Islam Fragen & Antworten

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Lehren über die Jinn

Lehren über die Jinn

 

Frage (Nr. 187534):

 

Ich fühle mich sehr von den Jinn und ihrer Kultur angezogen. Ich denke, ich liebe sie und möchte mehr über sie wissen.

 

Antwort:

 

Alles Lob gebührt Allah.

 

Die Jinn stellen einen wichtigen Bestandteil der Schöpfung Allahs dar, den Allah an vielen Stellen im Qur’an erwähnte. Eine der wichtigsten davon ist die in Surah al-Jinn, wo Allah uns über die gewaltige Weisheit und Urteilsfähigkeit, mit der viele von ihnen gesegnet wurden, obwohl sie doch anders sind als die Menschen, informiert. Sie waren verblüfft, als sie das Wort der Wahrheit und des Glaubens hörten und die Verse des Himmels, rezitiert durch die Lippen des Gesandten Allahs (Allahs Frieden und Segen seien mit ihm). So waren sie aufrichtig Allah, erhaben und gepriesen ist Er, gegenüber und sie waren aufrichtig sich selbst gegenüber. Sie konnten nicht anders, als sich der Wahrheit zu unterwerfen, die sie hörten, und alle Arroganz und Sturheit, Zweifel und Zögern beiseite zu schieben. Sie trafen ihre Entscheidung, an das Siegel der Propheten zu glauben, welches von `Isa ibn Maryam (Friede sei mit ihm) angekündigt worden war, ohne den trügerischen Argumenten und Zweifeln der Polytheisten Aufmerksamkeit zu schenken. Denn die Wahrheit kann nicht durch sündhafte Versuche besudelt werden und sie kann auch nicht durch fehlerhafte Argumente verborgen werden, welche darauf abzielen, die Menschen vom Hauptzweck abzulenken, für den Muhammad (Allahs Frieden und Segen seien mit ihm) entsandt wurde, nämlich die Bestätigung der Botschaft des Tauhid (die Bestätigung der Einheit Allahs) der vorangegangenen Gesandten, die Verbreitung edler Werte und Verhaltensweisen unter den Menschen und die Vervollständigung der Mission aller vorherigen Propheten. Die Menschen sollten von der Anbetung anderer zur Anbetung des Herrn der Menschen geführt werden, von den Zwängen dieser Welt zum Reichtum des Jenseits, von der Ungerechtigkeit menschengemachter Gesetze zur Gerechtigkeit und Barmherzigkeit des Islams.

 

Allah, erhaben ist Er und gepriesen, sagt (ungefähre Bedeutung): „Und (gedenke,) als Wir eine kleinere Schar (3-10) Jinn veranlassten, sich zu dir (oh Muhammad) zu begeben und dem Qur’an zuzuhören. Als sie zu ihm eingefunden hatten, sagten sie: „Horcht hin!“ Als er dann zum Ende kam, kehrten sie zu ihrem Volk zurück, um sie zu warnen. Sie sagten: „O unser Volk, wir haben ein Buch gehört, das nach Musa (als Offenbarung) herabgesandt worden ist, das zu bestätigen, was vor ihm war, und das zur Wahrheit und zu einem geraden Weg (dem Islam) leitet. 0 unser Volk, erhört Allahs Rufer (Muhammad) und glaubt an ihn, so vergibt Er euch (etwas) von euren Sünden und gewährt euch Schutz vor schmerzhafter Strafe (in der Hölle). Wer Allahs Rufer nicht erhört, wird sich (Ihm) auf der Erde doch nicht entziehen können, und er hat außer Ihm keine Schutzherren. Jene befinden sich in deutlichem Irrtum.““ (46:29-32).

 

Professor Sayyid Qutb (möge Allah ihm barmherzig sein) sagte: „Diese Verse handeln, wie die Surah, von der großen Überraschung unter den Jinn, als sie zum ersten Mal dem Qur’an lauschten. Er hat eine große Auswirkung auf ihren Verstand, ihre Herzen und Gefühle und sie waren erfüllt von Emotionen, woraufhin sie zu ihrem Volk hasteten, um ihm davon zu erzählen. Ihr Bericht zeugt von ihren aufgewühlten Emotionen, denn er ist in einem fließenden, warmen, aufgeregten und freudigen Stil gehalten. Ihre Überraschung war gewaltig und ihre folgende Reaktion nur natürlich.

 

„Wir haben einen wunderbaren Qur’an gehört“ (72:1 in ungefährer Bedeutung) – Das Erste, was sie an der qur’anischen Rede erkannten, war, dass sie unbekannt ist und den Zuhörer erstaunt. So wird der Qur’an von demjenigen empfunden, der mit einem offenen und positiven Geist zuhört. Er wird erkennen, dass der Qur’an wirkliche Macht besitzt, starken Reiz und wunderschöne Rhythmen, welche das Herz berühren. Er ist tatsächlich wunderbar und wir können erkennen, dass die Gruppe von Jinn, die ihn hörte, einen edlen literarischen Geschmack besaß.

 

„der zur Besonnenheit leitet“ (72:2 in ungefährer Bedeutung) – Das ist das zweite besondere Merkmal des Qur’ans, welches die Jinn sofort in ihren Herzen verspürten. Es ist wahr, dass der Qur’an zu dem leitet, was recht und sinnvoll ist, doch der hier verwendete Ausdruck weist auch auf Reife und Weisheit hin, wodurch Richtig von Falsch unterschieden werden kann. Es fügt ein Element der Erkenntnis hinzu, das üblicherweise zur Wahrheit leitet und zu dem, was richtig und gut ist. Außerdem begründet es einen Bund mit der Quelle des Lichts und der Rechtleitung sowie eine Harmonie mit wichtigen universellen Gesetzen. Dadurch leitet der Qur’an zur Weisheit, ebenso wie er einen Lebenskodex entwirft, wie er von keiner anderen menschlichen Gemeinschaft jemals erlebt wurde. Dieses System erlaubt es Individuen und Gemeinschaften, erhabene Ebenen persönlicher Moral zu erreichen und edle Werte hinsichtlich der sozialen Beziehungen und Interaktionen.

 

„so haben wir an ihn geglaubt“ (72:2 in ungefährer Bedeutung) – Das ist die natürliche und gesunde Reaktion beim Zuhören des Qur’ans und Verstehen seines Wesens. Die Surah gibt diese Antwort den Ungläubigen in Makkah, die dem Qur’an zuzuhören pflegten, aber nicht daran glaubten. Sie ordneten ihn sogar den Jinn zu, behauptend, dass der Prophet (Allahs Frieden und Segen seien mit ihm) ein Wahrsager sei, ein Dichter oder Verrückter, beeinflusst von den Jinn. An dieser Stelle sehen wir die Jinn sich über den Qur’an wundernd, stark beeinflusst von seiner Rhetorik und unfähig, ihm zu widerstehen. Wir sehen ihre Fähigkeit, die Wahrheit zu erkennen und sich ihr zu unterwerfen: „so haben wir an ihn geglaubt“. Sie konnten sich nicht von der Wahrheit abwenden, die sie so deutlich erkannt hatten.

 

„und wir werden unserem Herrn niemanden beigesellen.“ (72:2) – Sie befinden sich im vollkommenen Glauben, frei von jedem Element des Polytheismus, der Täuschung oder des Aberglaubens. Dieser Glaube basiert auf dem Verständnis der Wahrheit, präsentiert durch den Qur’an, d. h. die Wahrheit von Gottes absoluter Einheit.“ (Zitat aus „Shade of the Qur’an)

 

Diese Gruppe Jinn wurde gerettet, als sie der Stimme tief im Innern ihrer Herzen antworteten, die sie darüber nachdenken ließ, warum sie den Glauben an das Siegel der Propheten (Allahs Frieden und Segen seien mit ihm) ablehnten, welches entsandt wurde, um die edlen Charaktereigenschaften zu vervollständigen, um die Menschen dazu aufzurufen, die Einheit Allahs zu bestätigen, erhaben ist Er, und um an alle Gesandten und Propheten zu glauben, die vorher kamen. Obwohl diese Stimme manchmal stark wird, wenn die Seele rein und ruhig ist, und zu anderen Zeiten wieder schwach, wenn die Seele sich von den weltlichen Angelegenheiten ablenken lässt, haben sie die Prüfung bestanden und sie verdienen es, dass man ihrer jedes Mal gedenkt, wenn Allah sie im edlen Qur’an erwähnt.

 

Wir haben bereits viele Einzelheiten aus der Welt der Jinn erklärt, wie beispielsweise in den folgenden Fatwas:

 

Das Reich der Jinn: #2340, 13378, 20666
Lesen die Jinn den Qur’an?: #166892
Können die Jinn ihre Gestalt ändern?: #157606
Die Gefährten unter den Jinn: #149459
Gab es Gesandte unter den Jinn?: #140629
Unterschiede zwischen den Jinn und dem Schaytan: #108679
War Iblis der Vater aller Jinn?: #102373
Können wir die Jinn sehen?: #40703
Jeder Mensch hat einen Gefährten von den Jinn: #26226
Sie glaubt, die Jinn würden in ihrem Haus stehlen: #101681
Können wir uns vor den Jinn schützen?: #10513

 

Und Allah weiß es am besten.

 

Islam Q&A

Verlorene und gestohlene Dinge durch Wahrsager finden

Verlorene und gestohlene Dinge durch Wahrsager finden

 

Frage (Nr. 60431):

 

Ich habe ein wichtiges Rechnungsbuch verloren, welches der Firma gehört, und wenn es nicht wieder auftaucht, werde ich viel Ärger bekommen. Ich habe einen Verwandten zu einem religiösen Mann geschickt, um ihn zu fragen, wie ich es finden könnte. Er wies mich an, ein Kind von 11 oder 12 Jahren zu bringen und ihm ein Ei zu geben, auf das etwas in Blau geschrieben stand. Er bedeckte das Kind mit einem Tuch und rezitierte etwas vom Qur’an. Anschließend fragte er das Kind, ob es sehen könne, wer das Buch genommen habe. Das Kind beschrieb uns die Person und nannte auch ihren Namen, den wir gut kennen, das Kind aber nicht.

 

Wie lautet das Urteil darüber?

 

Antwort:

 

Alles Lob gebührt Allah.

 

Erstens:

 

Die authentischen Überlieferungen zeigen, dass es haram ist, zu Wahrsagern zu gehen, ihnen Fragen zu stellen und ihnen zu glauben. Beispielsweise sagte der Prophet (Allahs Frieden und Segen seien mit ihm): „Wer zu einem Wahrsager geht und ihn über etwas befragt, dessen Gebet wird für 40 Tage nicht angenommen.“ (Muslim #2230)

 

Und er (Allahs Frieden und Segen seien mit ihm) sagte: „Wer Geschlechtsverkehr mit einer menstruierenden Frau hat oder mit einer Frau in ihrem hinteren Ausgang oder wer zu einem Wahrsager geht und ihm glaubt, ist ungläubig geworden an das, was Allah Muhammad offenbarte.“ (Ahmad #9779; Abu Dawud #3904; al-Tirmidhi #135; ibn Majah #939; von al-Albani in Sahih ibn Majah als sahih eingestuft)

 

Al-Baghawi (möge Allah ihm barmherzig sein) sagte: „Der Wahrsager ist derjenige, der behauptet, er habe durch gewisse Praktiken Wissen über Dinge, wodurch er gestohlene und verlorene Gegenstände finden könnte etc.“ (angeführt in al-Zawajir `an Iqtirafal-Kaba’ir, 2/178)

 

Scheikh ibn `Uthaymin (möge Allah ihm barmherzig sein) sagte: „Der Wahrsager (al-`Arraaf): Es heißt, dass sich dies auf den Vorhersager (al-Kaahin) bezieht, welcher die Zukunft vorhersagt.

 

Und es heißt, dass das ein allgemeiner Ausdruck ist, welcher Wahrsager, Astrologen, Hellseher und Ähnliche bezeichnet, die behaupten, Wissen über das Verborgene zu besitzen durch ihre Praktiken. Das ist eine allgemeinere Bedeutung und wird unterstützt von der Ableitung des Wortes, welches nämlich von Ma`rifah (Wissen) abstammt. Somit trifft es auf all jene zu, die sich mit solchen Dingen befassen und behaupten, sie hätten Wissen darüber.“ (al-Qaul al-Mufid `ala Kitabal-Tauhid, 2/48)

 

Die Identität des Diebes auf die beschriebene Weise herausfinden zu wollen, ist eine Art der verbotenen Wahrsagerei, da sie den Dienst der Jinn in Anspruch nimmt und man sich auf diese verlässt. Du solltest dich nicht von der Tatsache in die Irre führen lassen, dass der Wahrsager aus dem Qur’an rezitiert, denn das ist nur ein Trick, den diese Anhänger des Irrwegs anwenden.

 

Siehe auch in der Antwort auf Frage #21124 für weitere Informationen über die Erkennungszeichen der Zauberer, Wahrsager und Hellseher.

Zweitens:

 

Einige Gelehrte vertreten die Ansicht, dass derjenige, der behauptet, Wissen über gestohlene Dinge zu besitzen oder der behauptet, dass die Jinn ihn darüber informieren könnten, ein Kaafir ist. Ibn Nujaym (möge Allah ihm barmherzig sein) sagte in Bayan al-Mukaffirat: „Zu einem Wahrsager zu gehen und daran zu glauben, wenn er behauptet, er könne gestohlene Dinge finden und seine Aussagen würden auf dem basieren, was ihm die Jinn mitteilen.“ (al-Bahr al-Ra’iq, 5/130) Und er ist des Kufr schuldig, wenn er sagt, dass seine Aussagen auf dem basieren, was die Jinn ihm mitteilen, denn die Jinn besitzen ebenso wenig wie die Menschen Wissen über das Verborgene, wie Allah sagt (ungefähre Bedeutung): „… Als er dann niederstürzte, wurde den Jinn klar, dass sie, wenn sie das Verborgene gewusst, nicht (weiter) in der schmachvollen Strafe verweilt hätten.“ (34:14). Das wurde in seiner Fußnote zu al-Bahr al-Ra’iq gesagt.

 

Die Angelegenheit, zu einem Wahrsager zu gehen und ihn über etwas zu befragen, unterliegt weiterer Diskussion.

 

Scheikh ibn `Uthaymin (möge Allah ihm barmherzig sein) sagte: „Die Befragung von Wahrsagern und Ähnlichen fällt in verschiedene Kategorien:

 

- Das bloße Stellen einer Frage. Dies ist haram, denn der Prophet (Allahs Frieden und Segen seien mit ihm) sagte: „Wer zu einem Wahrsager geht und ihn über etwas befragt, dessen Gebet wird für 40 Tage nicht angenommen werden.“ Die Tatsache, dass er für seine Frage bestraft wird, zeigt, dass es haram ist. Denn es gibt keine Strafe außer für etwas Verbotenes.

 

- Ihn zu befragen, ihm zu glauben und seine Worte zu akzeptieren. Das ist Kufr, denn ihm hinsichtlich des Verborgenen zu glauben stellt Unglauben an den Qur’an dar, wo Allah sagt (ungefähre Bedeutung): „Sag: Über das Verborgene weiß nicht Bescheid wer in den Himmeln und auf der Erde ist, außer Allah …“ (27:65).

 

- Ihn als Test zu befragen, um herauszufinden, ob er die Wahrheit sagt oder lügt und nicht, um seine Aussagen zu akzeptieren. Daran ist nichts Falsches. Der Prophet (Allahs Frieden und Segen seien mit ihm) befragte ibn Sayyad: „Was verberge ich vor dir?“ Dieser antwortete: „Al-Dukh.“ Er sagte: „Schweig! Du kannst niemals deine Position übersteigen.“ Der Prophet (Allahs Frieden und Segen seien mit ihm) fragte ihn nach etwas, über das er nachdachte, um ihn zu prüfen, und er berichtete ihm davon.

 

- Ihn als Demonstration seiner Unfähigkeit und Lügerei zu befragen und ihn deshalb zu testen. Das kann eine Pflicht oder erforderlich sein.“ (al-Qaul al-Mufid, 2/49)

 

Die Gelehrten des Ständigen Komitees für die Ausgabe von Fatwas wurden gefragt: „Manchmal verlieren wir etwas Gold oder Geld im Haus und wir glauben, dass es gestohlen wurde. Deshalb haben wir jemanden geholt (einen Mukhbir) und ihm davon berichtet. Er hat uns seine Hilfe angeboten. Manchmal erhalten wir so das Verlorene zurück und manchmal nicht. Wie lautet das Urteil darüber, solche Leute aufzusuchen?“

 

Sie antworteten: „Es ist nicht erlaubt, so jemanden aufzusuchen, denn er ist ein Wahrsager und es wurde in authentischen Überlieferungen bestätigt, dass der Prophet (Allahs Frieden und Segen seien mit ihm) es verbot, zu Wahrsagern und ähnlichen Personen zu gehen, ihnen Fragen zu stellen und an sie zu glauben.“ (Fataawa al-Lajnah al-Daa’imah, 1/410)

 

Sie wurden auch gefragt (1/411): „Ihr sagtet in der vorherigen Frage, dass der Besuch eines Mukhbir nicht erlaubt sei, da er ein Wahrsager ist. Ich würde gern darauf hinweisen, dass die Leute, die wir aufsuchen, bekannt sind für ihr Festhalten an den Lehren des Islams. Sie rezitieren nur den Qur’an und aus den Hadith in Bezug auf die Angelegenheiten, die an sie herangetragen werden. Wie lautet das Urteil darüber, sie zu besuchen?“

 

Sie antworteten: „Das bloße Rezitieren aus dem Qur’an und den Hadith zeigt ihnen nicht, wo die gestohlenen Güter sich befinden und es bringt diese auch nicht zurück. Wer zu jemandem geht, der behauptet, er wüsste anhand des Lesens von Qur’an und Ahadith, wo sich verlorene Gegenstände befinden, der geht zu einem Wahrsager und Scharlatan, selbst wenn er sagt, er sei rechtschaffen und religiös. Er kann äußerlich eine Show veranstalten und aus dem Qur’an rezitieren, um andere zu täuschen und in die Irre zu führen, doch tatsächlich ist er ein Wahrsager und Hellseher.“

 
Drittens:

 

Wer zu einem Wahrsager geht und ihn über etwas befragt, muss bei Allah bereuen, seine Tat bedauern und sich fest vornehmen, so etwas nicht noch einmal zu tun. Er sollte niemanden des Diebstahls beschuldigen aufgrund dessen, was der Wahrsager und sein Gehilfe von den Jinn sagen, denn dieser Jinn lügt. Sie können einen Unschuldigen anklagen, um Unheil unter den Muslimen zu verbreiten. Die Reue ist in diesem Fall erforderlich von demjenigen, der zu dem Wahrsager ging und ihn befragte, und auch von demjenigen, der ihm dies nahegelegt hat. Denn beide sind der Sünde verfallen. Siehe auch in der Antwort auf Frage #32863 hinsichtlich der Reue in dieser Angelegenheit.

 

Der Muslim sollte Allah anflehen und sich Ihm bei Problemen und im Falle eines Unglücks zuwenden, denn alle Dinge sind in Seiner Hand, wie Er sagt (ungefähre Bedeutung): „Oder (ist besser) Wer den in einer Notlage Befindlichen erhört, wenn er Ihn anruft, und das Böse hinwegnimmt und euch zu Nachfolgern (auf) der Erde macht? Gibt es denn einen (anderen) Gott neben Allah? Wie wenig ihr bedenkt!“ (27:62).

 

Es ist für einen Muslim überhaupt nicht angemessen, seine Religiosität einem Risiko auszusetzen, nur um etwas wiederzufinden, das er verloren hat. Denn das Wunderbarste, um das der Muslim sich sorgen sollte, ist eben diese Religiosität und er sollte alles tun, um sie zu schützen, da sie mehr wert ist als Geld oder irgendetwas anderes. Unter keinen Umständen sollte es jemals anders sein.

Und Allah weiß es am besten.

 

Islam Q&A

Können die Toten einander in ihren Gräbern besuchen oder sich gegenseitig sehen?

Können die Toten einander in ihren Gräbern besuchen oder sich gegenseitig sehen?

 

Frage (Nr. 20820):

 

Seit einiger Zeit denke ich über die Gegebenheiten des Grabes nach. Ich möchte gern wissen, ob die Toten in ihren Gräbern einander sehen, sich gegenseitig besuchen oder spüren können.

 

Antwort:

 

Alles Lob gebührt Allāh.

 

Es ist bewiesen, dass die Seelen der Gläubigen einander treffen und besuchen. Im Folgenden führen wir einige Ahādīth an, die das belegen, ebenso wie einige Fatwas der Gelehrten zu dieser Angelegenheit.

 

Es wurde von Abu Hurayrah berichtet, dass der Prophet (Allāhs Frieden und Segen seien mit ihm) sagte: „Wenn der Gläubige stirbt, kommen die Engel der Barmherzigkeit mit weißer Seide zu ihm und sagen: `Komm heraus, zufrieden und mit dem Wohlgefallen Allāhs auf dir, zu der Barmherzigkeit Allāhs, zu Duft und zu einem Herrn, Der nicht zornig ist.` So kommt sie heraus wie der schönste Moschusduft. Sie geleiten ihn von einem zum anderen, bis sie ihn zum Tor des Himmels bringen, wo sie sagen: `Wie gut ist dieser Duft, der zu dir von der Erde gekommen ist!` Dann kommen die Seelen der Gläubigen zu ihm und sie freuen sich mehr über ihn als irgendeiner von euch sich freut, wenn ein geliebter Mensch zu ihm zurückkehrt. Er fragt: `Was geschah mit dem So-und-So, was geschah mit dem So-und-So?` Sie sagen: `Lass ihn, denn er war mit den Schwierigkeiten der Welt befasst.` Wenn er fragt: `Kam er nicht hierher?`, so antworten sie: `Er wurde in den Abgrund (der Hölle) geworfen.` Wenn der Kāfir stirbt, kommen die Engel der Strafe zu ihm mit einem Sack und sagen: `Komm unzufrieden und dem Göttlichen Zorn unterworfen heraus zur Strafe Allāhs.` Und so kommt sie heraus wie der fauligste Gestank einer Leiche. Sie bringen ihn zu den Toren der Erde, wo sie sagen: `Wie übel ist dieser Geruch!` Dann bringen sie ihn zu den Seelen der Kuffār.“ (al-Nasā’i #1833; von al-Albāni in al-Silsilah al-Sahīhah #2758 als sahīh eingestuft)

 

Scheikh al-Islam ibn Taymiyah sagte: „Trifft seine Seele die Seelen seiner Familie und Verwandten? Gemäß dem von Abu Ayyūb al-Ansāri und anderen Salaf überlieferten Hadīth sowie bei Abu Hātim in al-Sahīh heißt es vom Propheten (Allāhs Frieden und Segen seien mit ihm): „Wenn seine Seele erhoben wird, trifft sie auf Seelen, die sie über das Leben befragen und sie sagen zueinander: `Lasst sie ruhen.` Und sie sagen: `Was geschah mit So-und-So?` Sie antwortet: `Er hat eine rechtschaffene Tat vollbracht.` Sie fragen: `Was geschah mit So-und-So?` Sie sagt: `Ist er nicht zu euch gekommen?`, was die anderen verneinen. Sie sagen: `Er wurde in den Abgrund geworfen.`“

 

Da die Taten der Lebenden den Toten gezeigt werden, pflegte Abu-l-Darda‘ zu sagen: „Oh Allāh, ich suche Zuflucht bei Dir vor jeder Tat, die mich vor `Abd-Allāh ibn Rawāhah beschämen würde.“

 

Wo die Toten sich aufhalten, hängt von ihrem Rang bei Allāh ab. Der Rang dessen, der zu denen gehört, die Allāh nahe stehen (al-Muqarrabīn – siehe al-Wāqiah, 56:88), wird höher sein als der jener der rechten Hand (siehe al-Wāqiah, 56:90). Wer höher gestellt ist, kann zu demjenigen herabsteigen, der von niedrigerem Rang ist, doch umgekehrt ist das nicht möglich. Deshalb werden sie sich versammeln, wenn Allāh es will, wie sie sich in dieser Welt zu versammeln pflegten, trotz der Differenzen hinsichtlich ihres Status, und sie werden einander besuchen. Das wird geschehen, ob die Plätze, an denen sie in dieser Welt beerdigt wurden, nun weit entfernt voneinander sind oder nah beieinander. Die Seelen können sich treffen, auch wenn ihre Gräber weit auseinander liegen, oder sie können voneinander getrennt werden, auch wenn ihre Gräber nah beieinander sind. Ein Gläubiger kann neben einem Kāfir beerdigt werden, doch die Seele des Ersten wird sich im Paradies befinden, während die Seele des Letzteren in der Hölle ist. Zwei Männer können am selben Platz sitzen oder schlafen, aber das Herz des einen ist gesegnet und das Herz des anderen wird gepeinigt und es besteht keine Verbindung zwischen den beiden. Wie der Prophet (Allāhs Frieden und Segen seien mit ihm) sagte: „Die Seelen sind versammelte Truppen und diejenigen, die miteinander zurechtkommen (im Himmel, von wo sie kommen), waren einander (in dieser Welt) ähnlich, und diejenigen, die einander ablehnen (im Himmel), waren auch (in dieser Welt) verschieden.“ (Muslim #2638; Majmū` al-Fatāwa, 24/368)

 

Ibn al-Qayyim sagte: „Die zweite Angelegenheit befasst sich damit, ob die Seelen der Toten einander treffen, sich besuchen und miteinander kommunizieren.

 

Das ist eine gute Frage und die Antwort lautet, dass es zwei Arten von Seelen gibt: Jene, die bestraft werden, und jene, die gesegnet sind. Die bestraften sind zu sehr mit der Qual beschäftigt, der sie ausgesetzt sind, als dass sie sich besuchen wollten. Die gesegneten Seelen aber sind frei und nicht abgelenkt, sodass sie einander besuchen, sich treffen und miteinander unterhalten über das, was sie in dieser Welt zu tun pflegten und was mit den Menschen dieser Welt geschah. Jede Seele wird also bei ihren Gefährten sein, die ähnliche gute Taten verrichteten. Die Seele unseres Propheten (Allāhs Frieden und Segen seien mit ihm) ist unter den besten Gefährten. Allāh sagt (ungefähre Bedeutung): „Wer Allāh und dem Gesandten (Muhammad) gehorcht, die werden mit denjenigen von den Propheten, den Wahrheitsliebenden (al-Siddīqūn – die den Propheten folgten und als erste an sie glaubten, wie Abu Bakr), den Märtyrern und den Rechtschaffenen zusammensein, denen Allāh Gunst erwiesen hat. Welch gute Gefährten jene sind!“ (4:69).

 

Die Zusammengehörigkeit wird in dieser Welt bestätigt, in al-Barzakh und in der ewigen Bleibe des Lohns (dem Paradies) und ein Mann wird in allen drei Bereiche bei jenen sein, die er liebt. Allāh sagt (ungefähre Bedeutung): „O du Seele (des frommen Gläubigen an den islamischen Monotheismus), die du Ruhe gefunden hast, kehre zu deinem Herrn zufrieden und mit Wohlgefallen zurück. Tritt ein unter Meine Diener, und tritt ein in Meinen (Paradies-) Garten.“ (89:27-30). Das bedeutet, dass sie gemeinsam mit ihnen eintritt und eine von ihnen ist. Das wird zu der Seele zum Zeitpunkt des Todes gesagt. Weiter informiert uns Allāh über die Märtyrer: „… Nein! Vielmehr sind sie lebendig bei ihrem Herrn und werden versorgt.“ (3:169). Sie „sind glückselig über diejenigen, die sich nach ihnen noch nicht angeschlossen haben“ (3:170) und „sie sind glückselig über eine Gunst von Allāh und eine Huld“ (3:171). Das zeigt, dass sie einander auf drei Arten begegnen werden:

 

- Sie sind bei ihrem Herrn und werden versorgt und wenn sie lebendig sind, dann treffen sie einander.

 

- Sie sind glücklich bei der Ankunft ihrer Brüder und über das Treffen mit ihnen.

 

- Das Wort yastabschirūn (als „glückselig sein“ übersetzt) beinhaltet, dass sie die guten Nachrichten untereinander verbreiten.“ (Al-Rūh, S. 17-18)

 

Das sind die Ahādīth, welche zeigen, dass die Toten einander besuchen, und wir sind angewiesen, ihre Tücher deswegen zu verschönern. Doch keiner dieser Ahādīth ist sahīh, wie beispielsweise der von Abu Quatādah, demgemäß der Prophet (Allāhs Frieden und Segen seien mit ihm) sagte: „Wer die Verantwortung übernimmt, die Beerdigung seines Bruders vorzubereiten, der soll dessen Tuch schön machen, denn sie besuchen sich darin gegenseitig.“ (Schu`ab al-Īmān, 7/10; der Isnād beinhaltet Salam ibn Ibrāhīm al-Warrāq, den ibn Mu`īn und al-Dhahabi als Lügner einstuften, ebenso wie andere auch)

 

Und Allāh weiß es am besten.

 

Islam Q&A

Wie kann er ein Amulett loswerden, ohne dass es Schaden verursacht?

 

Wie kann er ein Amulett loswerden, ohne dass es Schaden verursacht?

 

Frage (Nr. 60359):

 

Ein Arbeitskollege meines Vaters hat diesen davon überzeugt, er sei vom bösen Blick betroffen. Er brachte ihm ein Amulett und wies ihn an, es in seine Tasche zu legen, sodass es ihn vor dem bösen Blick beschütze. Danach erhielt er ein Papier, auf dem arabische Buchstaben geschrieben standen und am Ende des Zettels stand: „Allāh ist der Beschützer“ sowie weitere unzusammenhängende Buchstaben, Hokuspokus und Gekritzel. Wir möchten dieses Papier loswerden, da es islamisch nicht erlaubt ist, doch wir wissen nicht, auf welche Art und Weise wir es am besten entfernen können, ohne dass es uns schadet. Bitte ratet uns.

 

Antwort:

 

Alles Lob gebührt Allāh.

 

Der böse Blick ist real, wie der Prophet (Allāhs Frieden und Segen seien mit ihm) uns mitteilte, und man schützt sich davor, indem man die in der Scharī`ah empfohlenen Ruqyah rezitiert sowie die Gebete des Propheten (Allāhs Frieden und Segen seien mit ihm) und nicht, indem man die Amulette oder Talismane der Lügner und Scharlatane trägt. Für weitere Informationen über den bösen Blick und die Möglichkeiten des Schutzes davor, siehe bitte in den Fragen #20954 und #11359.

 

Amulette und Talismane zu tragen, um sich vor dem bösen Blick und vor Zauberei zu schützen, fällt in die Kategorie des verbotenen Tragens von Amuletten. Es wurde von `Uqbah ibn `Āmir al-Juhani (möge Allāh mit ihm zufrieden sein) berichtet, dass einige Leute zum Gesandten Allāhs (Allāhs Frieden und Segen seien mit ihm) kamen und er nahm den Treueid von neun von ihnen an und von einem Mann nicht. Sie sagten: „Oh Gesandter Allāhs, du hast den Treueid von Neun angenommen und nicht von dem Einen.“ Er erwiderte: „Er trägt ein Amulett.“ Da steckte dieser seine Hand in seine Kleidung und zerbrach das Amulett, woraufhin er seinen Treueid annahm und sagte: „Wer ein Amulett trägt, hat Allāh andere beigesellt (Schirk).“ (Ahmad #16781; von al-Albāni in al-Silsilah al-Sahīhah #492 als sahīh eingestuft)

 

Ahmad (#17440) berichtete auch, dass `Uqbah ibn `Āmir (möge Allāh mit ihm  zufrieden sein) sagte: „Ich hörte den Gesandten  Allāhs (Allāhs Frieden und Segen seien mit ihm) sagen: `Wer ein Amulett trägt, dem wird Allāh nie seinen Wunsch erfüllt, und wer eine Muschel trägt, den wird Allāh nie vor dem beschützen, was er fürchtet.“ (von al-Arna`ūt in seinem Kommentar zu al-Musnad als hasan eingestuft)

 

Muscheln wurden getragen, um den bösen Blick abzuwenden.

 

Al-Khattābi (möge Allāh ihm barmherzig sein) sagte: „Amulette waren Dinge, die benutzt wurden in dem Glauben, sie könnten Unglück abwenden.“

 

Al-Baghawi (möge Allāh ihm barmherzig sein) sagte: „Die Araber pflegten ihren Kindern Amulette anzulegen, um sie vor dem bösen Blick zu schützen, so behaupteten sie es zumindest. Das wurde durch die Scharī`ah für ungültig erklärt.“ (al-Ta`rīfāt al-I`tiqādiyyah, S. 121)

 

Die korrekte Gelehrtenmeinung ist die, dass Amulette verboten sind, auch wenn sie Worte des Qur’āns enthalten. Siehe in der Frage #10543. Solche, die unbekannte Buchstaben und Worte enthalten, unterliegen keiner Meinungsverschiedenheit: Sie sind harām und es gibt keine Garantie, dass sie nicht Bestandteil eines Zaubers sind oder durch sie die Hilfe der Jinn erfleht wird.

 

Um Amulette und Zauberei loszuwerden, wenn man sie entdeckt hat, muss man die Knoten lösen – falls sie aus Knoten bestehen –, die Teile voneinander trennen und sie anschließend durch Verbrennen oder etwas Ähnliches zerstören, denn es wurde von Zayd ibn Arqam (möge Allāh mit ihm zufrieden sein) berichtet: „Ein jüdischer Mann pflegte beim Propheten (Allāhs Frieden und Segen seien mit ihm) einzutreten, welcher ihm vertraute. Er band einige Knoten und platzierte sie in einem Brunnen, der einem Mann von den Ansār gehörte. Darunter litt der Prophet (Allāhs Frieden und Segen seien mit ihm) einige Tage – entsprechend dem Hadīth von `Ā’ischah für sechs Monate –, dann kamen zwei Engel zu ihm. Einer von ihnen saß an seinem Kopfende und der andere zu seinen Füßen. Der eine fragte den anderen: „Weißt du, woran er leidet?“ Dieser antwortete: „Der So-und-So kam zu ihm, band einige Knoten für ihn und warf sie in den Brunnen des So-und-So, dem Ansāri. Er sollte jemanden dorthin schicken und das Bündel herausholen lassen. Dieser wird sehen, dass das Wasser gelb geworden ist.“ Danach kam Jibrīl zu ihm, überbrachte die Offenbarung von al-Mi`wadhatayn und informierte ihn darüber, dass ein jüdischer Mann ihn verzaubert hatte und dass das verwendete Material im Brunnen des So-und-So war. Daraufhin entsandte er einen Mann – entsprechend einem anderen Isnād sandte er `Ali (möge Allāh mit ihm zufrieden sein) –, der das Wasser gelb verfärbt vorfand. Er nahm das Bündel und brachte es zum Propheten (Allāhs Frieden und Segen seien mit ihm), der ihn anwies, die Knoten zu lösen und einen Vers des Qur’āns zu rezitieren. So begann er mit der Rezitation und löste die Knoten und jedes Mal, wenn ein Knoten gelöst war, fühlte der Prophet (Allāhs Frieden und Segen seien mit ihm) sich ein wenig besser, bis er vollständig geheilt war.“ (al-Albāni in al-Silsilah al-Sahīhah, 6/615; al-Hākim, 4/460; al-Nasā’i, 2/172; Ahmad, 4/367; al-Tabarāni)

 

Scheikh ibn Bāz (möge Allāh ihm barmherzig sein) sagte: „Man muss sich bemühen herauszufinden, was der Zauberer getan hat. Wenn er etwas Haar z. B. an einen bestimmten Platz gelegt hat, auf einen Kamm oder so, und es bekannt ist, dass er es dort platziert hat, dann sollte es genommen und verbrannt oder anders zerstört werden. So werden die Auswirkungen aufgehoben und was der Zauberer erreichen wollte, wird annulliert.“ (Majmū` Fatāwa wa Maqālāt al-Scheikh ibn Bāz, 8/144)

 

Beseitigt deshalb das Papier, welches sich bei deinem Vater befindet, zerreißt und verbrennt es und erinnere ihn daran, bei Allāh zu bereuen, dass er ein Amulett getragen hat.

 

Und Allāh weiß es am besten.

 

Islam Q&A

Können Lobpreisung und Dankbarkeit für Allāh begleitet werden von der Dankbarkeit den Eltern gegenüber?

Können Lobpreisung und Dankbarkeit für Allāh begleitet werden von der Dankbarkeit den Eltern gegenüber?

 

Frage (Nr. 89945):

 

Ist es erlaubt zu sagen: Alles Lob und Dank gebühren Allāh und Dank sei meinen Eltern? Dies in Übereinstimmung mit Allāhs Vers: „Sei Mir und deinen Eltern dankbar. Zu Mir ist der Ausgang.“ (31:14)

 

Antwort:

 

Alles Lob gebührt Allāh.

 

Das Ehren der Eltern ist eines der besten Mittel, um sich Allāh anzunähern, und es ist einer der schönsten Handlungen des Gehorsams. Außerdem ist es ein wichtiges Recht, welches durch die islamische Scharī`ah verliehen wird und das bis zu dem Ausmaß, dass Allāh den Gehorsam den Eltern gegenüber nach dem Gehorsam Ihm gegenüber erwähnte sowie ihre Rechte gemeinsam mit Seinen Rechten, an mehr als einer Stelle.

 

Allāh sagt (ungefähre Bedeutung): „Und Wir haben dem Menschen seine Eltern anbefohlen (zu ihnen gut und gehorsam zu sein) – seine Mutter hat ihn unter wiederholter Schwäche getragen, und seine Entwöhnung (erfolgt) innerhalb von zwei Jahren -: `Sei Mir und deinen Eltern dankbar. Zu Mir ist der Ausgang.`“ (31:14).

 

Al-Qurtubi (möge Allāh ihm barmherzig sein) sagte in seinem Tafsīr (5/171): „Die Gelehrten sagten: Jene, die nach dem Schöpfer am meisten Dankbarkeit, Freundlichkeit, Ehrerbietung und Gehorsam verdienen, sind diejenigen, für die Allāh Freundlichkeit erwähnt neben Gottesdienst, Gehorsam und Dankbarkeit Ihm gegenüber, nämlich die Eltern. Allāh sagt (ungefähre Bedeutung): „Sei Mir und deinen Eltern dankbar.“ (31:14).”

 

Es wurde überliefert, dass `Abd-Allāh ibn `Amr ibn al-`Ās sagte: Der Gesandte Allāhs (Allāhs Frieden und Segen seien mit ihm) sagte: „Der Herr ist zufrieden, wenn die Eltern zufrieden sind, und Er ist zornig, wenn die Eltern zornig sind.“ Al-Albāni sagte: „Er ist hasan li ghayrihi (hasan ohne unterstützende Beweise).“

 

Die Dankbarkeit gegenüber den Eltern deutlich auszudrücken und ihren Vorzug zu bestätigen, ist zweifellos in der Bedeutung des Verses mit enthalten, doch er sollte nicht ausschließlich in dieser Bedeutung verstanden werden. Vielmehr ist der Ausdruck des Dankes in weitaus allgemeinerer Weise auszulegen: Der Mensch muss die Rechte, die sein Herr über ihn hat, in seinem Herzen und seinen Worten ebenso erfüllen wie in seinen körperlichen Taten, und er muss die Rechte seiner Eltern über ihn auf ähnliche Weise achten.

 

Ibn al-Qayyim (möge Allāh ihm barmherzig sein) sagte in Madārij al-Sālikīn (2/244-246): „Dankbarkeit basiert auf fünf Säulen:

 

Demut des Dankbaren gegenüber Demjenigen, Dem er dankbar ist, seine Liebe Ihm gegenüber, sein Bestätigen Seines Segens, sein Lobpreis für Ihn dafür und dass er es nicht für etwas einsetzt, das Er verabscheut.

 

Dies sind die fünf Säulen der Dankbarkeit, auf denen sie errichtet ist. Wenn eine davon fehlt, fehlt eine der Säulen der Dankbarkeit. Wer von den Gelehrten von Dankbarkeit als unabhängige Qualität spricht, muss sich auf diese fünf Säulen beziehen.

 

Dankbarkeit im Herzen zeigt sich durch Demut, Dankbarkeit der Zunge durch Lobpreis und Bestätigung und die Dankbarkeit der Taten zeigt sich durch Gehorsam und Unterwerfung.“

 

In seinem Kommentar zu diesem Vers sagte Scheikh al-Sa`di (möge Allāh ihm barmherzig sein): „Als Er es zur Pflicht machte, Seine Rechte zu erfüllen, indem der Schirk aufgegeben und der Tauhīd begründet wurde, machte Er es ebenfalls zur Pflicht, die Rechte der Eltern zu erfüllen: „Und Wir haben dem Menschen … anbefohlen“, was heißt: Wir haben ihm befohlen und es ihm zu einer Pflicht gemacht und Wir werden ihn über die Erfüllung dieser Pflicht befragen, ob er es tat oder nicht. Und Wir sagten ihm: „Sei Mir … dankbar“, indem du Mir dienst und deine Pflichten Mir gegenüber erfüllst und nicht die Hilfe im Ungehorsam Mir gegenüber erstrebst, und: „Sei … deinen Eltern dankbar“, indem du sie freundlich behandelst, sanft mit ihnen sprichst, nett zu ihnen bist, dich demütig ihnen gegenüber verhältst, sie ehrst, respektierst, dich um sie sorgst und es vermeidest, sie auf irgendeine Art falsch zu behandeln, sei es durch Wort oder Tat.

 

Wir haben dem Menschen dies auferlegt und ihn darüber informiert, dass: „Zu Mir ist der Ausgang“, was heißt: Du wirst zu dem Einen zurückkehren, oh Mensch, Der dir dies zur Pflicht machte und Der diese Pflichten für dich bestimmte, und Er wird dich fragen, ob du sie erfüllt hast. Hast du es, dann wird Er dich großartig belohnen, doch wenn du versagt hast, dann wirst du hart bestraft.“ (al-Tafsīr, 648)

 

Es ist nichts Falsches daran, den Dank Allāh gegenüber vom Dank gegenüber den Eltern begleiten zu lassen und beides miteinander zu verbinden. Doch sollte man es nicht immer machen, als ob es ein Dhikr wäre, welches vom Propheten (Allāhs Frieden und Segen seien mit ihm) berichtet wurde, denn eine solche Überlieferung gibt es nicht.

 

Siehe bitte auch in den Antworten auf die Fragen #13783, 22782 und 35533.

 

Und Allāh weiß es am besten.

 

Islam Q&A

Gibt es irgendeinen Vorzug oder eine Besonderheit bei der Person, die durch Zauberei stirbt?

 

Gibt es irgendeinen Vorzug oder eine Besonderheit bei der Person, die durch Zauberei stirbt?

 

Frage (Nr. 60160):

 

Ich habe einen Arbeitskollegen, dessen Großmutter infolge von Zauberei verstarb, nachdem sie drei Jahre lang verhext wurde. Man hat versucht, sie zu behandeln, doch ohne Erfolg. Mein Kollege fragt mich nun, ob ihr Tod normal ist oder ob es irgendeinen Vorzug gibt oder etwas, wodurch sie sich von jemandem unterscheidet, der auf normale Art und Weise verstorben ist.

 

Antwort:

 

Alles Lob gebührt Allāh.

 

Nachdem wir uns mit dieser Angelegenheit auseinandergesetzt haben, müssen wir sagen, dass wir keinen Beleg oder Bericht finden konnten, der einen speziellen Vorzug für denjenigen beweist, der infolge von Zauberei verstarb, außer dass er den Lohn der Geduldigen erhält, wenn er sein Unglück mit Geduld erträgt. Und dies ist ein gewaltiger Lohn, denn Allāh sagt (ungefähre Bedeutung):

 

„… Gewiss, den Standhaften wird ihr Lohn ohne Berechnung in vollem Maß zukommen.“ (39:10)

 

„Und Wir werden euch ganz gewiss mit ein wenig Furcht und Hunger und Mangel an Besitz, Seelen und Früchten prüfen. Doch verkünde frohe Botschaft den Standhaften (al-Sabirūn), die, wenn sie ein Unglück trifft, sagen: „Wir gehören Allāh, und zu Ihm kehren wir zurück.“ Sie sind es, denen Segnungen (Salawāt, d. h. sie sind gesegnet und ihnen wird vergeben) von ihrem Herrn und Erbarmen zuteilwerden, und sie sind die Rechtgeleiteten.“ (2:155-157).

 

Der Prophet (Allāhs Frieden und Segen seien mit ihm) sagte: „Der gewaltige Lohn kommt mit der gewaltigen Prüfung. Wenn Allāh ein Volk liebt, dann prüft Er es. Wer das akzeptiert, der wird Sein Wohlgefallen ernten, und wer damit unzufrieden ist, der wird Seinen Zorn ernten.“ (al-Tirmidhi #2396; ibn Mājah #4031; von al-Albāni in Sahīh al-Tirmidhi als sahīh eingestuft)

 

Und er (Allāhs Frieden und Segen seien mit ihm) sagte: „Der gläubige Mann und die gläubige Frau werden solange vom Unglück befallen hinsichtlich ihrer selbst, ihrer Kinder und ihres Vermögens, bis sie Allāh treffen und keine Sünde mehr auf sich lasten haben.“ (al-Tirmidhi #2399; von al-Albāni in Sahīh al-Tirmidhi als sahīh eingestuft)

 

Al-Bukhāri #5653 und Muslim #2576 berichteten, dass `Ata‘ ibn Abi Rabāh sagte: „Ibn `Abbās sagte zu mir: `Soll ich dir eine Frau von den Leuten des Paradieses zeigen?` Ich antwortete mit Ja und er sagte: `Diese schwarze Frau kam zum Propheten (Allāhs Frieden und Segen seien mit ihm) und sagte: `Ich leide an Epilepsie und werde dabei entblößt. Bitte Allāh für mich.` Er erwiderte: `Wenn du möchtest, dann ertrage es mit Geduld und das Paradies wird deins sein, und wenn du möchtest, dann werde ich Allāh bitten, dich zu heilen.` Sie sagte: `Ich werde geduldig sein.` Dann sagte sie: `Ich werde aber entblößt. So bitte Allāh für mich, dass ich nicht entblößt werde.` Und so tat er es.`“

 

Es sollte angemerkt werden, dass Zauberei real ist, und sie kann das Opfer krank machen und es sogar töten.

 

Scheikh ibn `Uthaymīn (möge Allāh ihm barmherzig sein) sagte: „In der Scharī`ah wird die Zauberei in zwei Arten unterteilt:

 

  1. Zaubersprüche und Beschwörungen, d. h. Formeln und undeutliche Worte, durch die der Zauberer die Satane dazu benutzen kann, das zu tun, was er will, um seinem Opfer zu schaden. Doch Allāh sagt (ungefähre Bedeutung): „Doch können sie damit niemandem schaden, außer mit Allāhs Erlaubnis.“ (2:102).
  2. Medizin und Heiltränke, die den Körper, Geist, die Entscheidungskraft und Neigungen des Opfers beeinflussen, sodass es sich von einer Person ab- oder einer anderen zuwendet.

 

So können sie einen Mann dazu bringen, sich seiner Ehefrau oder einer anderen Frau zuzuwenden, und er wird wie ein dummes Tier, welches die Frau dirigieren kann, wie auch immer sie möchte. Oder sie lassen das Gegenteil geschehen.

 

Sie können das Opfer auch physisch beeinträchtigen und es Stück für Stück schwächen, bis es stirbt. Oder sie können es sich Dinge einbilden lassen, die tatsächlich anders sind.

 

Ihr Einfluss auf den Verstand des Opfers kann sogar so weit gehen, dass es geisteskrank wird, Allāh bewahre.“ (Scharh Kitāb al-Tauhīd, 2/5)

 

Das Opfer kann den Lohn eines Märtyrers erlangen, wenn die Zauberkraft bei ihm eine Magenkrankheit verursacht, die Pest oder Rippenfellentzündung oder im Falle einer Frau, wenn sie während der Schwangerschaft stirbt. Ahmad (23804), Abu Dawūd (3111) und al-Nasā’i (1846) berichteten, dass der Prophet (Allāhs Frieden und Segen seien mit ihm) sagte: „Was glaubt ihr, ist das Märtyrertum?“ Sie antworteten: „Um Allāhs Willen getötet zu werden.“ Der Gesandte Allāhs (Allāhs Frieden und Segen seien mit ihm) sagte: „Das Märtyrertum besteht aus sieben Dingen neben dem Tod um Allāhs Willen: Wer an der Pest stirbt, ist ein Märtyrer, wer durch Ertrinken stirbt, ist ein Märtyrer, wer an einer Rippenfellentzündung stirbt, ist ein Märtyrer, wer an einer Magenkrankheit stirbt, ist ein Märtyrer, wer verbrannt wird, ist ein Märtyrer, wer unter einer einstürzenden Mauer oder Gebäude stirbt, ist ein Märtyrer, und die Frau, die während der Schwangerschaft stirbt, ist eine Märtyrerin.“ (von al-Albāni in Sahīh Abi Dawūd als sahīh klassifiziert)

 

Es heißt in `Aun al-Ma`būd: „… `wer durch Ertrinken stirbt` – wenn seine Reise für einen erlaubten Zweck stattfand. `Wer an einer Rippenfellentzündung stirbt` – bezieht sich auf ein Geschwür oder einen Abszess, den der Mensch an seiner Seite hat, den sie öffnen und der Schmerz lässt zum Zeitpunkt des Todes nach. Seine Anzeichen sind Schmerzen unter den Rippen und Schwierigkeiten, begleitet von Fieber und Husten. `Wer an einer Magenkrankheit stirbt` – dies bezieht sich auf Diarrhöe oder Wassersucht oder Schmerzen im Magen. … ` die Frau, die während der Schwangerschaft stirbt` – al-Khattābi sagte dazu: Dies bedeutet, wenn sie mit einem Kind in ihrem Bauch stirbt.“

 

Und Allāh weiß es am besten.

 

Islam Q&A

Wie man Zauberei loswird, nachdem man den Beweis dafür gefunden hat

 

Wie man Zauberei loswird, nachdem man den Beweis dafür gefunden hat

 

Frage (Nr. 60137):

 

Wir haben ein Hausmädchen und nun, nach sieben Monaten, haben wir Haare im Badezimmer gefunden, nachdem das Mädchen den Raum verlassen hatte. Die Haare waren auf unnatürlich Art und Weise zusammengebunden, viermal gewickelt mit einem Faden. Das Haar gehört zu keiner Person der Familie. Wir haben daraufhin ihre Handtasche durchsucht und mehrere Bündel desselben Haares gefunden, jedes davon viermal aufgewickelt mit einem Faden. Was sollen wir mit den Haaren tun? Sie gehören auch nicht zu unserem Hausmädchen.

 

Antwort:

 

Alles Lob gebührt Allāh.

 

Haare aufzuwickeln und mit einem Faden zusammenzubinden ist eine der Methoden der Zauberer. Sie schnüren diese Bündel und blasen darauf, verlogene Beschwörungen rezitierend. Wer so etwas findet, sollte die Knoten lösen und die Bündel zerpflücken, wobei er al-Mu`auwidhāt (Sūren aus dem Qur’ān, durch die Zuflucht bei Allāh gesucht wird) rezitiert. Anschließend sollten diese Utensilien zerstört werden, beispielsweise indem man sie verbrennt. Zayd ibn Arqam (möge Allāh mit ihm zufrieden sein) berichtete: „Ein jüdischer Mann pflegte beim Propheten (Allāhs Frieden und Segen seien mit ihm) einzutreten, der ihm vertraute. Er band einige Knoten und platzierte sie in einem Brunnen, der einem Mann von den Ansār gehörte. Deswegen litt er einige Tage – oder, entsprechend einem Hadīth von `Ā’ischah, für sechs Monate –, dann kamen zwei Engel zu ihm. Einer saß an seinem Kopf und der andere zu seinen Füßen. Einer von ihnen fragte: `Weißt du, was ihn plagt?` Der andere antwortete: `So-und-So, der bei ihm einzutreten pflegte, band einige Knoten für ihn und warf sie in den Brunnen von So-und-So, dem Ansāri. Er sollte einen Mann schicken, der das Bündel herausholt, und er wird Wasser finden, das sich gelb verfärbt hat.` Danach kam Jibrīl zu ihm, überbrachte die Offenbarung von al-Mi`wadhatayn und informierte ihn darüber, dass der jüdische Mann ihn verzaubert hatte und dass die verwendeten Materialien in dem Brunnen von So-und-So waren. So schickte er einen Mann – gemäß einer anderen Überlieferung entsandte er `Ali (möge Allāh mit ihm zufrieden sein) –, der tatsächlich sah, dass das Wasser gelb geworden war. Er nahm das Bündel heraus und brachte es zu ihm, der ihn anwies, es aufzulösen und einen Vers aus dem Qur’ān zu rezitieren. Er begann mit der Rezitation und löste den Knoten und jedes Mal, wenn er einen Knoten löste, fühlte er sich ein wenig besser, bis er vollständig genesen war.“ (al-Albāni in al-Silsilah al-Sahīhah, 6/615; al-Hākim, 4/460; al-Nasā’i, 2/172; Ahmad, 4/367; al-Tabarāni)

 

Scheikh ibn Bāz (möge Allāh ihm barmherzig sein) sagte: „Eines der effektivsten Heilmittel für Zauberei ist die Suche nach dem Material, welches irgendwo platziert wurde, sei es auf dem Boden, in den Bergen etc. Schafft man es, das herauszufinden, dann kann es genommen und zerstört werden, wodurch der Zauber gebrochen wird.“ (Majmū` Fatāwa wa Maqālāt al-Scheikh ibn Bāz, 3/280)

 

Er sagte auch: „Es sollten Anstrengungen unternommen werden herauszufinden, was der Zauberer tat. Hat er beispielsweise etwas Haar an einem bestimmten Platz abgelegt oder in einem Kamm platziert, dann sollte es herausgenommen und verbrannt oder anders zerstört werden, wenn bekannt ist, dass er es dorthin legte. Dadurch werden dessen Auswirkungen aufgehoben und was der Zauberer wollte, wird annulliert.“ (Majmū` Fatāwa wa Maqālāt al-Scheikh ibn Bāz, 8/144)

 

Du solltest dich vor diesem Hausmädchen hüten und sie in ihr Heimatland zurückzuschicken versuchen. Die Angehörigen des Haushalts sollten sich auch schützen, indem sie die in der Scharī`ah empfohlenen Dhikr rezitieren, wie z. B. am Morgen und am Abend, vor dem Schlafengehen, beim Betreten und Verlassen des Hauses sowie beim Essen und Trinken.

 

Es gibt Mittel, um sich vor den Gefahren der Zauberei zu schützen, bevor sie ausgeübt wird und zu den wichtigsten und nützlichsten gehört die Rezitation von Dhikr, Du`ā‘ und Gebeten, wie sie in der Scharī`ah empfohlen werden, wie z. B. Āyatu-l-Kursiy nach jedem Pflichtgebet, nach den Dhikr, die sich an den Salām anschließen sollten. Diese Āyah kann auch vor dem Schlafengehen rezitiert werden. Sie ist der gewaltigste Vers des heiligen Qur’ān, in der Allāh sagt (ungefähre Bedeutung): „Allāh – es gibt keinen Gott außer Ihm, dem Lebendigen und Beständigen. Ihn überkommt weder Schlummer noch Schlaf. Ihm gehört (alles), was in den Himmeln und was auf der Erde ist. Wer ist es denn, der bei Ihm Fürsprache einlegen könnte – außer mit Seiner Erlaubnis? Er weiß, was vor ihnen und was hinter ihnen liegt, sie aber umfassen nichts von Seinem Wissen – außer, was Er will. Sein Thronschemel umfasst die Himmel und die Erde, und ihre Behütung beschwert Ihn nicht. Er ist der Erhabene und Allgewaltige.“ (2:255).

 

Ebenso können die letzten drei Sūren des Qur’ān nach jedem Pflichtgebet rezitiert werden (Qul Huwa Allāhu ahad, Qul a`ūdhu bi Rabbi-l-Falaq, Qul a`ūdhu bi Rabbi-l-Nās) und je dreimal zu Beginn des Tages, nach dem Fajr-Gebet, und zu Beginn der Nacht, nach Maghrib.

 

Ein weiteres Dhikr besteht aus den letzten zwei Versen der Sūrah al-Baqarah zu Beginn der Nacht. In diesen Versen sagt Allāh (ungefähre Bedeutung): „Der Gesandte (Allāhs) glaubt an das, was zu ihm von seinem Herrn (als Offenbarung) herabgesandt worden ist, und ebenso die Gläubigen; alle glauben an Allāh, Seine Engel, Seine Bücher und Seine Gesandten – Wir machen keinen Unterschied bei jemandem von Seinen Gesandten. Und sie sagen: `Wir hören und gehorchen. (Gewähre uns) Deine Vergebung, unser Herr! Und zu Dir ist der Ausgang.` Allāh erlegt keiner Seele mehr auf, als sie zu leisten vermag. Ihr kommt (nur) zu, was sie verdient hat, und angelastet wird ihr (nur), was sie verdient hat. `Unser Herr, belange uns nicht, wenn wir (etwas) vergessen oder einen Fehler begehen. Unser Herr, lege uns keine Bürde auf, wie Du sie denjenigen vor uns (den Juden und Christen) auferlegt hast. Unser Herr, bürde uns nichts auf, wozu wir keine Kraft haben. Verzeihe uns, vergib uns und erbarme Dich unser! Du bist unser Schutzherr. So verhilf uns zum Sieg über das ungläubige Volk!`“ (2:285-286).

 

Es wurde in einem authentischen Bericht überliefert, dass der Gesandte Allāhs (Allāhs Frieden und Segen seien mit ihm) sagte: „Wer in der Nacht Āyatu-l-Kursiy rezitiert, wird Beschützer von Allāh erhalten und kein Teufel wird sich ihm nähern, bis der Morgen anbricht.“ Weiterhin wurde in einem authentischen Bericht überliefert, dass er (Allāhs Frieden und Segen seien mit ihm) sagte: „Wer die letzten zwei Verse der Sūrah al-Baqarah in der Nacht rezitiert, dem wird es genügen.“ Die Bedeutung – und Allāh weiß es am besten – ist, dass es ihm gegen jedes Übel genügen wird.

 

Du solltest außerdem immer wieder Bittgebete rezitieren, durch die du bei den „perfekten Worten Allāhs Zuflucht suchst vor dem Übel, welches Er erschuf“ und das nachts und tags, beim Halten an irgendeinem Ort einer Stadt oder in der Wüste, in der Luft oder auf der See, denn der Prophet (Allāhs Frieden und Segen seien mit ihm) sagte: „Wer eine Rast einlegt und sagt: A’ūdhu bi Kalimāt Allāhi-l-tāmmati min Scharri ma khalaq (Ich suche Zuflucht bei den perfekten Worten Allāhs vor dem Übel, welches Er erschuf), dem wird nichts schaden, bis er den Ort verlässt.“

 

Zu Beginn des Tages und zu Beginn der Nacht sollte der Muslim dreimal sagen: „Bismillāhi lā yadurru ma’a Ismihi Schay’un fi-l-Ard wa la fi-l-Sama’ wa Huwa al-Samī’u-l-‘Alīm (Im Namen Allāhs, mit Dessen Namen nichts auf der Erde und im Himmel schaden kann und Er ist der Allhörende, Allwissende)“, denn es wurde in einem authentischen Bericht überliefert, dass der Gesandte Allāhs (Allāhs Frieden und Segen seien mit ihm) dazu geraten hat und dass es ein Mittel ist, um sich vor dem Schaytān zu schützen.

 

Diese Dhikr und Gebete um Schutz gehören zu den gewaltigsten Mitteln, um sich vor dem Übel der Zauberei und auch vor anderen Übeln zu schützen, für denjenigen, der sie regelmäßig und mit Aufrichtigkeit, Glauben und Vertrauen in Allāh rezitiert, auf Ihn angewiesen seiend und den Verstand und das Herz offen haltend für das, was der Beweis darlegt. Sie gehören auch zu den stärksten Waffen bei der Entfernung von Auswirkungen der Zauberei, wenn diese bereits durchgeführt wurde. Zusätzlich dazu sollte man Allāh häufig anflehen und Ihn bitten, das Leid zu beseitigen.

 

Ein weiteres Bittgebet wurde vom Propheten (Allāhs Frieden und Segen seien mit ihm) überliefert, um durch Zauberei verursachte Krankheit zu behandeln und weitere Dinge. Der Prophet (Allāhs Frieden und Segen seien mit ihm) pflegte es als Ruqyah für seine Gefährten anzuwenden: „Allāhumma Rabb al-Nās, adhhib al-Ba’s wa’schfi, anta al-Schāfiy, lā Schifā’a illa Schifā’uka, Schifā’an lā yughādiru saqaman“ (Oh Allāh, Herr der Menschen, entferne das Übel und gewähre Heilung, denn Du bist der Heiler. Es gibt keine Heilung außer Deiner Heilung, welche keine Krankheit zurücklässt). Das sollte dreimal rezitiert werden.

 

Auch gibt es die Ruqyah, mit der Jibrīl (Friede sei mit ihm) den Propheten (Allāhs Frieden und Segen seien mit ihm) behandelte: „Bismillāh urqīk, min kulli Schay’in yu’dheek, wa min Scharri kulli Nafsin au ‘Aynin hāsidin Allāh yuschfīk, bismillāh urqīk“ (Im Namen Allāhs vollziehe ich die Ruqyah für dich von allem, was dir schadet, vor dem Übel jeder Seele oder dem neidischen Blick. Möge Allāh dich heilen, im Namen Allāhs vollziehe ich die Ruqyah für dich). Das sollte ebenfalls dreimal wiederholt werden.“ (Majmū` Fatāwa al-Scheikh ibn Bāz, 3/277-279)

 

Und Allāh weiß es am besten.

 

Islam Q&A

 

Allāh vertrauen und Vorkehrungen treffen

 

Allāh vertrauen und Vorkehrungen treffen

 

Frage (Nr. 130499):

 

Es gab eine Diskussion über das Vertrauen in Allāh (Tawakkul) und das Treffen von Vorkehrungen. Das Vertrauen einiger der Rechtschaffenen ist wie das von Maryam, zu der die Früchte des Sommer im Winter kamen und andersherum, ohne dass sie dafür Maßnahmen ergriff. Vielmehr konzentrierte sie sich vollkommen auf den Gottesdienst. Bitte ratet uns, möge Allāh euch segnen.

 

Antwort:

 

Alles Lob gebührt Allāh.

 

Zwei Dinge gehören zum Vertrauen in Allāh:

 

- Von Allāh abhängig sein und daran zu glauben, dass Er der Eine ist, Der Maßnahmen überhaupt erst effektiv werden lässt. Seine Bestimmung trifft ein und Er hat alle Dinge bestimmt, erhaben ist Er und gepriesen.

 

- Angemessene Maßnahmen ergreifen, denn das Vertrauen auf Allāh bedeutet nicht, dass man dies unterlassen muss. Vielmehr sind das Ergreifen der angemessenen Maßnahmen sowie das Bemühen Bestandteil des Vertrauens in Allāh. Wer sich dessen enthält, hat den Gesetzen und der Bestimmung Allāhs zuwidergehandelt. Allāh hat uns befohlen, angemessene Maßnahmen zu ergreifen und Er ermutigt uns dazu. Auch befahl Er Seinem Gesandten (Allāhs Frieden und Segen seien mit ihm), so zu handeln.

 

Deshalb ist es dem Gläubigen nicht gestattet, das Ergreifen von Maßnahmen zu unterlassen. Tatsächlich legt er sein Vertrauen nicht wirklich in Allāh, solange er keine angemessenen Vorkehrungen trifft. So ist es beispielsweise empfohlen zu heiraten, um ein Kind zu bekommen und es ist vorgeschrieben, Geschlechtsverkehr zu haben. Wenn jemand sagen würde: Ich werde nicht heiraten und ich werde warten, bis ich ohne Heirat ein Kind bekomme, dann würde er als geisteskrank tituliert werden, denn das ist nicht die Art derjenigen, die intelligent sind und rational denken. Ähnlich sollte er nicht in seinem Haus oder in der Moschee sitzen, um Almosen bitten und darauf warten, dass die Versorgung zu ihm kommt. Vielmehr sollte er sich hart bemühen und arbeiten, um eine erlaubte Versorgung zu erhalten.

 

Maryam (möge Allāh ihr barmherzig sein) verzichtete nicht darauf, Maßnahmen zu ergreifen. Allāh sagte (ungefähre Bedeutung): „Und schüttle zu dir den Palmenstamm, so lässt er frische, reife Datteln auf dich herabfallen.“ (19:25). So schüttelte sie den Palmstamm und ergriff die angemessenen Maßnahmen, bis die Datteln herabfielen. Ihre Handlung steht nicht im Gegensatz zum Ergreifen der Maßnahmen und der Tatsache, dass sie bei sich Versorgung vorfand. Allāh ehrte sie und gab ihr Versorgung, was nicht belegt, dass sie sich angemessener Maßnahmen enthielt. Vielmehr gab sie sich der Anbetung hin und ergriff Vorkehrungen.

 

Wenn Allāh einigen Seiner engen Freunde Wunder (Karāmāt) gewährt, dann geschieht dies durch Seine Gnade und Großzügigkeit, was aber nicht zeigt, dass wir das Ergreifen von Maßnahmen unterlassen sollten. Es ist belegt, dass der Prophet (Allāhs Frieden und Segen seien mit ihm) sagte: „Bemüht euch um das, was euch nutzt, und strebt nach der Hilfe Allāhs und seid nicht hilflos.“ (Muslim #2664) Und Allāh, erhaben ist Er und gepriesen, sagt (ungefähre Bedeutung): „Dir allein dienen wir, und zu Dir allein flehen wir um Hilfe (für alles).“ (1:5).

 

Scheikh ‘Abd al-‘Azīz ibn Bāz (möge Allāh ihm barmherzig sein)

Fatāwa Noor ‘ala ad-Darb, 1/364

Ist das Bittgebet „Oh Allāh, zeige uns einen schlechten Tag für sie“ eine Verunglimpfung der Zeit?

Ist das Bittgebet „Oh Allāh, zeige uns einen schlechten Tag für sie“ eine Verunglimpfung der Zeit?

 

Frage (Nr. 143212):

 

Ist das Bittgebet „Oh Allāh, zeige uns einen schlechten Tag für sie“ eine Verunglimpfung der Zeit?

 

Antwort:

 

Alles Lob gebührt Allāh.

 

Erstens:

 

Dieses Bittgebet wurde in keinem Bericht überliefert und wir konnten es in keinem Buch der Sunnah finden.

 
Zweitens:

 

Es ist nichts Falsches daran, diese Worte als Bittgebet zu verwenden, und es wird nicht als Verunglimpfung der Zeit angesehen. Gemeint ist die Beschreibung eines Tages als sehr schwierig und anstrengend. Das ähnelt dem Ausspruch Lūts (Friede sei mit ihm): „… Das ist ein drangsalvoller Tag.“ (11:77). Es ähnelt auch den Worten Allāhs, erhaben und gepriesen ist Er, in ungefährer Bedeutung:

 

„Wir sandten gegen sie ja einen eiskalten Wind an einem Tag fortdauernden Unheils“ (54:19)

 

„Da sandten Wir gegen sie einen eiskalten Wind an unheilvollen Tagen …“ (41:16).

 

Es gibt weitere ähnliche Verse, die Schwierigkeiten behandeln oder beschreiben, doch gelten sie nicht als Verunglimpfung des Tages oder als Kritik daran. Es gibt einen Unterschied zwischen bloßer Information und der Absicht zur Kritik, Beschimpfung und Verunglimpfung.

 

Weiterhin bedeutet die Beschreibung dieses Tages als „schlecht“ nicht, dass er für jeden schlecht ist, sondern gemeint ist, dass er nur schlecht für sie ist, wegen dessen, was sie durch den Willen und die Macht Allāhs an Strafe und Vergeltung durchstehen müssen.

 

Ibn al-Qayyim (möge Allāh ihm barmherzig sein) sagte: „Zweifellos waren die Tage, an denen Allāh Seine Strafe gegen Seine Feinde und die Feinde Seiner Gesandten herabsandte, Tage voll übler Omen für sie. Denn die schlechten Vorzeichen befielen sie, obwohl es gleichzeitig Tage waren, die Gutes für Seine gläubigen, engen Freunde brachten. Somit waren es Tage des Unglücks für die Ungläubigen und Tage des Glücks für die Gläubigen. Das ist wie am Tag der Auferstehung – er wird hart sein für die Ungläubigen und ein Tag schlechter Zeichen für sie, doch er wird auch leicht sein für die Gläubigen und ein Tag der Freude für sie. Mujāhid sagte: „Unheilvolle Tage sind Tage des Unglücks… Hinsichtlich des Glücks oder Unglücks lässt sich sagen, dass Glück mit guten Taten verknüpft ist, die den Herrn erfreuen, und Unglück ist verknüpft mit Taten, die dem entgegenstehen, was die Gesandten brachten. Ein Tag kann ein Tag des Glücks sein für manche Leute und ein Tag des Unglücks für andere, wie der Tag von Badr ein Tag des Glücks für die Gläubigen war und ein Tag des Unglücks für die Ungläubigen.“ (Miftāh Dar al-Sa`ādah, 2/194)

 

Scheikh ibn `Uthaymīn (möge Allāh ihm barmherzig sein) sagte: „Das Tadeln der Zeit besteht aus drei Arten:

 

1. Eine bloße Aussage, ohne Unzufriedenheit auszudrücken. Das ist erlaubt. Man kann beispielsweise sagen: „Die Hitze (oder Kälte) ist heute unerträglich“ oder etwas Ähnliches. Das ist so, weil die Taten anhand der Absichten beurteilt werden und solche Worte sind lediglich eine Aussage. Ein weiteres Beispiel sind die Worte Lūts (ungefähre Bedeutung): „… Das ist ein drangsalvoller Tag.“ (11:77).

 

2. Das Tadeln der Zeit so, als ob sie die Ursache wäre und als ob sie die Dinge ändern könnte oder entscheiden würde, was gut und was schlecht ist. Das ist großer Schirk, weil es der Glaube ist, es gäbe einen anderen Schöpfer als Allāh und dadurch Ereignisse etwas anderem als Allāh zugerechnet werden. Jeder, der glaubt, dass es einen anderen Schöpfer als Allāh gibt, ist ein Ungläubiger (Kāfir), ebenso wie derjenige, der glaubt, es gäbe einen anderen Gott neben Allāh, der es verdient, angebetet zu werden.

 

3. Das Tadeln der Zeit ohne die Überzeugung zu haben, sie sei die Ursache, sondern die Person glaubt, dass Allāh der Grund ist. Doch sie schimpft über die Zeit, weil das Unerwünschte innerhalb des zeitlichen Rahmens stattfindet. Das ist harām, obwohl es keinen Schirk darstellt, und es ist eine närrische Denkweise und ein Irregehen in religiöser Hinsicht. Denn faktisch ist diese Beschimpfung der Zeit auf Allāh, den Erhabenen, anzuwenden, da Dieser, erhaben und gepriesen ist Er, die Kontrolle über die Zeit hat und entscheidet, was innerhalb der gesetzten Zeit an Gutem oder Schlechtem geschieht. Die Zeit ist also nicht die Ursache und dieses Tadeln begründet keinen Kufr, da es kein direktes Tadeln Allāhs ist, erhaben ist Er.“

 

(Majmū` Fatāwa al-Scheikh ibn `Uthaymīn, 10/823)

 

Und Allāh weiß es am besten.

 

Islam Q&A

Die Verwendung von Amuletten und wie man mit Albträumen umgehen sollte

Die Verwendung von Amuletten und wie man mit Albträumen umgehen sollte

 

Frage (Nr. 20349):

 

Ein Freund von mir konnte in jungen Jahren nicht schlafen und hatte oft Albträume. Er wurde von seinem Vater zu einem heiligen Mann gebracht, der ihm eine Halskette anfertigte, an der eine kleine Box befestigt war, die wahrscheinlich heilige Schriften enthielt. Ist das im Islam erlaubt? Er ist jetzt 24 Jahre alt; was würdet ihr ihm raten, um seine Albträume loszuwerden?

 

Antwort:

 

Alles Lob gebührt Allāh.

 

Erstens:

 

Es ist nicht gestattet, zu Wahrsagern und ähnlichen Scharlatanen zu gehen. Wer zu ihnen geht und sie über etwas befragt, dessen Gebet wird für 40 Tage nicht angenommen werden. Und wer ihren Behauptungen, Wissen über das Verborgene zu besitzen oder Schwierigkeiten erleichtern zu können und Nutzen zu bringen, glaubt, ist ein Kāfir, wie es in den sahīh Ahādīth des Propheten (Allāhs Frieden und Segen seien mit ihm) heißt.

 

Es ist auch nicht gestattet, Türkise als Amulett oder Talisman zu verwenden. In der sahīh Sunnah findet sich eine ernste Warnung für denjenigen, der das tut.

 

Von `Uqbah ibn `Āmir al-Juhani wurde berichtet, dass eine Gruppe von Leuten zum Gesandten Allāhs (Allāhs Frieden und Segen seien mit ihm) kam und er nahm den Treueeid von Neun von ihnen an, vom Zehnten aber r nicht. Sie sagten: „Oh Gesandter Allāh, du hast den Treueeid von Neun angenommen und von diesem Einen nicht.“  Er erwiderte: „Er trägt ein Amulett.“ Der Mann nahm es daraufhin ab und er akzeptierte seine Gefolgschaft, wobei er sagte: „Wer ein Amulett verwendet, hat Schirk begangen (d. h. er hat Allāh andere beigesellt).“ (Ahmad #16969; von Scheikh al-Albāni in al-Silsilah al-Sahīhah #492 als sahīh klassifiziert)

 

In der Antwort auf Frage #10542 findest du weitere Details der Ahādīth, die über Amulette berichtet wurden, und die Urteile der Gelehrten über Amulette, die Verse des Qur’ān enthalten, und solche, die andere Dinge enthalten.

 

In der Antwort wird Scheikh Sulaymān ibn `Abd al-Wahhāb zitiert, der sagte: „Diese Meinungsverschiedenheit der Gelehrten betraf das Aufhängen von Amuletten, die Verse des Qur’ān enthalten oder Namen und Attribute von Allāh. Was denkt ihr also über Dinge, die später neu eingeführt wurden, über Zaubersprüche (Ruqyah), in denen die Namen der Schayātīn (Satane) verwendet werden und andere, sie aufzuhängen und den Satanen zugeneigt sein, bei ihnen Zuflucht zu suchen, für sie Tiere zu schlachten, sie darum zu bitten, Schaden abzuwenden und Nutzen zu bringen – Handlungen, die purer Schirk sind? Das ist unter vielen Menschen verbreitet, außer unter jenen, die Allāh sicher und gesund bewahrt.“

 

Und Scheikh Hāfiz Hukmi sagte: „Wenn die Amulette etwas anderes als die zwei Offenbarungen enthalten und stattdessen sogar Hokuspokus der Juden oder anderer Anbeter der Tempel, Sterne oder Engel oder jener, die den Dienst der Jinn nutzen oder Ähnliche, oder sie sind aus Perlen, Ketten, eisernen Ringen etc. gemacht, dann ist das Schirk, d. h. sie aufzuhängen oder zu tragen ist zweifellos Schirk.“

 

Zweitens:

 

In der Antwort auf Frage #9577 wirst du einige Mittel zum Schutz vor Albträumen und störenden Träumen aufgezählt finden.

 

Und Allāh weiß es am besten.

 

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