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Es ist nicht empfohlen, eine einzelne Niederwerfung auszuführen, um Du`ā’ zu sprechen

Es ist nicht empfohlen, eine einzelne Niederwerfung auszuführen, um Du`ā’ zu sprechen 

Frage (Nr. 116874): 

Einige Leute werfen sich nieder, wenn sie Du`ā’ nach dem Gebet sprechen wollen, und sagen ihr Du`ā’ während dieser Niederwerfung. Ist das Sunnah? 

Antwort: 

Alles Lob gebührt Allah. 

Es ist im Islam nicht empfohlen, sich Allah durch eine Niederwerfung zu nähern, es sei denn, die Niederwerfung ist im Gebet (Salāh) oder aus einem bestimmten Grund, wie z. B. die Niederwerfung des Vergessens (Sujūd al-Sahw, wenn man einen Fehler im Gebet gemacht hat) oder die Niederwerfung der Rezitation (Sujūd al-Tilāwah, die durch das Lesen eines bestimmten Verses im Qur’ān erforderlich wird) oder die Niederwerfung der Dankbarkeit (Sujūd al-Schukr). 

Was die Niederwerfung zum Zwecke des Du`ā’ angeht, so gibt es nichts in der Scharī`ah, was beweist, dass es erlaubt ist oder mustahabb. Vielmehr ist es durch viele mutawātir Hadīth belegt vom Propheten (Allahs Frieden und Segen seien auf ihm), dass er seine Hände im Du`ā’ zu erheben pflegte und er empfahl dies auch anderen. Er sagte: „Dein Herr, erhaben ist Er und gepriesen, zeichnet Sich durch Anstand und Großzügigkeit aus und Er ist so gnädig zu Seinem Diener, dass Er, wenn Sein Diener seine Hände zu Ihm erhebt, Er sie nicht leer zurücklässt.“ (Abu Dawūd #1488; von al-Albāni in Sahīh Abi Dawūd als sahīh eingestuft). 

Sich zum Zwecke des Du`ā’ also niederzuwerfen, ist eine Neuerung, da der Prophet (Allahs Frieden und Segen seien auf ihm) nicht so handelte und da es das Verlassen der Sunnah, die der Prophet (Allahs Frieden und Segen seien auf ihm) empfahl und welche das Erheben der Hände im Du`ā’ ist, darstellt. 

Die Gelehrten tadelten eine solche einzelne Niederwerfung und verboten sie. Es wurde von Abu Schāmah (möge Allah ihm barmherzig sein) in seinem Buch al-Bā`ith `ala Inkār al-Bida` wa-l-Hawādith, S. 62-63, erwähnt und er sagte: „Imām al-Haramayn Abu-l-Ma`āli sagte: Der Autor von al-Taqrīb berichtete von einigen seiner Gefährten, dass, wenn ein Mann sich Allah zuwendet und sich aus keinem Grund niederwirft, er das tun kann, und ich habe dies nirgends gesehen außer bei ihm. Mein Scheikh betrachtete das als makrūh und wies jeden streng zurecht, der es tat. Er sagte: Dies ist meine Ansicht. Abu Hāmid al-Ghazali sagte: Scheikh Abu Muhammad (möge Allah ihm barmherzig sein) tadelte jeden, der dies tat, heftig und das ist die korrekte Ansicht. Er sagte in Kitāb al-Nadhr: Niemand war der Meinung, dass eine einzelne Niederwerfung obligatorisch wird, wenn jemand schwört, das zu tun. Denn es ist keine Handlung der Anbetung, für die es einen Grund gibt, wie z. B. bei der Rezitation (d. h. der Niederwerfung zur Rezitation). Imām al-Haramayn sagte: Mein Scheikh war definitiv der Ansicht, dass eine einzelne Niederwerfung nicht obligatorisch wird, wenn jemand einen entsprechenden Schwur leistet, selbst wenn der Qur’ān-Rezitator sich niederwirft, doch die Niederwerfung allein und aus keinem Grund ist keine Handlung der Anbetung gemäß der korrekten Ansicht. Der Autor von al-Tatimmah sagte: Manche Leute haben die Angewohnheit, sich nach Beendigung des Gebets niederzuwerfen und dabei Du`ā’ zu sagen. Er sagte: Wir kennen keine Basis für diese Niederwerfung und so etwas wurde nicht vom Gesandten Allahs (Allahs Frieden und Segen seien auf ihm) oder von seinen Gefährten berichtet. Es ist besser, das Du`ā’ während des Gebets zu verrichten, aufgrund der Berichte, die darüber überliefert wurden Und Allah weiß es am besten. Ich (Abu Schāmah) sage: Die Tatsache, dass eine Niederwerfung während des Gebets eine gottesdienstliche Tat ist, bedeutet nicht notwendigerweise, dass es eine gottesdienstliche Tat außerhalb des Gebets ist, wie das Verbeugen. Al-Faqīh Abu Muhammad sagte: Im Islam ist es nicht so, dass man sich Allah durch eine einzelne Niederwerfung, für die es keinen Grund gibt, annähert.“ 

Siehe auch Frage #98156. 

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