnügen dieser Welt. Das Leben solcher Menschen ist wie das der Tiere und tatsächlich sind sie sogar noch schlimmer. Allah sagt (ungefähre Bedeutung): „… Diejenigen aber, die ungläubig sind, genießen und essen (im Diesseits), wie das Vieh frisst; das (Höllen-)Feuer wird ein Aufenthaltsort für sie sein.“ (47:12) und „Lasse sie nur essen und genießen und sich durch (falsche) Hoffnung ablenken lassen. Sie werden (es noch) erfahren.“ (15:3) und „Wir haben ja schon viele von den Jinn und den Menschen für die Hölle erschaffen. Sie haben Herzen, mit denen sie nicht verstehen; sie haben Augen, mit denen sie nicht sehen; und sie haben Ohren, mit denen sie nicht hören. Jene sind wie das Vieh. Aber nein! Sie irren noch weiter ab. Jene sind (überhaupt) die Unachtsamen. “ (7:179)
Es ist gebildeten Menschen wohl bekannt, dass derjenige, der etwas tut, mehr über die dahinter stehende Weisheit weiß, als jeder andere und Allahs ist die höchste Beschreibung (vergleiche 16:60); Er ist der Eine, Der die Menschheit erschaffen hat und Er kennt am besten die Weisheit hinter der Schöpfung der Menschheit. Niemand würde darüber hinsichtlich weltlicher Angelegenheiten diskutieren. Alle Menschen sind sich sicher, dass ihre physischen Bereiche zu einem Zweck erschaffen wurden: Das Auge ist zum Sehen, das Ohr ist zum Hören usw. Ergibt es einen Sinn, dass der Körper zu einem Zweck erschaffen wurde, doch der Mensch an sich ohne Sinn? Oder stimmt der Mensch nicht zu, dem Einen, Der ihn erschaffen hat, zu antworten, wenn Dieser ihm den Grund hinter seiner Erschaffung nennt? Allah hat uns darüber informiert, dass die Schöpfung der Himmel und der Erde und des Lebens und des Todes dem Zwecke eines Tests dient, um den Menschen zu prüfen. Wer Ihm gehorcht, den wird Er belohnen und wer ungehorsam ist, den wird Er bestrafen. Allah sagt (ungefähre Bedeutung): „ Er ist es, Der die Himmel und die Erde in sechs Tagen erschuf, und Sein Thron war auf dem Wasser, damit Er euch prüfe (und feststelle), wer von euch die besten Taten begeht. Und wenn du sagst: `Ihr werdet nach dem Tod auferweckt werden`, sagen diejenigen, die ungläubig sind, ganz gewiss: `Das ist ja nur deutliche Zauberei.`“ (11:7) und „(Er,) Der den Tod und das Leben erschaffen hat, damit Er euch prüfe, wer von euch die besten Taten begeht. Und Er ist der Allmächtige und Allvergebende.“ (67:2)
Aus diesen Prüfungen resultiert die Manifestation der Namen und Attribute Allahs, wie z. B. al-Rahmān (der Allerbarmer), al-Ghafūr (der beständig Vergebende), al-Hakīm (der Allweise), al-Tawwāb (der Annehmer der Reue), al-Rahīm (der Allbarmherzige) und andere Namen Allahs. Einer der wichtigsten Gründe, aus denen Allah die Menschheit erschaffen hat – der eine der schwierigsten Prüfungen ist – ist der Befehl, Seine Einheit (Tauhīd) zu bestätigen und Ihm allein ohne Partner oder Teilhaber zu dienen. Allah hat diesen Grund für die Erschaffung der Menschheit bestätigt, indem Er sagt (ungefähre Bedeutung): „Und Ich habe die Jinn und die Menschen nur (dazu) erschaffen, damit sie Mir dienen.“ (51:56)
 

Ibn Kathīr (möge Allah ihm barmherzig sein) sagte: „D. h., Ich habe sie erschaffen, damit Ich ihnen befehlen kann, Mir zu dienen, nicht weil Ich sie benötige. `Ali ibn Abi Talhah berichtete von ibn `Abbās: `Außer dass sie Mir (allein) dienen sollten, freiwillig oder unfreiwillig.` Dies ist die Ansicht, die von ibn Jarīr favorisiert wurde. Ibn Jurayj sagte: `D. h. außer dass sie Mich kennen sollten.` Al-Rabī` ibn Anas sagte: `Außer dass sie Mir dienen sollten, d. h. für den Zweck der Anbetung.`“ (Tafsīr ibn Kathīr 4/239). 
 

Scheikh `Abd al-Rahmān al-Sa`di (möge Allah ihm barmherzig sein) sagte: „Allah, erhaben ist Er, erschuf die Menschheit um Ihm zu dienen und um Ihn durch Seine Namen und Attribute zu kennen. Wer sich Ihm unterwirft und tut, was ihm auferlegt wurde, wird zu denjenigen gehören, die erfolgreich sind, doch wer sich davon abwendet, wird zu den Verlierern gehören. Er wird sie im Jenseits versammeln, wo Er sie für das, was Er ihnen befohlen, und für das, was Er ihnen verboten hat, belohnen oder bestrafen wird. Daher erwähnt Allah, wie die Mushrikuun die Belohnung und die Strafe verleugnen, indem Er sagt (ungefähre Bedeutung): „Und wenn du sagst: „Ihr werdet nach dem Tod auferweckt werden”, sagen diejenigen, die ungläubig sind, ganz gewiss: „Das ist ja nur deutliche Zauberei.““ (11:7) D. h., falls man zu diesen Menschen sprechen würde und ihnen über den Tag der Auferstehung nach dem Tod berichten würde, so würden sie es nicht glauben, vielmehr würden sie die Worte vehement zurückweisen und die Botschaft leugnen und sie würden sagen: „Das ist ja nur deutliche Zauberei.“, doch tatsächlich ist es deutliche Wahrheit.“ (Tafsīr al-Sa`di, S. 333). 

Und Allah weiß es am besten. 

Islam Q&A