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Muss der Pilger das `Id-Gebet für `Id al-Adha verrichten?

   

Muss der Pilger das `Id-Gebet für `Id al-Adha verrichten?

 

Frage (Nr. 109304): 

 

Muss der Pilger das `Id-Gebet für `Id al-Adha verrichten?

 

Antwort: 

 

Alles Lob gebührt Allāh.

 

Die Pilger müssen das `Id-Gebet für `Id al-Adha nicht verrichten, doch wer von ihnen es betet, wird dafür belohnt werden. Und Allāh ist die Quelle der Stärke. Möge Allāh Segen und Frieden auf unseren Propheten Muhammad und seine Familie und die Gefährten senden.

 

Scheikh `Abd al-`Azīz ibn `Abd-Allāh ibn Bāz, Scheikh `Abd al-Razzāq al-`Afīfi, Scheikh `Abd-Allāh ibn Qa`ūd

Fatāwa al-Lajnah al-Dā’imah, 11/69/70


Beschreibung des `Id-Gebets

Beschreibung des `Id-Gebets 

Frage (Nr. 36491): 

Wie kann das `Id-Gebet beschrieben werden? 

Antwort: 

Alles Lob gebührt Allah. 

Das `Id-Gebet ist in der Art, dass der Imām erscheint und die Leute beim Verrichten zweier Raka`at anführt. `Umar (möge Allah mit ihm zufrieden sein) sagte: „Das Gebet von al-Fitr besteht aus zwei Raka`at und das Gebet von al-Adha besteht aus zwei Raka`at, vollständig und nicht gekürzt, nach Aussage unseres Propheten, und derjenige, der Lügen ersinnt ist verdammt.“ (al-Nasā’i #1420; ibn Khuzaymah; von al-Albāni in Sahīh al-Nasā’i als sahīh klassifiziert). 

Es wurde überliefert, dass Abu Sa`īd sagte: „Der Gesandte Allahs (Allahs Frieden und Segen seien auf ihm) pflegte am Tag von al-Fitr und von al-Adha zum Gebetsplatz zu kommen und das Erste, was er tat, war die Verrichtung des Gebets.“ (al-Bukhāri #956). 

Im ersten Raka`ah sagte er Takbīrat al-Ihrām (das Sagen von Allāhu akbar, um das Gebet zu beginnen), danach sagte er sechs oder sieben weitere Takbīr, entsprechend dem Hadīth von `Ā’ischah (möge Allah mit ihr zufrieden sein): „Der Takbīr von al-Fitr und al-Adha besteht aus sieben Takbīr im ersten Raka`ah und fünf Takbīr im zweiten, abgesehen vom Takbīr der Rukū`.“ (Abu Dawūd; von al-Albāni in Irwa’ al-Ghalīl #639 als sahīh klassifiziert). 

Danach sollte er al-Fātihah rezitieren und die Sūrah Qaf im ersten Raka`ah. Im zweiten Raka`ah steht er auf, den Takbīr sagend, und wenn er sich vollständig aufgerichtet hat, sagt er fünf Mal den Takbīr und im Anschluss daran die Sūrah al-Fātihah und die Sūrah al-Qamr. Der Prophet (Allahs Frieden und Segen seien auf ihm) pflegte diese zwei Sūren während der beiden `Id zu rezitieren. Wenn er wünscht, kann er Sūrah al-A`la im ersten Raka`ah und Sūrah al-Ghāschiyah im zweiten rezitieren, denn es wurde berichtet, dass der Prophet (Allahs Frieden und Segen seien auf ihm) al-A`la und al-Ghāschiyah im `Id-Gebet zu rezitieren pflegte.  

Der Imām sollte diese Sunnah wiederbeleben, indem er die erwähnten Sūren rezitiert, sodass die Muslime mit der Sunnah vertraut werden. 

Nach dem Gebet sollte der Imām zu den Leuten sprechen. Ein Teil der Khutbah sollte sich spezifisch an die Frauen richten, um sie über das zu informieren, was sie tun sollten, und sie vor dem zu warnen, was sie vermeiden sollten, wie der Prophet (Allahs Frieden und Segen seien auf ihm) es zu tun pflegte. 

Siehe Fatāwa Arkān al-Islam von Scheikh Muhammad ibn `Uthaymīn (möge Allah ihm barmherzig sein), Seite 398; Fatāwa al-Lajnah al-Dā’imah, 8/300-316. 

Das Gebet kommt vor der Khutbah: Eine der Regeln des `Id-Gebets lautet, dass das Gebet vor der Khutah kommt, aufgrund des Hadīth von Jābir ibn `Abd-Allah, in dem es heißt: „Der Prophet (Allahs Frieden und Segen seien auf ihm) kam am Tag von al-Fitr heraus und begann mit dem Gebet vor der Khutbah.“ (al-Bukhāri #958; Muslim #885). 

Ein weiterer Hinweis darauf, dass die Khutbah vor dem Gebet kommt, ist der Hadīth von Abu Sa`īd (möge Allah mit ihm zufrieden sein), in dem es heißt: „Der Gesandte Allahs (Allahs Frieden und Segen seien auf ihm) pflegte am Tag von al-Fitr und al-Adha zum Gebetsplatz zu kommen und als Erstes begann er mit dem Gebet, dann stellte er sich den Leuten gegenüber auf, während sie in ihren Reihen saßen, und predigte ihnen, ermahnte sie und erteilte ihnen Anweisungen. Wenn er ein Heer aussenden wollte, dann tat er es, und wenn er den Menschen etwas mitteilen wollte, dann tat er es, danach ging er.“ 

Abu Sa`īd sagte: „Die Leute behielten es bei, so vorzugehen, bis ich am `Id al-Adha oder `Id al-Fitr mit Marwān – dem Statthalter von Madīnah – auszog und wir zum Gebetsplatz kamen, wo ein Minbar von Kathīr ibn al-Salt gebaut worden war. Als Marwān es besteigen wollte, bevor er gebetet hatte, ergriff ich seinen Ärmel, doch er schob mich beiseite, stieg hinauf und gab die Khutbah vor dem Gebet. Ich sagte: `Bei Allah, du hast es verändert.` Er erwiderte: `Oh Abu Sa`īd, was du wusstest, ist vorüber.` Ich sagte: `Bei Allah, was ich weiß, ist besser als das, was ich nicht weiß.` Er sagte: `Die Leute werden nach dem Gebet nicht sitzen bleiben und uns zuhören, deshalb haben wir es vor dem Gebet gemacht.`“ (al-Bukhāri #956). 

Islam Q&A


Der Regeln des `Id-Gebets

Der Regeln des `Id-Gebets 

Frage (Nr. 48983): 

Wie lauten die Regeln des `Id-Gebets? 

Antwort: 

Alles Lob gebührt Allah. 

Die Gelehrten vertreten unterschiedliche Ansichten hinsichtlich des `Id-Gebets. Es gibt drei Standpunkte: 

1-            Dass das `Id-Gebet Sunnah mu`akkadah ist (eine bestätigte Sunnah). Dies ist die Meinung von Imām Mālik und Imām al-Schāfi`i.

2-            Dass es eine Verpflichtung der Gemeinschaft ist. Dies ist die Meinung von Imām Ahmad (möge Allah ihm barmherzig sein).

3-            Dass es eine Pflicht für jeden Muslim ist und obligatorisch für Männer; wer ohne Entschuldigung nicht daran teilnimmt, begeht eine Sünde. Dies ist die Meinung von Imām Abu Hanīfah (möge Allah ihm barmherzig sein) und sie wurde auch von Imām Ahmad berichtet. Zu denjenigen, die diese Ansicht bevorzugten, gehörten Scheikh al-Islam ibn Taymiyah und al-Schaukāni (möge Allah ihnen barmherzig sein). Siehe al-Majmū` 5/5, al-Mughni 3/253, al-Insāf 5/316, al-Ikhtiyārāt, Seite 82. 

Die Befolger der dritten Meinung führten verschiedene Texte als Beweis an, einschließlich der folgenden: 

         Die Verse, in denen Allah sagt (ungefähre Bedeutung): So bete zu deinem Herrn und opfere (nur für Ihn).(108:2) 

Ibn Qudāmah sagte in al-Mughni: „Die bekannte Ansicht lautet, dass das, was damit gemeint ist, das `Id-Gebet ist.“ 

Einige der Gelehrten waren der Meinung, dass mit diesem Vers ein allgemeines Gebet gemeint ist und nicht nur das `Id-Gebet, sodass sich daraus der Befehl ergibt, sich dem Gebet hinzugeben und für Allah Allein zu opfern. Der Vers ist also ähnlich dem folgenden (ungefähre Bedeutung): Sag (oh Muhammad): Gewiss, mein Gebet (al-Salāh) und mein (Schlacht-) Opfer, mein Leben und mein Sterben gehören Allah, dem Herrn der Weltenbewohner (al-`Ālamīn – Menschheit, Jinn und alles, was existiert).“ (6:162). 

Diese Ansicht über die Bedeutung des Verses wurde von ibn Jarīr (12/724) und ibn Kathīr (8/502) geteilt. 

         Die Tatsache, dass der Prophet (Allahs Frieden und Segen seien auf ihm) den Leuten befahl, deswegen herauszugehen (zum `Id-Gebet) und selbst den Frauen war es befohlen, auch herauszukommen. 

Al-Bukhāri (324) und Muslim (#890) berichteten, dass Umm `Atiyyah (möge Allah mit ihr zufrieden sein) sagte: „Der Gesandte Allahs (Allahs Frieden und Segen seien auf ihm) befahl uns, sie (die Frauen) an (`Id) al-Fitr und (`Id) al-Adha herauszubringen und die heranwachsenden Mädchen, die menstruierenden Frauen und die Jungfrauen, doch die menstruierenden Frauen sollten sich vom Gebet fernhalten. Sie sollten die Vorzüglichkeit bezeugen und die Versammlung der Muslime. Ich fragte: `Oh Gesandter Allahs, was ist, wenn eine von uns keinen Jilbāb hat?` Er sagte: `Dann soll ihre Schwester ihr einen Jilbāb leihen.`“ 

Der Beweis dieses Hadīth, dass das `Id-Gebet obligatorisch ist, ist stärker als der Beweis des oben genannten Verses. 

Scheikh ibn `Uthaymīn sagte in Majmū` al-Fatāwa (16/214): „Ich denke, dass das `Id-Gebet fard `ayn ist (eine individuelle Verpflichtung) und dass es den Männern nicht erlaubt ist, es zu verpassen, sondern sie müssen daran teilnehmen, da der Prophet (Allahs Frieden und Segen seien auf ihm) es ihnen auferlegte. Er befahl es selbst den Frauen – einschließlich der Jungfrauen und derjenigen, die üblicherweise zurückgezogen lebten – zum `Id-Gebet herauszukommen und er wies die menstruierenden Frauen an, zum `Id-Gebet herauszukommen, sie sollten sich aber vom eigentlichen Gebetsplatz fernhalten. Dies weist darauf hin, dass es bestätigt ist.“ 

Er sagte außerdem (16/217): „Was meiner Meinung nach korrekt zu sein scheint, basierend auf dem Beweis, ist, dass es fard `ayn ist (eine individuelle Verpflichtung) und dass es für jeden Mann verpflichtend ist, am `Id-Gebet teilzunehmen, außer denjenigen, die eine Entschuldigung haben.“ 

Scheikh ibn Bāz sagte in Majmū` al-Fatāwa, 13/7, bezüglich der Ansicht, dass es fard `ayn ist: „Diese Ansicht ist wahrscheinlich richtig, basierend auf dem Beweis.“ 

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Was getan werden sollte, wenn `Id an einem Freitag ist

            Was getan werden sollte, wenn `Id an einem Freitag ist 

Frage (Nr. 7857): 

Wenn `Id al-Fitr mit Freitag zusammentrifft, ist es dann erlaubt, das `Id-Gebet zu verrichten und nicht Jumu`ah zu beten oder vice versa? 

Antwort: 

Alles Lob gebührt Allah. 

Wenn der Tag des `Id sich mit einem Freitag überschneidet, dann muss derjenige, der mit dem Imām zusammen das `Id-Gebet verrichtet, nicht zum Jumu`ah erscheinen (es ist nicht obligatorisch für ihn). In seinem Fall wird es zur Sunnah. Wenn er nicht Jumu`ah mitbetet, muss er Dhuhr verrichten. Dies ist der Fall bei Leuten, die nicht Imām sind. Der Imām muss zum Jumu`ah anwesend sein und diejenigen Muslime anführen, die an dem Gebet teilnehmen. Das Jumu`ah-Gebet sollte nicht völlig unterlassen werden an diesem Tag. 

Scheikh Sālih ibn Fauzān al-Fauzān