Islam Fragen & Antworten

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Das Urteil bezüglich der Heirat mit Cousinen

Das Urteil bezüglich der Heirat mit Cousinen

Frage (Nr. 105): 

Ist es richtig, dass der Prophet (Allahs Frieden und Segen seien auf ihm) davon abriet, Cousinen zu heiraten?  Ist dies lediglich der letzte Ausweg für eine Heirat? 

Antwort: 

Alles Lob gebührt Allah. 

Es gibt in der islamischen Religion für einen Mann keinen Einwand dagegen, eine Frau aus seinem Verwandtenkreis zu heiraten, außer al-Maharim (diejenigen Frauen, die zur Heirat verboten sind), die Allah in der Sūrat al-Nisā’ genannt hat (ungefähre Bedeutung): Verboten (zu heiraten) sind euch eure Mütter, eure Töchter, eure Schwestern, eure Tanten väterlicherseits, eure Tanten mütterlicherseits, die Nichten, eure Nährmütter, die euch gestillt haben, eure Milchschwestern, die Mütter eurer Frauen, eure Stieftöchter, die sich im Schoß eurer Familie befinden von euren Frauen, zu denen ihr eingegangen seid, – wenn ihr jedoch nicht zu ihnen eingegangen seid, so ist es keine Sünde für euch (, deren Töchter zu heiraten) – und (verboten zu heiraten sind euch) die Ehefrauen eurer Söhne, die aus euren Lenden sind, und, dass ihr zwei Schwestern zusammen (zur Frau) nehmt, außer dem, was bereits geschehen ist, Gewiss, Allah ist allvergebend und barmherzig.“ 

Da Allah uns die Verwandten nennt, mit denen eine Heirat verboten ist, wissen wir, dass es keine Bedenken gegen die verbleibenden Familienmitglieder gibt. Weiterhin ist es keine Bedingung, dass dies der letzte Ausweg zu einer Heirat ist, wie in der Fragestellung gesagt wurde. Zu den bekanntesten Beweisen dieser Tatsache gehört, dass der Prophet (Allahs Frieden und Segen seien auf ihm) seine Tochter Fātima mit `Ali (möge Allah mit ihnen zufrieden sein) verheiratete, und dieser war der Sohn des Onkels ihres Vaters, sowie die Heirat des Propheten (Allahs Frieden und Segen seien auf ihm) mit Zainab bint Jahsch (möge Allah mit ihr zufrieden sein), die die Tochter seiner Tante (d. h. seine Cousine) war, und es gibt noch viele weitere solcher Beweise. 

Es sollte vielleicht noch eine andere Frage gestellt werden, nämlich: „Ist es für einen Muslim besser oder wünschenswert jemanden zu heiraten, mit dem er nicht verwandt ist?“ 

Die Antwort auf diese Frage variiert von Fall zu Fall, und vielleicht ist es vorzuziehen, jemanden zu heiraten, mit dem man nicht verwandt ist, beispielsweise wenn jemand vorhat, neue soziale Beziehungen oder Bindungen einzugehen und die Heirat mit einer anderen Familie daher als förderlich einzuschätzen ist, um die gesellschaftlichen Beziehungen zu erweitern. 

Islam Q&A
Scheikh Muhammad Salih al-Munajjid


Das Urteil bezüglich der Heirat mit Cousinen

Das Urteil bezüglich der Heirat mit Cousinen 

Frage (Nr. 105): 

Ist es richtig, dass der Prophet (Allahs Frieden und Segen seien auf ihm) davon abriet, Cousinen zu heiraten?  Ist dies lediglich der letzte Ausweg für eine Heirat? 

Antwort: 

Alles Lob gebührt Allah. 

Es gibt in der islamischen Religion für einen Mann keinen Einwand dagegen, eine Frau aus seinem Verwandtenkreis zu heiraten, außer al-Maharim (diejenigen Frauen, die zur Heirat verboten sind), die Allah in der Sūrat al-Nisā’ genannt hat (ungefähre Bedeutung): Verboten (zu heiraten) sind euch eure Mütter, eure Töchter, eure Schwestern, eure Tanten väterlicherseits, eure Tanten mütterlicherseits, die Nichten, eure Nährmütter, die euch gestillt haben, eure Milchschwestern, die Mütter eurer Frauen, eure Stieftöchter, die sich im Schoß eurer Familie befinden von euren Frauen, zu denen ihr eingegangen seid, – wenn ihr jedoch nicht zu ihnen eingegangen seid, so ist es keine Sünde für euch (, deren Töchter zu heiraten) – und (verboten zu heiraten sind euch) die Ehefrauen eurer Söhne, die aus euren Lenden sind, und, dass ihr zwei Schwestern zusammen (zur Frau) nehmt, außer dem, was bereits geschehen ist, Gewiss, Allah ist allvergebend und barmherzig.“ 

Da Allah uns die Verwandten nennt, mit denen eine Heirat verboten ist, wissen wir, dass es keine Bedenken gegen die verbleibenden Familienmitglieder gibt. Weiterhin ist es keine Bedingung, dass dies der letzte Ausweg zu einer Heirat ist, wie in der Fragestellung gesagt wurde. Zu den bekanntesten Beweisen dieser Tatsache gehört, dass der Prophet (Allahs Frieden und Segen seien auf ihm) seine Tochter Fātima mit `Ali (möge Allah mit ihnen zufrieden sein) verheiratete, und dieser war der Sohn des Onkels ihres Vaters, sowie die Heirat des Propheten (Allahs Frieden und Segen seien auf ihm) mit Zainab bint Jahsch (möge Allah mit ihr zufrieden sein), die die Tochter seiner Tante (d. h. seine Cousine) war, und es gibt noch viele weitere solcher Beweise. 

Es sollte vielleicht noch eine andere Frage gestellt werden, nämlich: „Ist es für einen Muslim besser oder wünschenswert jemanden zu heiraten, mit dem er nicht verwandt ist?“ 

Die Antwort auf diese Frage variiert von Fall zu Fall, und vielleicht ist es vorzuziehen, jemanden zu heiraten, mit dem man nicht verwandt ist, beispielsweise wenn jemand vorhat, neue soziale Beziehungen oder Bindungen einzugehen und die Heirat mit einer anderen Familie daher als förderlich einzuschätzen ist, um die gesellschaftlichen Beziehungen zu erweitern. 

Islam Q&A
Scheikh Muhammad Salih al-Munajjid


Die Mutter der Ehefrau deines Vaters ist kein Mahram für dich

Die Mutter der Ehefrau deines Vaters ist kein Mahram für dich 

Frage (Nr. 117628): 

Mein Vater hat eine zweite Frau geheiratet und es ist bekannt, dass sie ein Mahram für mich ist. Doch ich würde gern wissen, ob ihre Mutter ebenfalls ein Mahram für mich wurde. 

Antwort: 

Alles Lob gebührt Allah. 

Mahram durch Heirat fallen in vier Kategorien: 

  • Die Vorfahren des Ehemannes (sein Vater und seine Großväter) werden Mahram für die Ehefrau.

  • Die Nachkommen des Ehemannes (seine Söhne und Enkel) werden Mahram für die Ehefrau.

  • Die Vorfahren der Ehefrau (ihre Mutter und ihre Großmütter) werden Mahram für den Ehemann.

Die Leute dieser drei Kategorien werden Mahram, sobald der Ehevertrag geschlossen wurde.

  • Die Nachkommen der Ehefrau (ihre Töchter und Enkelinnen) werden Mahram für den Ehemann. In diesem Fall muss der Vollzug der Ehe stattfinden. Hat der Vollzug stattgefunden, dann werden ihre Töchter von einem vorherigen oder einem nachfolgenden Ehemann für ihn zu Mahram für immer.

Scharh al-Mumti` (12/128) 

Dadurch wird klar, dass die Mutter der Ehefrau des Vaters kein Mahram für seine Söhne wird. 

Es ist einem Mann erlaubt, eine Frau zu heiraten, und es ist seinem Sohn erlaubt, ihre Mutter zu heiraten oder ihre Tochter, denn das wird durch die Worte Allahs ausgedrückt, nachdem die Frauen genannt wurden, die Mahram sind (ungefähre Bedeutung): „… Erlaubt ist euch, was darüber hinausgeht …“ (4:24).

Und Allah weiß es am besten.

Islam Q&A