Islam Fragen & Antworten

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Die guten Taten erscheinen im Grab in der Form eines Mannes

Die guten Taten erscheinen im Grab in der Form eines Mannes

Frage (Nr. 93151): 

Wie sicher ist dieser Hadīth: „Wenn jemand stirbt, steht ein schöner Mann am Kopf des Verstorbenen, während seine Verwandten mit seinem Begräbnis beschäftigt sind, und wenn der Körper eingewickelt wird, kommt der Mann zwischen das Tuch und die Brust des Verstorbenen, und nach dem Begräbnis kehren die Menschen in ihre Häuser zurück und die zwei Engel Munkar und Nakīr kommen zum Grab und versuchen, diesen schönen Mann vom Verstorbenen zu trennen, sodass sie ihn über seinen Glauben befragen können. Doch der gut aussehende Mann sagt: „Er ist mein Freund, er ist mein Freund und ich werde ihn niemals verlassen, ohne mich für ihn einzusetzen. Wenn ihr damit beauftragt seid, ihn zu befragen, dann tut, wie euch befohlen wurde, doch was mich anbelangt, ich werde ihn nicht verlassen, bis ich ihn ins Paradies gebracht habe.“ Dann wendet er sich an den Verstorbenen und sagt zu ihm: „Ich bin der Qur’ān, den du manchmal mit einer lauten Stimme und manchmal mit einer leisen Stimme rezitiertest. Sei nicht betrübt. Nach der Befragung durch Munkar und Nakīr wird es kein Leid geben.“ Wenn die Befragung endet, bereiten der schöne Mann und die Engel ein Bett aus Seide und mit Moschus für den Verstorbenen im Paradies vor.“

Antwort: 

Alles Lob gebührt Allah. 

Was in der sahīh Sunnah über die guten Taten eines Menschen – einschließlich der Rezitation des heiligen Qur’āns –, die eine physische Form annehmen und als schöner Mann im Grab erscheinen, berichtet wurde, ist das Folgende: 

1.         Es wurde von al-Bara’ ibn `Āzib (möge Allah mit ihm zufrieden sein) berichtet, dass der Prophet (Allahs Frieden und Segen seien auf ihm) sagte: „Wenn der gläubige Diener dabei ist, diese Welt zu verlassen und das Jenseits zu betreten, dann kommen zu ihm vom Himmel Engel mit weißen Gesichtern wie die Sonne herab und sie sitzen um ihn herum soweit das Auge sehen kann. Sie bringen Tücher und Parfüm aus dem Paradies mit sich. …“, bis er den Zustand des Gläubigen im Grab beschrieb: „Dann ertönt eine Stimme aus dem Himmel: `Mein Diener hat die Wahrheit gesprochen, bereitet für ihn ein Bett des Paradieses und kleidet ihn aus dem Paradies und öffnet für ihn ein Tor des Paradieses.` Danach erreicht ihn etwas von dem Duft und sein Grab wird geräumig gemacht, soweit seine Augen sehen können. Zu ihm kommt ein Mann mit einem freundlichen Gesicht, ansehnlicher Kleidung und einem angenehmen Duft, der sagt: `Vernimm die frohe Botschaft, welche dir an diesem Tag Freude bringen wird.` Er sagt: `Wer bist du? Dein Gesicht verheißt frohe Botschaft.` Er antwortet: `Ich bin deine rechtschaffene Tat.` Er sagt: `Oh Herr, lass die Stunde schnell beginnen, sodass ich zu meiner Familie und meine Vermögen zurückkehren kann…`“ (Ahmad 4/362; von al-Albāni in Ahkām al-Janā`iz, S. 156, als sahīh klassifiziert). 

2.         Es wurde berichtet, dass Buraydah (möge Allah mit ihm zufrieden sein) sagte: Ich hörte den Propheten (Allahs Frieden und Segen seien auf ihm) sagen: „Der Qur’ān wird seinen Gefährten, wenn dessen Grab für ihn geöffnet wird, am Tag der Auferstehung treffen, in der Gestalt eines hellen Mannes. Es wird zu ihm gesagt werden: `Erkennst du mich?` Er wird antworten: `Ich kenne dich nicht.` Es wird gesagt werden: `Ich bin dein Gefährte, der Qur’ān, der dich an heißen Tagen durstig und in der Nacht wach hielt. Jeder Händler profitiert von seinem Geschäft und heute wirst du von deinen guten Taten profitieren.` Ihm wird Herrschaft in seine rechte Hand gelegt und Ewigkeit in seine linke und es wird eine Krone der Erhabenheit auf seinem Kopf platziert und seine Eltern werden mit unschätzbarer Kleidung ausgestattet, welche man auf dieser Welt noch nicht gesehen hat. Sie werden fragen: `Warum wurden wir so eingekleidet?` Es wird geantwortet: `Weil dein Sohn den Qur’ān zu rezitieren pflegte.` Dann wird zu ihm gesagt: `Rezitiere und steige die Stufen des Paradieses hinauf `, und er wird solange aufsteigen, wie er rezitiert, entweder in einer schnellen Geschwindigkeit oder in einer langsamen Geschwindigkeit.`“ (Ahmad in al-Musnad #394; ibn Mājah in al-Sunan #3781; von al-Busayri in al-Zawā’id als hasan eingestuft und von al-Albāni in al-Silsilah al-Sahīhah #2829). 

Al-Suyūti sagte in seinem Kommentar zu dem Hadīth (2/1242) `In der Gestalt eines hellen Mannes`: „Dies ist derjenige, dessen Farbe sich änderte. Es ist, als ob er in dieser Gestalt käme, um seinem Gefährten in dieser Welt zu ähneln, oder um die Aufmerksamkeit auf die Tatsache zu lenken, dass, so wie sich seine Farbe in dieser Welt wegen des Aufstehens in der Nacht zum Qur’ān Lesen änderte, der Qur’ān in einer ähnlichen Form erscheinen wird, aufgrund seines [des Qur’āns] Bemühens am Tag der Auferstehung, bis sein Gefährte das letztendliche Ziel im Jenseits erreicht.“ 

Ich habe nichts in der sahīh Sunnah gefunden, was anzeigt, dass die rechtschaffenen Taten eines Mannes in der Gestalt eines Mannes im Grab erscheinen, außer diesen beiden Überlieferungen. 

Was den von dir genannten Hadīth anbelangt, so wird er in keinem vertrauenswürdigen Buch der Sunnah angeführt, und wir haben ihn mit keinem Isnād gefunden, weder sahīh noch da`īf. Vielmehr ist es etwas, das in manchen Chaträumen oder auf Websites auftaucht, aber ohne jeden Beweis. Vielleicht haben ihn einige unwissende Personen selbst geschrieben und dann dem Propheten (Allahs Frieden und Segen seien auf ihm) zugerechnet, um die Menschen dazu anzuhalten, den Qur’ān zu respektieren und ihm ihre Aufmerksamkeit zu widmen, doch diese Menschen scheinen nicht zu wissen, dass das Erzählen von Lügen über den Propheten (Allahs Frieden und Segen seien auf ihm) eine der schlimmsten Sünden ist, durch die ein Mensch zum Höllenfeuer verdammt wird, und die gute Absicht entfernt nicht die Last der Sünde von denjenigen, die Lügen erzählen und die erfundene Ahādīth verbreiten, als wenn der Prophet (Allahs Frieden und Segen seien auf ihm) sie ausgesprochen hätte. Der Prophet (Allahs Frieden und Segen seien auf ihm) sagte: „Über mich Lügen zu erzählen ist nicht wie das Lügen über irgendjemanden. Wer absichtlich eine Lüge über mich erzählt, lasst ihn seinen Platz in der Hölle einnehmen.“ (al-Bukhāri #1291; Muslim #4). 

Und Allah weiß es am besten. 

Islam Q&A


Können die Toten Engel und Jinn sehen?

Können die Toten Engel und Jinn sehen? 

Frage (Nr. 34361): 

Wir wissen, dass die Engel die Menschen sehen können, doch die Menschen können die Engel oder auch die Jinn nicht sehen. Was ist mit den Toten? 

Antwort: 

Alles Lob gebührt Allah. 

Wenn ein Mensch stirbt, beginnt seine Zeit der Abrechnung, und Allah weiß am besten Bescheid über die Details seiner Lage. Es gibt keine Möglichkeit für uns, irgendetwas über die Einzelheiten davon zu erfahren, außer durch gesicherte Texte und Überlieferungen von Allah oder Seinem Gesandten. Es gibt Beweise darüber, dass der Sterbende den Engel des Todes und seine Gehilfen sieht und dass er, wenn er stirbt, Munkar und Nakīr sieht, die ihn in seinem Grab aufsetzen und befragen.  

Für weitere Informationen siehe Frage #843 und #14610. 

Wir müssen bei dem stoppen, was durch die Texte bewiesen wird, und daran glauben. Über alles, was darüber hinaus geht, sagen wir, dass Allah am besten Bescheid weiß. 

Hinsichtlich der Jinn gibt es keinen Beweis, der anzeigt, dass die Toten sie sehen können. Es scheint, dass sie wie Menschen sind und die Toten sie nicht sehen können. 

Was auch immer der Fall ist, der Muslim muss sich bemühen, nach dem zu streben, was ihm nutzt, und sich nicht in Dinge zu vertiefen, die ihm in seinen religiösen Angelegenheiten keinerlei Vorteil bringen. Er sollte seine Zeit darauf verwenden, über das nachzudenken, was seinen Glauben stärkt und was ihn auf den Schrecken vorbereitet, der ihn nach dem Tod erwartet.  

Und Allah weiß es am besten. 

Islam Q&A


Die Qual im Grab ist eine Sühne für die Sayi’āt (schlechten Taten) des Gläubigen

Die Qual im Grab ist eine Sühne für die Sayi’āt (schlechten Taten) des Gläubigen 

Frage (Nr. 7861): 

Wird der Muslim von den Prüfungen im Grab profitieren, indem seine Sayi’āt verringert oder ausgelöscht werden? 

Antwort: 

Alles Lob gebührt Allah. 

Ein Aspekt der Großzügigkeit Allahs dieser Ummah gegenüber ist, dass Er den Menschen Mittel zur Sühne gegeben hat, bevor sie zur Rechenschaft gezogen werden. Scheikh al-Islam ibn Taymiyah (möge Allah ihm barmherzig sein) erwähnte zehn Dinge, die Sühne mit sich bringen, eines davon ist die Qual im Grab. 

Er (möge Allah ihm barmherzig sein) sagte: „Was auch immer den Gläubigen an Leid, welches eine Qual ist, in dieser Welt trifft, in al-Barzakh (der Zeitspanne zwischen Tod und Auferstehung) und am Tag der Auferstehung, Allah wird dafür seine Sünden löschen.“ Es wurde in al-Sahīhayn berichtet, dass der Prophet (Allahs Frieden und Segen seien auf ihm) sagte: „Niemals trifft den Gläubigen eine Krankheit, Drangsal, Leid oder Schaden, selbst wenn es nur ein Dornenstich ist, ohne dass Allah ihm dies als Sühne für seine Sünden zurechnet.“ (Majmū` al-Fatāwa 24/375). 

Und er (möge Allah ihm barmherzig sein) sagte: „Der achte Grund: Was auch immer ihm im Grab an Prüfung, Enge und Grauen geschieht. Dies sind einige der Dinge, die ihm eine Sühne für seine Sünden sind.“ (Majmū` al-Fatāwa 7/500). 

Scheikh al- Islam ibn Taymiyah sagte außerdem in Minhāj al-Sunnah (6/238), dass zu den Dingen, die für schlechte Taten eine Sühne sind, das Folgende gehört: Womit der Gläubige in seinem Grab, wo er gequetscht wird, geprüft wird und die Befragung durch die zwei Engel. 

Und Allah weiß es am besten. 

Islam Q&A
Scheikh Muhammad Salih al-Munajjid


Sind einige Menschen bereits zur Rechenschaft gezogen und in Paradies oder Hölle eingelassen worden?

Sind einige Menschen bereits zur Rechenschaft gezogen und in Paradies oder Hölle eingelassen worden?

Frage (Nr. 89813): 

Wann beginnt die Abrechnung? Ist es soweit, wenn jemand in das Grab herabgelassen wird oder am Tag der Auferstehung? Wir wissen, dass es einige Menschen gibt, die das Paradies betreten haben, wie der Haarschneider der Töchter Pharaos und Ja’far ibn Abi Tālib und `Abd-Allah ibn Rawāhah, und dass es einige Menschen gibt, die die Hölle betreten haben. Doch wie kann es sein, wo wir doch wissen, dass der Erste, der in das Paradies eingehen wird, der Gesandte Allahs (Allahs Frieden und Segen seien auf ihm) sein soll? 

Antwort: 

Alles Lob gebührt Allah. 

Erstens:  

Es ist für jeden Muslim eine Pflicht, daran zu glauben, dass die Abrechnung nach dem Tod real ist und dass die Belohnung und Bestrafung nach der Abrechnung erfolgen werden. Allah sagt (ungefähre Bedeutung):  

„Ja, bei deinem Herrn (oh Muhammad)! Wir werden sie allesamt ganz gewiss befragen über das, was sie zu tun pflegten.“ (15:92-93) 

„Ganz gewiss werden Wir diejenigen, zu denen Gesandte gesandt worden sind, fragen, und ganz gewiss werden Wir die Gesandten fragen.“ (7:6). 

Weiterhin wird die Abrechnung in zwei Stufen erfolgen: 

Die erste Stufe ist im Grab, nach dem Tod: Wenn die zwei Engel kommen und ihn über seinen Herrn befragen, über seine Religion und seinen Propheten, wie in mutawātir Ahādīth erwähnt wird. Dies ist die Versuchung des Grabes, vor der uns der Prophet (Allahs Frieden und Segen seien auf ihm) Zuflucht bei Allah zu suchen empfahl. 

Es wurde von `Ā’ischah (möge Allah mit ihr zufrieden sein) berichtet, dass der Prophet (Allahs Frieden und Segen seien auf ihm) sagte: „Es wurde mir offenbart, dass ihr im Grab einer Prüfung unterzogen werdet.“ (al-Bukhāri #1049; Muslim #584). 

Ibn Hajar (möge Allah ihm barmherzig sein) sagte in Fath al-Bāri 1/165): „Die grundsätzliche Bedeutung des Wortes `Fitnah` (hier als Prüfung übersetzt) lautet `Prüfen` und `Auf die Probe stellen`.“ 

Al-Manāwi berichtete in Fayd al-Qadīr (6/234), dass einige der Gelehrten sagten: „Der Gläubige wird im Grab geprüft, sodass es für ihn leichter wird am Versammlungsplatz (am Tag der Auferstehung). Er wird also in al-Barzakh gereinigt, sodass er daraus von allen Angelegenheiten bereinigt hervorgehen kann.“ 

Es kann Belohnung oder Strafe nach dieser Abrechnung geben, sodass derjenige, der erfolgreich war, Segen und Glückseligkeit im Grab erleben wird, und derjenige, der verloren hat, wird Qual und Elend erleben. 

All dies geschieht im Grab oder im Leben von al-Barzakh. Was Paradies und Hölle anbelangt, so wird niemand sie tatsächlich betreten, bis die zweite Stufe der Abrechnung beendet ist, welche die Abrechnung im Jenseits ist. 

Doch einige Seelen können das Paradies betreten und einige seiner Freuden kosten, als eine Ehre von Allah, gepriesen ist Er und erhaben. 

Der Prophet (Allahs Frieden und Segen seien auf ihm) sagte: „Die Seele des Gläubigen ist ein Vogel, der in den Bäumen des Paradieses ist, bis Allah sie wieder mit ihrem Körper vereint am Tag, wenn Er ihn auferweckt.“ (Mālik in al-Muwatta’ 1/240; von Ibn `Abd al-Barr in al-Istidhkār 2/614 als sahīh klassifiziert).  

In den Bäumen zu sein bedeutet, darin umherzuwandern und zu essen. 

Ibn al-Qayyim (möge Allah ihm barmherzig sein) sagte in seinem Buch Hādi al-Arwāh #48: „Dies zeigt deutlich, dass Seelen das Paradies vor dem Tag der Auferstehung betreten können.“ 

Einige Seelen können auch dem Feuer ausgesetzt sein und etwas von dessen Hitze und Pein spüren. 

Allah sagt (ungefähre Bedeutung): das (Höllen-) Feuer, dem sie morgens und abends vorgeführt werden. Und am Tag, da sich die Stunde erhebt (, wird es heißen): `Lasst die Leute Fir’auns in die strengste Strafe eingehen.`(40:46).

Für denjenigen, der die Prüfung im Grab übersteht, wird die Abrechnung im Jenseits leichter sein.  

Es wurde berichtet, dass Hāni’, der befreite Sklave von `Uthmān ibn `Affān sagte: Wenn `Uthmān ibn `Affān an einem Grab stand, weinte er, bis sein Bart nass wurde. Es wurde zu ihm gesagt: „Du gedenkst Paradies und Hölle und weinst nicht, doch du weinst deswegen?“ Er erwiderte: „Der Gesandte Allahs (Allahs Frieden und Segen seien auf ihm) sagte: `Das Grab ist die erste Station des Jenseits; wer es heil übersteht, für den wird das, was danach kommt leichter sein, doch wer es nicht heil übersteht, für den wird das, was danach kommt, noch schlimmer sein.`“ Und der Gesandte Allahs (Allahs Frieden und Segen seien auf ihm) sagte: „Ich habe niemals eine Szene gesehen, die furchteinflößender wäre als das Grab.“ (al-Tirmidhi #2308; von al-Albāni in Sahīh al-Tirmidhi als hasan eingestuft). 

Die zweite Stufe der Abrechnung findet nach der Auferstehung im Jenseits statt; dies ist die große Abrechnung, bei der die Leute des Paradieses von den Leuten der Hölle abgesondert werden, und alle Rechnungen der Menschen werden beglichen. Das ist der Tag, der Tag der Abrechnung genannt wird. 

Allah, gepriesen ist Er und erhaben, sagt (ungefähre Bedeutung):  

Das ist, was euch (al-Muttaqūn – die Frommen) für den Tag der Abrechnung versprochen wird.“ (38:53) 

Und Musa sagte: `Ich nehme Zuflucht zu meinem Herrn und eurem Herrn vor jedem Hochmütigen, der nicht an den Tag der Abrechnung glaubt.`(40:27). 

Bis nach dieser Abrechnung wird niemand Paradies oder Hölle betreten. Einige Menschen werden einer leichten Abrechnung unterzogen und einige werden eine schwere Abrechnung haben. Unser Prophet Muhammad (Allahs Frieden und Segen seien auf ihm) wird der Erste sein, der das Paradies im Jenseits im tatsächlichen Sinne betreten darf. 

Es wurde von Anas ibn Mālik (möge Allah mit ihm zufrieden sein) berichtet, dass der Gesandte Allahs (Allahs Frieden und Segen seien auf ihm) sagte: „Ich werde am Tag der Auferstehung zum Tor des Paradieses kommen und darum bitten, es zu öffnen. Der Hüter wird fragen: `Wer bist du?` Ich werde antworten: `Muhammad.` Er wird sagen: `Mir wurde befohlen, es für niemanden außer dir zu öffnen.`“ (Muslim #193). 

Zweitens: 

Von den Ahādīth, in denen der Prophet (Allahs Frieden und Segen seien auf ihm) sagte, dass er jemanden im Paradies oder in der Hölle sah, gibt es zwei Arten:  

1.         Entweder waren es Träume, wie in dem Hadīth von Abu Hurayrah (möge Allah mit ihm zufrieden sein), demzufolge der Prophet (Allahs Frieden und Segen seien auf ihm) zu Bilāl zur Zeit des Fajr-Gebets sagte: „Oh Bilāl, erzähle mir von der besten Tat, die du im Islam vollbracht hast, denn ich hörte das Geräusch deiner Sandalen vor mir im Paradies.“ 

Al-Hāfiz ibn Hajar sagte in Fath al-Bāri 3/35: „Al-Karmāni sagte: `Die offensichtliche Bedeutung des Hadīth lautet, dass das erwähnte Hören in einem Traum geschah, denn niemand kann das Paradies betreten, außer nach dem Tod.` Die Idee, dass es in einem Traum erfolgte, wird durch das unterstützt, was im ersten Teil (des Kapitels) der Vorzüge von `Umar aus dem marfū` Hadīth von Jābir angeführt wurde: `Ich sah mich selbst das Paradies betreten und ich hörte Schritte und es wurde gesagt: `Dies ist Bilāl.` Und ich sah einen Palast, in dessen Hinterhof ein Mädchen war, und es wurde gesagt: `Dies ist für `Umar.` …` Nach diesem Hadīth folgt der marfū` Hadīth von Abu Hurayrah: `Während ich schlief, sah ich mich selbst im Paradies und ich sah eine Frau neben einem Palast den Wudū’ vollziehen und es wurde gesagt: `Dies ist für `Umar.`…` Daher ist bekannt, dass dies in einem Traum geschah. Dadurch wird der Vorzug von Bilāl bestätigt, denn die Träume der Propheten sind Wahy (Offenbarung) und somit bezeugte der Prophet (Allahs Frieden und Segen seien auf ihm) das für ihn.“ 

2.         Oder Allah zeigte Seinem Propheten (Allahs Frieden und Segen seien auf ihm), was im Jenseits geschehen wird, sodass er es mit seinen eigenen Augen oder in seinem Herz sah. Das beinhaltet Dinge über Paradies und Hölle, die der Prophet (Allahs Frieden und Segen seien auf ihm) in der Nacht der Mi`rāj sah. Al-Hāfiz al-Nawawi (möge Allah ihm barmherzig sein) sagte in Scharh Muslim 6/207: „Al-Qādi `Iyād sagte, dass die Gelehrten sagten: `Es kann so verstanden werden, dass er es mit seinen eigenen Augen sah, da Allah es ihm präsentierte und die Grenze zwischen ihm und diesen Dingen aufhob, ebenso wie Er ihm al-Masjid al-Aqsa zeigte, als er sie beschrieb.` Sie sagten: `Oder es kann so verstanden werden, dass er es durch Wissen und Offenbarung sah, so erkannte er es und erlernte die Details, die er vorher nicht kannte.` Al-Qādi sagte: `Die erste Interpretation ist wahrscheinlicher und näher am Wortlaut des Hadīth, denn er beinhaltet Aussagen, die auf das Sehen mit den Augen hinweisen, wie z. B. dass er nach den Weintrauben griff und dass er aus Angst davor zurückwich, dass die Hitze der Hölle ihn erreichen könnte.`“ 

Siehe auch in den Antworten zu den Fragen #4003, 5643, 12478 und 14256. 

Und Allah weiß es am besten. 

Islam Q&A


Detaillierte Gründe für die Strafe im Grab

Detaillierte Gründe für die Strafe im Grab 

Frage (Nr. 46068): 

Welche sind die Sünden, für die die Menschen im Grab bestraft werden? 

Antwort: 

Alles Lob gebührt Allah. 

In der Antwort zu Frage #45325 haben wir einige dieser Gründe genannt. Hier werden wir einige der Sünden zusammen mit den Beweisen aus Qur’ān und Sunnah anführen. 

Schirk (Allah andere beigesellen) und Kufr (nicht an Ihn zu glauben) 

Allah sagt über die Leute des Pharao (ungefähre Bedeutung): das (Höllen-) Feuer, dem sie morgens und abends vorgeführt werden. Und am Tag, da sich die Stunde erhebt (, wird es heißen): `Lasst die Leute Fir’auns in die strengste Strafe eingehen.`“ (40:46).

Und Allah sagt (ungefähre Bedeutung): „…Und wenn du sehen würdest, wie sich die Ungerechten (Dhālimūn – Polytheisten und Übeltäter) in den Fluten des Todes befinden und die Engel ihre Hände ausstrecken: `Gebt eure Seelen heraus! Heute wird euch mit der schmählichen Strafe vergolten, dass ihr stets über Allah die Unwahrheit gesagt habt und euch gegenüber Seinen Zeichen (Āyāt – Zeichen, Verse, Lehren, Offenbarungen) hochmütig zu verhalten pflegtet.`(6:93).

Der Beweis, dass Schirk einer der Gründe für die Bestrafung im Grab ist, kann dem Hadīth von Zayd ibn Thābit (möge Allah mit ihm zufrieden sein) entnommen werden: „Wir waren bei ihm, als der Prophet (Allahs Frieden und Segen seien auf ihm) in einem zu Banu-l-Najjār gehörenden Garten auf seinem Reittier saß, es strauchelte und ihn beinahe abwarf. Dort sah er einige Gräber, vier, fünf oder sechs. Er fragte: `Wer kennt die Bewohner dieser Gräber?` Ein Mann antwortete: `Ich kenne sie.` Er sagte: `Wann sind sie gestorben?` Der Mann antwortete: `Sie starben im Schirk.` Er sagte: `Diese Ummah wird in ihren Gräbern bestraft. Wäre es nicht so, dass ihr einander nicht begrabt, dann würde ich Allah bitten, euch das hören zu lassen, was ich höre von der Qual im Grab.` Dann wandte er sich uns zu und sagte: `Sucht Zuflucht bei Allah vor der Strafe des Höllenfeuers…`“ (Muslim #2867). 

Der in diesem Hadīth verwendete Wortlaut „sie starben im Schirk“ bedeutet, dass Schirk ein Grund für die Strafe im Grab ist. 

Heuchelei

Die Heuchler sind diejenigen, die es am meisten verdienen, im Grab bestraft zu werden. Wie könnte es anders sein, wo sie doch die niedrigste Stufe der Hölle einnehmen? 

Allah sagt (ungefähre Bedeutung): Unter den Wüstenarabern in eurer Umgebung gibt es Heuchler und (auch) unter den Bewohnern von al-Madinah, die in der Heuchelei geübt sind. Du (oh Muhammad) kennst sie nicht, aber Wir kennen sie. Wir werden sie zweimal strafen, und hierauf werden sie einer gewaltigen Strafe zugeführt werden.(9:101).

Qatādah und al-Rabī` ibn Anas sagten bezüglich des Ausdrucks „Wir werden sie zweimal strafen“: Einmal in dieser Welt und das zweite Mal erfolgt die Strafe im Grab. 

In den Ahādīth über die Befragung der zwei Engel und die Qual im Grab wird das Wort „Heuchler“ (Munāfiq) oder „Zweifler“ (Murtāb) in vielen Berichten deutlich erwähnt, wie z. B. in dem Bericht, der bei al-Bukhāri (#1374) von Anas (möge Allah mit ihm zufrieden sein) verzeichnet wurde: „… was den Kāfir und den Heuchler angeht, zu ihm wird gesagt werden…“. Und in al-Sahīhayn wird von Asma’ (möge Allah mit ihr zufrieden sein) berichtet: „Was den Heuchler oder den Zweifler angeht…“ 

Die Religion Allahs zu ändern, indem man das verbietet, was Allah erlaubt hat, oder das erlaubt, was Er verboten hat 

Der Beweis, dass die Änderung der Religion Allahs einer der Gründe für die Bestrafung im Grab ist, liegt in den Worten des Propheten (Allahs Frieden und Segen seien auf ihm): „Ich sah `Amr ibn `Āmir al-Khuzā’i seine Eingeweide in der Hölle schleppen. Er war der Erste, der al-Sā’ibah einführte.“ (al-Bukhāri #4623). 

Sā’ibah war eine Kamelstute, eine Kuh oder ein Schaf, das sie um der falschen Götter willen grasen ließen und es wurde nicht geritten, gegessen oder für das Tragen von Lasten verwendet. Einige von ihnen gaben Schwüre ab, dass sie einen Teil ihres Vermögens in ein Sā’ibah investieren würden.  

Scheikh al-Islam ibn Taymiyah (möge Allah ihm barmherzig sein) sagte: „Die Araber von den Söhnen Ismā`īls und andere, die in der Umgebung des Frühen Hauses, welches von Ibrāhīm und Ismā`īl erbaut worden war, lebten, waren Hanīf (Monotheisten), die der Religion Ibrāhīms folgten, bis einer der Führer von Khuzā`ah, nämlich `Amr ibn Luhayy, seine Religion änderte. Er war der Erste, der die Religion Ibrāhīms zum Schirk änderte, und der Dinge verbot, die Allah nicht verboten hat. Daher sagte der Prophet (Allahs Frieden und Segen seien auf ihm): „Ich sah `Amr ibn `Āmir al-Khuzā’i seine Eingeweide in der Hölle schleppen.“ (Daqā’iq al-Tafsīr 2/71). 

Nicht darauf zu achten, dass man nicht mit Urin beschmutzt wird und boshaften Klatsch unter den Menschen verbreiten 

Es wurde berichtet, dass ibn `Abbās sagte: „Der Gesandte Allahs (Allahs Frieden und Segen seien auf ihm) ging an zwei Gräbern vorbei und sagte: `Sie werden bestraft, doch sie werden nicht für etwas bestraft, das schwierig zu vermeiden war. Einer von ihnen pflegte herumzugehen und Namīmah (boshaften Klatsch) zu verbreiten und der andere achtete nicht darauf, dass kein Urin auf ihn kam.“ (al-Bukhāri #218; Muslim #292). 

Es wurde von ibn `Abbās (möge Allah mit ihm zufrieden sein) berichtet, dass der Prophet (Allahs Frieden und Segen seien auf ihm) sagte: „Das meiste der Qual im Grab geht auf Urin zurück, vermeidet es also umsichtig.“ (al-Dāraqutni; von al-Albāni in Sahīh al-Targhīb 1/152 als sahīh klassifiziert).  

Ghībah (Lästerei) 

Darauf basierend nannte al-Bukhāri (möge Allah ihm barmherzig sein) ein Kapitel in Kitāb al-Janā’iz (Buch der Begräbnisse): „Die Bestrafung im Grab aufgrund von Lästerei und Urin“. Darin verzeichnete er den oben genannten Hadīth über die zwei Gräber, nur dass die Version von al-Bukhāri die Lästerei nicht erwähnt, sondern von Namīmah (boshaftem Klatsch) handelt, doch wie es seine Gepflogenheit war, bezog er sich auf das, was in einigen Versionen  des Hadīth berichtet wurde: „Was den anderen anbelangt, er wurde für Lästerei bestraft.“ (Ahmad 5/35; von al-Albāni in Sahīh al-Targhīb wa-l-Tarhīb 1/66 als sahīh klassifiziert).  

Lügen 

Gemäß dem Hadīth von Samurah ibn Jundub (möge Allah mit ihm zufrieden sein) sagte der Prophet (Allahs Frieden und Segen seien auf ihm): „… und kamen zu einem Mann, der flach auf seinem Rücken lag und ein anderer Mann stand über ihm, einen eisernen Haken haltend. Er steckte den Haken in eine Seite des Mundes des Mannes und riss von dieser Seite aus das Gesicht bis zur Rückseite (des Halses) auf. Ähnlich riss er seine Nase von vorn bis hinten auf und seine Augen von vorn bis hinten. Dann wandte er sich der anderen Seite des Gesichts zu und tat dort das Gleiche, wie er es vorher auf der ersten Seite getan hatte. Kaum war er fertig damit, wurde die erste Seite wieder in ihren normalen Zustand gebracht. So ging er zurück und führte alles von vorne durch. Ich sagte zu meinen zwei Gefährten: `SubhānAllah! Wer sind diese zwei Personen?` …“ Am Ende des Hadīth sagte er über jenen, der bestraft wurde: „so ist das der Mann, der am Morgen aus seinem Haus geht und eine Lüge erzählt, die so schwerwiegend ist, dass sie sich überall auf der Welt verbreitet.“ (al-Bukhāri #7074). 

Den Qur’ān vergessen, nachdem man ihn gelernt hat, Schlafen und ein Pflichtgebet verpassen 

In dem Hadīth von Samurah ibn Jundub sagte er: Der Gesandte Allahs (Allahs Frieden und Segen seien auf ihm) sagte: „…Ich zog mit ihnen los und wir kamen zu einem Mann, der flach auf seinem Rücken lag und ein anderer Mann stand über seinem Kopf, einen großen Felsbrocken haltend. Er warf den Felsen auf den Kopf des Mannes, ihn zerschmetternd. Der Felsen rollte davon und derjenige, der ihn geworfen hatte, folgte ihm und hob ihn auf. Als er zum dem Mann zurückkam, war dessen Kopf wieder in seinen vorherigen Zustand zurückgekehrt. Dann tat er (derjenige, der den Felsen geworfen hatte) dasselbe wie er es zuvor getan hatte. Ich sagte zu meinen zwei Gefährten: `SubhānAllah! Wer sind diese beiden?` … `Der erste Mann, an dem du vorbeikamst, dessen Kopf mit dem Felsen zerschmettert wurde, ist der Mann, der den Qur’ān studierte, doch weder rezitierte er ihn noch handelte er danach, und er ging Schlafen, wobei der die Pflichtgebete vernachlässigte.`“ 

Nach einer anderen Version: „Was den Mann anbelangt, den du sahst, wie sein Kopf mit einem Felsen zerschmettert wurde, so ist er der Mann, der den Qur’ān studierte und ihn dann nicht beachtete und der schlief und die Pflichtgebete verpasste.“ (al-Bukhāri #7076). 

Al-Hāfiz ibn Hajar (möge Allah ihm barmherzig sein) sagte, dass diese Überlieferung eindeutiger ist als die erste. Die offensichtliche Bedeutung der ersten ist, dass er dafür bestraft wird, dass er den Qur’ān in der Nacht nicht las, wohingegen die zweite darauf hinweist, dass er für das Schlafen und Verpassen der Pflichtgebete bestraft wird. Er sagte: „Es kann sein, dass die Strafe für beides ist, für das Nicht-Lesen und das Nicht-Befolgen.“ 

Ibn Hajar sagte: „Ibn Hubayrah sagte: `Das Verlassen des Qur’āns, nachdem man ihn gelernt hat, ist ein schweres Verbrechen, denn es kann auch bedeuten, dass er darin etwas gesehen hat, was ihn dazu veranlasste davon abzulassen, und weil er die edelste Sache, nämlich den Qur’ān, verlassen hat. Er sollte am edelsten Teil seines Körpers, nämlich dem Kopf, bestraft werden.`“ (Fath al-Bāri 3/251). 

Verzehr von Riba 

In dem Hadīth von Samurah (möge Allah mit ihm zufrieden sein) heißt es: „So gingen wir weiter und kamen zu einem Fluss.` – Ich denke, er sagte, dass er rot wie Blut war. – `In dem Fluss schwamm ein Mann und am Ufer war ein Mann, der viele Steine gesammelt hatte. Während der Schwimmer schwamm, näherte der Mann, der die Steine gesammelt hatte, sich ihm. Der Schwimmer öffnete seinen Mund und der Mann am Ufer warf einen Stein hinein, dann fuhr der Schwimmer fort zu schwimmen. Jedes Mal, wenn er zurückkam, öffnete er erneut seinen Mund und der Mann vom Ufer warf einen anderen Stein hinein. … Der Mann, den du in dem Fluss schwimmen sahst, dem Felsen in seinen Mund geworfen wurden, ist derjenige, der Riba (Zinsen) konsumierte.“ 

Zina (Ehebruch, unerlaubte sexuelle Beziehungen) 

In dem Hadīth von Samurah (möge Allah mit ihm zufrieden sein) heißt es: „So gingen wir also weiter und kamen zu einer Art Tannūr (eine Art Ofen, überzogen mit Lehm, wird gewöhnlich zum Brotbacken verwendet).` – Ich denke, der Prophet (Allahs Frieden und Segen seien auf ihm) sagte, dass in dem Ofen Lärm und Stimmen waren. – Der Prophet (Allahs Frieden und Segen seien auf ihm) fügte hinzu: `Wir schauten hinein und sahen nackte Männer und Frauen. Eine Flamme des Feuers erreichte sie von unten und wenn sie sie erreichte, schrien sie laut auf. Ich fragte sie: `Wer ist das?` … Die nackten Männer und Frauen, die du in einem Gebilde sahst, das einem Ofen ähnelte, sind die Ehebrecher und Ehebrecherinnen.“ 

Andere zur Rechtschaffenheit ermahnen und sich selbst vergessen 

Es wurde berichtet, dass Anas ibn Mālik (möge Allah mit ihm zufrieden sein) sagte: Der Prophet (Allahs Frieden und Segen seien auf ihm) sagte: „In der Nacht, in der ich mit auf die Nachtreise (Isra’) genommen wurde, sah ich Männer, deren Lippen mit Scheren aus Feuer abgeschnitten wurden. Ich fragte: `Wer sind diese, oh Jibrīl?` Er antwortete: `Das sind die Khatīb deiner Ummah, die die Menschen zur Rechtschaffenheit ermahnten und sich selbst vergaßen, und sie pflegten das Buch zu rezitieren, doch sie begriffen nicht.`“ (Ahmad 3/120; von al-Albāni in al-Sahīhah #291 als sahīh klassifiziert).  

Nach al-Bayhaqi: „In der Nacht, in der ich mit auf die Nachtreise genommen wurde, kam ich zu einigen Menschen, deren Lippen mit Scheren aus Feuer abgeschnitten wurden. Jedes Mal, wenn sie abgeschnitten waren, wurden sie wiederhergestellt. Ich sagte: `Oh Jibrīl, wer sind jene?` Er antwortete: `Die Khatīb deiner Ummah, die das sagten, was sie nicht taten, und die das Buch Allahs rezitierten, doch nicht entsprechend handelten.`“ (al-Bayhaqi in Schu’ab al- Īmān; von al-Albāni in Sahīh al-Jāmi’ #128 als hasan klassifiziert). 

Das Fasten im Ramadān ohne Rechtfertigung brechen 

Es wurde berichtet, dass Abu Umāmah al-Bāhili (möge Allah ihm barmherzig sein) sagte: Ich hörte den Gesandten Allahs (Allahs Frieden und Segen seien auf ihm) sagen: „Während ich schlief, kamen zwei Männer zu mir, nahmen mich bei den Armen und brachten mich zu einem Berg, wo sie sagten: `Steige hinauf.` Ich erwiderte: `Ich kann nicht.` Sie sagten: `Wir werden es dir leicht machen.` So stieg ich hinauf, bis ich auf der Spitze des Berges laute Stimmen hörte. Ich sagte: `Was sind das für Stimmen?` Er sagte: `Es sind die Schreie der Leute der Hölle.`  Dann nahmen sich mich weiter mit und ich sah einige Menschen an ihren Fersen aufgehängt, die Seiten ihrer Münder aufgerissen und das Blut floss aus ihren Mündern heraus. Ich fragte: `Wer sind diese?´ Er antwortete: `Es sind diejenigen, die ihr Fasten brachen, bevor es ihnen gestattet war, das zu tun.`“ (ibn Hibbān und al-Hākim 1/290, 291; ; von al-Albāni in al-Sahīhah #3951 als sahīh klassifiziert).  

Von der Kriegsbeute zu stehlen 

Dies wird durch den Hadīth von Abu Hurayrah (möge Allah mit ihm zufrieden sein) über den Mann, der ein Kleidungsstück von der Kriegsbeute stahl, bezeugt und der Prophet (Allahs Frieden und Segen seien auf ihm) sagte: „Bei Dem, in Dessen Hand meine Seele ist, die Kleidung, die er von der Beute am Tag von Khaybar nahm, als diese noch nicht verteilt war, verbrennt ihn mit Feuer.“ (al-Bukhāri #4234; Muslim #115). 

Die Kleider aus Stolz hinterherschleifen 

Dies wird durch den Hadīth von ibn `Umar (möge Allah mit ihm zufrieden sein) bewiesen, demgemäß der Prophet (Allahs Frieden und Segen seien auf ihm) sagte: „Während ein Mann seine Kleidung aus Stolz hinter sich herzog, wurde er von der Erde verschluckt und er wird darin versunken bleiben bis zum Tag der Auferstehung.“ (al-Bukhāri #3485; Muslim #2088). 

Von den Pilgern zu stehlen 

Dies wird durch den Hadīth von Jābir (möge Allah mit ihm zufrieden sein) über das Gebet bei einer Finsternis bewiesen, in dem es heißt, dass der Prophet (Allahs Frieden und Segen seien auf ihm) sagte: „Die Hölle wurde gebracht und das ist, als ihr mich rückwärts laufen saht, aus Angst vor ihren Flammen, die mich berühren könnten. Ich sah darin den Besitzer des gekrümmten Stocks, seine Eingeweide im Feuer hinter sich herziehend; er pflegte von den Pilgern mit seinem gekrümmten Stock zu stehlen und wenn er erwischt wurde, sagte er: `Ich bin an meinem Stock hängen geblieben`, doch wenn er nicht erwischt worden wäre, hätte er es genommen.“ (Muslim #904). 

Tiere einsperren, sie quälen und kein Mitleid mit ihnen haben 

Gemäß dem Hadīth von Jābir (möge Allah mit ihm zufrieden sein) über das Gebet bei einer Finsternis, sagte der Prophet (Allahs Frieden und Segen seien auf ihm): „Und ich sah eine Frau, die eine Katze hatte, welche sie festband und nicht fütterte und sie ließ sie auch nicht von den Tierchen der Erde fressen, bis sie verhungerte.“ (Muslim #904). 

Al-Bayhaqi sagte in seinem Buch Ithbāt `Adhāb al-Qabr (S. 97): „Als er das Gebet zur Finsternis verrichtete, sah er denjenigen, der seine Eingeweide in der Hölle trug, und denjenigen, der für Diebstahl bestraft wurde, und die Frau, die für eine Katze bestraft wurde. Sie sind in ihren Gräbern zu verrotteten Knochen geworden, soweit die Leute seiner Zeit betroffen waren, doch diejenigen, die mit ihm beteten, sahen nicht, was er sah.“ 

Schulden 

Zu den Dingen, die dem Verstorbenen in seinem Grab schaden, gehören seine Schulden. Es wurde berichtet, dass Sa`d ibn al-Atwal sagte: „Mein Bruder starb und hinterließ 300 Dinar sowie junge Kinder. Ich wollte für sie spenden, doch der Gesandte Allahs (Allahs Frieden und Segen seien auf ihm) sagte zu mir: „Dein Bruder ist gefangen von seinen Schulden, gehe hin und begleiche sie.“ So ging ich und bezahlte sie, dann kam ich zurück und sagte: „Oh Gesandter Allahs, ich habe sie für ihn beglichen und es ist niemand übrig außer einer Frau, die zwei Dinar beansprucht, doch sie hat keinen Beweis dafür.“ Er sagte: „Gib es ihr, denn sie sagt die Wahrheit.“ (Ahmad #16776; ibn Mājah 2/82; von al-Albāni in Sahīh al-Jāmi` #1550 als sahīh klassifiziert). 

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Dauert die Qual im Grab bis zum Tag der Auferstehung an?

Dauert die Qual im Grab bis zum Tag der Auferstehung an? 

Frage (Nr. 21212): 

Ich würde gern etwas über das Grab wissen: Nachdem die Engel die Befragung des Menschen in seinem Grab beendet haben, wird der Übeltäter dann in dem Grab gequält, bis die Stunde beginnt? Und wird der Gläubige sich erfreuen können, bis die Stunde beginnt? Oder dauert dies nur für einen Tag an, der dann endet, und danach ist der Mensch nur noch ein toter Körper? Gibt es irgendeinen Beweis dafür, dass der Mensch in seinem Grab ein anderes Leben führt bis die Stunde beginnt?  

Antwort: 

Alles Lob gebührt Allah. 

Das Leben des Menschen teilt sich in drei Abschnitte: 

1.             Das Leben dieser Welt, welches mit dem Tod endet.

2.             Das Leben in al-Barzakh, welches mit dem Tod beginnt und dann endet, wenn die Stund beginnt.

3.             Das Leben im Jenseits, welches beginnt, wenn die Menschen von ihren Gräbern auferweckt werden, und welches entweder im Paradies (wir bitten Allah um Seine Gnade) oder in der Hölle (wir suchen Zuflucht bei Allah) verbracht wird. 

Das Leben in al-Barzakh dauert vom Tod eines Menschen bis er auferweckt wird, unabhängig davon, ob er im Grab begraben wird oder nicht und ob er verbrannt oder von wilden Tieren gefressen wurde. Der Beweis, der auf dieses Leben hinweist, ist in dem Hadīth zu finden, der von dem Propheten (Allahs Frieden und Segen seien auf ihm) überliefert wurde, und in dem es heißt, dass, nachdem der Verstorbene in sein Grab gelegt wurde, er die Schritte seiner Familie hören kann (wie sie sich vom Grab entfernen).  

Dieses Leben (in al-Barzakh) wird entweder angefüllt sein mit Freude oder es wird höllisch sein und das Grab wird entweder einer der Gärten des Paradieses sein oder eine der Höhlen der Hölle. 

Was darauf hinweist, dass es entweder Glückseligkeit oder Qual gibt (in al-Barzakh) ist die Āyah im Qur’ān, in der Allah bezüglich der Leute des Pharao sagt (ungefähre Bedeutung): das (Höllen-) Feuer, dem sie morgens und abends vorgeführt werden. Und am Tag, da sich die Stunde erhebt (, wird es  heißen): `Lasst die Leute Fir’auns (Pharaos) in die strengste Strafe eingehen.`(40:46).

Ibn Mas`ūd sagte: „Den Seelen der Leute des Pharao und Ihresgleichen unter den Kuffār wird das Feuer morgens und abends gezeigt und ihnen wird gesagt, dass dies ihre Bleibe sei.“ 

Ibn Kathīr sagte: „Diese Āyah ist die hauptsächliche Grundlage für den Glauben der Sunniten an die Qual in al-Barzakh im Grab.“ (Tafsīr ibn Kathīr 4/82). 

Al-Qurtubi sagte: „Einige der Gelehrten führten als Beweis, um die Qual im Grab zu belegen, den Ausdruck `das (Höllen-) Feuer, dem sie morgens und abends vorgeführt werden` (40:46) an. Eine ähnliche Ansicht wurde von Mujāhid, ’Ikrimah, Muqātil und Muhammad ibn Ka`b geäußert, die alle sagten, dass diese Āyah die Qual des Grabes beweist. Seht ihr nicht, dass es über das Leid des Jenseits heißt: `Lasst die Leute Fir’auns (Pharaos) in die strengste Strafe eingehen.`?“ (Tafsīr al-Qurtubi 15/319). 

Es wurde berichtet, dass `Abd-Allah ibn `Umar (möge Allah mit ihm zufrieden sein) sagte: „Der Gesandte Allahs (Allahs Frieden und Segen seien auf ihm) sagte: `Wenn einer von euch stirbt, wird ihm sein Platz morgens und abends gezeigt. Ist er einer der Bewohner des Paradieses, dann ist er einer der Bewohner des Paradieses, und ist er einer der Einwohner der Hölle, dann ist er einer der Einwohner der Hölle.`“ (al-Bukhāri, Bid’ al-Khalq #3001; Muslim, al-Jannah wa sifat na`īmihā #2866). 

Es wurde von `Ā’ischah (möge Allah mit ihr zufrieden sein) berichtet, dass eine jüdische Frau bei ihr eintrat und das Leid im Grab erwähnte und zu ihr sagte: „Möge Allah dich vor der Qual im Grab beschützen!“ `Ā’ischah befragte den Gesandten Allahs (Allahs Frieden und Segen seien auf ihm) über die Qual im Grab und er bestätigte: „Ja, die Qual im Grab.“ `Ā’ischah (möge Allah mit ihr zufrieden sein) sagte: „Ich sah den Gesandten Allahs (Allahs Frieden und Segen seien auf ihm) niemals ein Gebet verrichten, nach dem er nicht Zuflucht bei Allah suchte vor der Qual des Grabes.“ (al-Bukhāri, al-Janā’iz #1283; Muslim, al-Kusūf #903). 

Diese Āyāt und Ahādīth zeigen, dass die Qual des Grabes real ist und dass sie fortlaufend ist im Falle einiger Leute. 

Scheikh ibn `Uthaymīn (möge Allah ihm barmherzig sein und ihn vor der Qual des Grabes bewahren) sagte: „Wenn jemand ein Kāfir ist (wir suchen Zuflucht bei Allah), dann gibt es keine Möglichkeit, dass die Freude ihn jemals erreichen wird, und die Qual wird fortlaufend sein. Wenn jemand ein Sünder, doch ein Gläubiger war, dann wird seine Qual im Grab seiner Sünde angemessen sein, und vielleicht wird die Strafe für diese Sünde weniger Zeit in Anspruch nehmen als die Zeit in al-Barzakh zwischen seinem Tod und dem Beginn der Stunde, in diesem Fall wird sie dann eingestellt.“ (al-Scharh al-Mumti`, Teil 3, S. 253). 

Siehe auch in der Antwort zu Frage #7862, in der weitere Details enthalten sind. 

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Scheikh Muhammad Salih al-Munajjid


Betreffen der Segen und die Qual im Grab sowohl Körper als auch Seele oder nur eines davon?

Betreffen der Segen und die Qual im Grab sowohl Körper als auch Seele oder nur eines davon?

Frage (Nr. 47055): 

Wie ist der Zustand der Seele im Grab? Wenn Strafe und Segen im Grab wahr sind, leidet der Mensch in seinem Grab für seine schlechten Taten gemeinsam mit der Seele?  

Antwort: 

Alles Lob gebührt Allah. 

Es gibt keinen Zweifel daran, dass die Qual und der Segen im Grab real sind, wie durch Verse des Qur’āns, die Ahādīth des Propheten (Allahs Frieden und Segen seien auf ihm) und den Konsens der Salaf (der früheren Generationen) dieser Ummah bestätigt wird. Siehe bitte Frage #34648 für weitere Details in dieser Angelegenheit. 

Bezüglich der Frage, ob der Segen und die Qual im Grab sowohl Körper als auch Seele betreffen oder nur eines von beiden, lautet das Grundprinzip, dass Segen und Qual im Grab die Seele treffen und die Seele kann mit dem Körper verbunden sein, sodass er etwas von der Qual oder dem Segen miterlebt. 

Scheikh al-Islam ibn Taymiyah (möge Allah ihm barmherzig sein) sagte: „Es sollte angemerkt werden, dass die Ansicht der Salaf und der Imāme dieser Ummah die ist, dass, wenn jemand stirbt, er in einem Zustand von Glückseligkeit oder von Qual sein wird, und das wird seinen Körper und seine Seele betreffen. Nachdem die Seele den Körper verlässt, wird sie in einem Zustand von Glückseligkeit oder Qual sein, und sie kann manchmal mit dem Körper verbunden sein, sodass er die Glückseligkeit oder die Qual mit ihr zusammen erlebt (in dieser Zeitspanne). Dann, am Tag der Auferstehung, werden die Seelen in ihre Körper zurückgebracht und sie werden von ihren Gräbern erhoben, um den Herrn der Welten zu treffen. Über all dies besteht ein Konsens unter den Gelehrten von al-Hadīth wa-l-Sunnah. 

Es gibt viele Ahādīth, die diese Angelegenheit behandeln, wie z. B. den bei Abu Dawud (#4127) verzeichneten Hadīth von al-Barā’ ibn `Āzib (möge Allah mit ihm zufrieden sein), der von al-Albāni in Sahīh Abi Dawud als sahīh klassifiziert wurde und in dem es heißt: „Wir gingen mit dem Gesandten Allahs (Allahs Frieden und Segen seien auf ihm), um an einem Begräbnis von einem der Ansār teilzunehmen. Als wir das Grab erreichten, war der Lahd (Nische) noch nicht ausgehoben, sodass der Prophet (Allahs Frieden und Segen seien auf ihm) sich niedersetzte und wir setzten uns um ihn herum, als wenn wir Vögel auf unseren Köpfen hätten. In seiner Hand war ein Stock, mit dem er auf dem Boden kratzte. Dann hob er seinen Kopf und sagte zwei- oder dreimal: „Sucht Zuflucht bei Allah vor der Qual des Grabes.“ Danach beschrieb er, wie die Seele genommen, in die Himmel erhoben und dann wieder (zum Körper) gebracht wird. Er sagte anschließend: „Und er hört ihre Schritte, wenn sie gehen. Es wird zu ihm gesagt: `Oh So-und-So, wer ist dein Herr? Was ist deine Religion? Wer ist dein Prophet?`“ 

Gemäß einer anderen Version: „Es kommen zu ihm zwei Engel, die ihn aufsetzen und zu ihm sagen: `Wer ist dein Herr?` Er antwortet: `Mein Herr ist Allah.` Sie sagen: `Was ist deine Religion?` Er antwortet: `Meine Religion ist der Islam.` Sie sagen: `Wer ist der Mann, der zu euch entsandt wurde?` Er antwortet: `Er ist der Gesandte Allahs.` Sie sagen: `Wie weißt du das?` Er antwortet: `Ich las das Buch Allahs und glaubte daran (oder an ihn).` Das ist es, was Allah sagt (ungefähre Bedeutung): Allah festigt diejenigen, die glauben, durch das beständige Wort im diesseitigen Leben (d. h. dass sie Allah allein dienen werden und niemandem sonst) und im Jenseits. Doch Allah lässt die Ungerechten (Dhālimūn – Polytheisten und Übeltäter) in die Irre gehen. Allah tut, was Er will.“ (14:27) Dann ertönt eine Stimme aus dem Himmel: `Mein Diener hat die Wahrheit gesprochen, bereitet für ihn ein Bett des Paradieses und kleidet ihn aus dem Paradies und öffnet für ihn ein Tor des Paradieses.` Danach erreicht ihn etwas von dem Duft und sein Grab wird geräumig gemacht, soweit seine Augen sehen können. Doch der Kāfir …“ Und er erwähnte, wie der Kāfir stirbt, und sagte: „Dann wird seine Seele zu seinem Körper zurückgebracht, zu ihm kommen zwei Engel, die ihn aufsetzen und zu ihm sagen: `Wer ist dein Herr?` Er wird sagen: `Oh, oh, ich weiß es nicht.` Sie werden sagen: `Was ist deine Religion?` Er wird antworten: `Oh, oh, ich weiß nicht.` Dann wird eine Stimme vom Himmel rufen: `Mein Diener lügt. Bereitet für ihn ein Bett der Hölle vor und kleidet ihn aus der Hölle ein und öffnet ein Tor der Hölle für ihn.` Dann kommt zu ihm etwas von ihrer Hitze und heißer Wind und sein Grab wird verengt und quetscht ihn, bis seine Rippen sich verbiegen. Zu ihm kommt ein blinder und stummer Mann, der einen eisernen Hammer hat, welcher einen Berg in Staub verwandelte, wenn er ihn damit schlagen würde. Damit schlägt er ihn, sodass er einen Schrei ausstößt, der von allem, was zwischen Ost und West ist, gehört werden kann, außer von den Zweien (Menschen und Jinn) und er wird zu Staub, dann wird seine Seele wiederhergestellt.“ 

Dieser Hadīth beweist eindeutig, dass die Seele zum Körper zurückkehrt und dass die Rippen sich verbiegen. Das zeigt, dass die Qual sowohl Seele als auch Körper befällt. 

Es wurde von Abu Hurayrah (möge Allah mit ihm zufrieden sein) berichtet, dass der Prophet (Allahs Frieden und Segen seien auf ihm) sagte: „Wenn die Seele des Gläubigen genommen wird, kommen die Engel der Barmherzigkeit zu ihm mit weißer Seide und sagen: `Komm heraus zur Barmherzigkeit Allahs.` So kommt sie heraus wie der beste Moschusduft und sie reichen sie einander weiter und riechen daran, bis sie sie zum Tor des Himmels bringen. Sie sagen: `Was ist das für ein Duft, der von der Erde gekommen ist?` … Dann bringen sie sie zu den Seelen der Gläubigen, die sich mehr freuen als eine Familie sich über einen geliebten Angehörigen freut, wenn er heimkehrt… Was den Kāfir anbelangt, zu ihm kommen Engel mit einem Stück Sackleinen und sagen: `Komm heraus zu Allahs Zorn und Wut`, und sie kommt heraus wie der übelste Gestank eines Kadavers…“ (ibn Hibbān 7/284; sein Überbringer sagte: „Der Isnād ist sahīh.“). 

Dieser Hadīth und weitere ähnliche beweisen, dass die Seele und der Körper beide Glückseligkeit oder Qual im Grab erleben werden, und dass die Seele Glückseligkeit mit dem Körper, der im Grab ist, erfahren wird – inschaAllah. 

Hinsichtlich der alleinigen Qual oder Glückseligkeit der Seele haben wir oben stehend einen Bericht angeführt, der das beweist. In Sunan al-Nasā’i (#2073) wird von Ka`b ibn Mālik (möge Allah mit ihm zufrieden sein) berichtet, dass der Prophet (Allahs Frieden und Segen seien auf ihm) sagte: „Die Seele der Gläubigen ist (wie ein Vogel) essend von den Bäumen des Paradieses, bis Allah sie am Tag der Auferstehung zu ihrem Körper zurückschickt.“ (von al-Albāni in Sahīh al-Nasā’i als sahīh klassifiziert). 

Diese Ahādīth bestätigen, dass die Körper in den Gräbern Glückseligkeit oder Qual erleben werden – wenn Allah es will und wie Er es will – und dass die Seele selbst im Paradies Glückseligkeit erfahren wird. Beides ist wahr. Die Ahādīth bestätigen auch, dass die Seelen weiterhin Glückseligkeit oder Qual erleben werden, nachdem sie ihre Körper verlassen haben. 

Scheikh ibn `Uthaymīn (möge Allah ihm barmherzig sein) wurde gefragt: „Ist die Qual des Grabes für den Körper oder für die Seele?“ 

Er antwortete: „Das Grundprinzip lautet, dass es die Seele betrifft, denn die Regeln nach dem Tod sind auf die Seele anzuwenden und der Körper wird ein regloser Leichnam. Daher benötigt er nicht länger Nahrung, um erhalten zu werden, da er weder isst noch trinkt; vielmehr wird er von den Würmern gefressen. Somit gilt das Prinzip, dass es die Seele betrifft. Doch Scheikh al-Islam ibn Taymiyah sagte, dass die Seele mit dem Körper verbunden sein kann, sodass er mit ihr zusammen Qual oder Glückseligkeit erlebt… Darauf basierend sagten die Gelehrten, dass die Seele in Kontakt mit dem Körper sein kann, sodass die Qual sie beide betrifft. Vielleicht kann der Hadīth auf diese Tatsache hinweisen, in dem der Gesandte Allahs (Allahs Frieden und Segen seien auf ihm) sagte: „Das Grab quetscht den Kāfir bis sich seine Rippen verbiegen.“ Das zeigt, dass die Qual den Körper trifft, denn die Rippen sind Teil des Körpers.“ (Majmū` Fatāwa ibn `Uthaymīn 1/25). 

Und Allah weiß es am besten.“ 

Siehe: Majmū` Fatāwa Scheikh al-Islam 4/282-299Al-Qiyāmah al-Sughra von Scheikh `Umar al-Aschqar, 107 

(Dieses Buch ist auf Englisch erhältlich unter dem Titel: The Minor Resurrection, herausgegeben von International Islamic Publishing House, Riyadh) 

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Gründe für die Strafe im Grab

Gründe für die Strafe im Grab 

Frage (Nr. 45325): 

Ich würde gern die Sünden wissen, für die man im Grab bestraft wird. 

Antwort: 

Alles Lob gebührt Allah. 

Es gibt viele Gründe, aus denen die Menschen in ihren Gräbern bestraft werden, welche Ibn al-Qayyim (möge Allah ihm barmherzig sein) auflistete und dazu sagte: „Einige mögen sich nach den Gründen fragen, warum die Menschen in ihren Gräbern bestraft werden können. Dies kann auf zwei Arten beantwortet werden: allgemein und im Detail. 

Allgemein lässt sich sagen, dass sie für ihre Ignoranz gegenüber Allah bestraft werden, für ihre Ignoranz Seiner Befehle und ihren Ungehorsam Ihm gegenüber. Allah bestraft keine Seele, die Ihn anerkannte, Ihn liebte, Seinen Befehlen gehorchte und sich an Seine Verbote hielt und Er bestraft auch nicht den Körper, der von dieser Seele bewohnt wurde.   

Die Strafe im Grab und im Jenseits entsprechen der Wut und dem Zorn Allahs über Seinen Diener. Wer auch immer Allah in dieser Welt verärgert, es nicht bereut und in diesem Zustand stirbt, wird in al-Barzakh in dem Maße bestraft, wie es für Allahs Zorn über ihn angemessen ist.  

Im Detail lässt sich sagen: 

Der Prophet (Allahs Frieden und Segen seien auf ihm) informierte uns über zwei Männer, die er in ihren Gräbern bestraft werden sah. Einer von ihnen pflegte herumzulaufen und boshaften Klatsch unter den Menschen zu verbreiten und der andere traf keine Vorkehrungen, um zu vermeiden, dass Urin auf ihn kam. Der Letztere versagte also dabei, sich wie vorgeschrieben zu reinigen, und der Erstere tat durch sein Gerede etwas, das Feindschaft unter den Menschen hervorruft, auch wenn das, was er sagt, wahr ist.  

Es muss angemerkt werden, dass derjenige, der Feindschaft schürt, indem er Lügen erzählt und falsche Aussagen trifft, noch härter bestraft wird. 

Daran zu scheitern, sich selbst vom Urin zu reinigen, weist darauf hin, dass derjenige, der das Gebet, für welches diese Reinigung ein Erfordernis und eine Bedingung ist, vernachlässigt, noch härter bestraft wird. In dem Hadīth von Schu`bah heißt es: „Einer von ihnen pflegte das Fleisch der Menschen zu essen“, was sich auf Lästerei und boshaften Klatsch bezieht.  

Nach dem Hadīth von ibn Mas`ūd (möge Allah mit ihm zufrieden sein) wurde ein Mann mit einer Peitsche geschlagen und sein Grab war angefüllt mit Feuer, denn er verrichtete ein einziges Gebet ohne sich vorher gereinigt zu haben, und er kam an jemandem vorüber, dem Unrecht geschah, und er half ihm nicht.  

Gemäß dem Hadīth von Samurah in Sahīh al-Bukhāri wurde jemand bestraft für eine Lüge, die er erzählt hatte, und die sich weit verbreitete. 

Ein Mann wurde bestraft, der den Qur’ān las, dann in der Nacht schlief und am Tage nicht dementsprechend handelte. 

Ehebrecher und Ehebrecherinnen werden bestraft. 

Derjenige, der Riba konsumiert, wird in al-Barzakh bestraft, wie der Prophet (Allahs Frieden und Segen seien auf ihm) bezeugte. 

Nach dem Hadīth von Abu Hurayrah (möge Allah mit ihm zufrieden sein) werden die Köpfe einiger Menschen mit einem Felsen zerschmettert, weil es zu schwer für sie war, aufzustehen und zu beten. 

Einige werden von al-Darī` und al-Zaqqūm (abscheuliche Nahrung in der Hölle) essen, weil sie die Zakāh auf ihr Vermögen zurückhielten. 

Einige werden übel riechendes, verdorbenes Fleisch essen, weil sie Zina begingen. 

Einigen werden die Lippen mit eisernen Scheren abgeschnitten, weil sie mit ihren Worten und ihrer Rede Fitnah (Kämpfe, Bürgerkrieg) verursachten.  

Nach dem Hadīth von Abu Sa`īd werden diejenigen, die solche Verbrechen begingen, bestraft. Einige von ihnen werden Mägen wie große Häuser haben; das sind diejenigen, die Riba konsumierten. Einige werden ihren Mund öffnen und ihnen werden Steine hineingeworfen, die aus ihrer unteren Region wieder heraustreten; das sind diejenigen, die das Vermögen der Waisen verzehrten. Einige werden an ihren Brüsten aufgehängt; das sind die Ehebrecher. Einigen werden die Seiten aufgeschnitten und sie werden mit ihrem eigenen Fleisch gefüttert; das sind diejenigen, die sich an Lästerei beteiligten. Einige werden Nägel aus Kupfer haben, mit denen sie ihre Gesichter und ihre Brüste zerkratzen; das sind diejenigen, die die Ehre der Menschen anzweifelten. 

Der Prophet (Allahs Frieden und Segen seien auf ihm) sagte, dass derjenige, der von der Kriegsbeute einen Mantel stahl, in seinem Grab in einen Mantel aus Feuer gewickelt wird. Dies trotz der Tatsache, dass er Anspruch auf einen Anteil an der Beute hatte – was also erst mit denen, die anderen ohne Grundlage Unrecht antun? 

Die Bestrafung im Grab ist für Sünden des Herzens, der Augen, der Ohren, des Mundes, der Zunge, des Magens, der Intimsphäre, der Hände, der Füße und des gesamten Körpers. 

Betroffen sind: 

  • Jene, die boshaften Klatsch verbreiten, Lügen erzählen, falsches Zeugnis ablegen, Keusche und Unschuldige verleumden, Fitnah verbreiten, Bid`ah (Neuerungen) fördern, ohne Wissen über Allah und Seinen Gesandten reden und auf rücksichtslose Art und Weise sprechen.

  • Jene, die Riba konsumieren, das Vermögen der Waisen und harām Besitz, wie Bestechungsgelder und Ähnliches, verzehren.

  • Jene, die unerlaubt das Vermögen ihrer muslimischen Brüder oder das von Nicht-Muslimen, die unter muslimischem Schutz stehen, aufbrauchen, oder jene, die Rauschmittel zu sich nehmen.

  • Ehebrecher, Homosexuelle, Diebe, Betrüger, Verräter und Anstifter zu üblen Taten

  • Jene, die Riba nehmen, die es zahlen, diejenigen, die es aufschreiben und die dies bezeugen; jene, die eine Ehe nur schließen, um sich von der Frau scheiden lassen, damit es ihr gestattet ist, wieder zu ihrem vorherigen Ehemann zurückzukehren, und derjenige, für den dies getan wird; jene, die die von Allah auferlegten Pflichten zu umgehen versuchen und die Seine heiligen Grenzen überschreiten.

  • Jene, die den Muslimen schaden und die deren Fehler hervorheben wollen.

  • Jene, die mit etwas anderem als dem richten, was Allah offenbarte; diejenigen, die Gesetze erlassen, die auf Dingen basieren, die Allah nicht vorgeschrieben hat und diejenigen, die anderen in Sünde und Überschreitung helfen.

  • Jene, die Seelen töten, die Allah uns zu töten verbot; diejenigen, die die Namen und Attribute Allahs leugnen; diejenigen, die ihren eigenen Meinungen und Vorstellungen vor der Sunnah des Gesandten Allahs den Vorrang geben.

  • Jene, die um die Toten jammern, und diejenigen, die ihnen zuhören; jene, die in der Hölle klagen werden, sind diejenigen, die Lieder singen, die von Allah und Seinem Gesandten verboten wurden, sowie diejenigen, die ihnen zuhören. Diejenigen, die Moscheen über Gräbern errichten und die Lampen auf sie stellen; diejenigen, die versuchen, mehr zu nehmen, als das, auf was sie Anrecht haben, und die versuchen, weniger zu geben, als das, was sie schulden.

  • Tyrannen, Arrogante, Angeber, Verleumder und Lästerer; jene, die die Salaf verleumden

  • Jene, die zu Wahrsagern gehen, zu Astrologen und Sterndeutern, um sie nach Dingen zu fragen und an das zu glauben, was diese erzählen.

  • Jene, die Übeltätern helfen, die ihr Jenseits für andere in dieser Welt verkaufen.

  • Jene, die, wenn man sie daran erinnert, Allah zu fürchten, sich nicht darum kümmern, doch wenn man versucht, sie durch die Erwähnung anderer Menschen wie sie selbst einzuschüchtern, dann werden sie aufmerksam und enthalten sich ihrer Taten.

  • Jene, denen das Wort Allahs und Seines Gesandten überbracht wird, doch sie schenken ihm keine Aufmerksamkeit. Wenn sie aber jemanden hören, von dem sie etwas halten, sei er gut oder schlecht, dann akzeptieren sie es und lehnen sich nicht dagegen auf.

  • Jene, denen der Qur’ān rezitiert wird, doch sie werden davon nicht beeinflusst, und es könnte sogar bedrückend für sie sein. Doch wenn sie den „Qur’ān“ des Schaytān hören bzw. das, was zu Zina aufruft (d. h. Musik) oder Worte der Heuchelei, dann fühlen sie sich gut und es muntert sie auf und sie wünschen sich, dass der Sänger niemals aufhören soll. 

  • Jene, die bei Allah schwören und Lügen erzählen, doch wenn sie bei ihren Scheikhs oder Verwandten schwören oder beim Leben von jemandem, den sie lieben und respektieren, dann lügen sie nicht, selbst wenn sie bedroht und gefoltert werden.

  • Jene, die mit ihren Sünden vor ihren Brüdern angeben. 

  • Jene, bei denen man fühlt, das Besitz und Würde nicht vor ihnen sicher sind. Jene, die obszöne Rede führen und die von den Menschen aus Furcht vor ihrem Übel gemieden werden. 

  • Jene, die das Gebet bis zum Ende seines Zeitraums verspäten, und die das Gebet dann „picken“, wobei sie Allahs nur wenig gedenken.

  • Jene, die die Zakāh auf ihr Vermögen nicht willig zahlen. Jene, die die Hajj nicht verrichten, obwohl sie dazu in der Lage sind, und die die ihnen auferlegten Pflichten nicht erfüllen, obwohl sie dazu fähig sind. 

  • Jene, die nicht vorsichtig sind hinsichtlich dessen, worauf sie schauen oder was sie sagen oder essen oder wohin sie gehen und sie achten nicht darauf, was für ein Einkommen sie haben, ob es halāl oder harām ist. 

  • Jene, die nicht die Verwandtschaftsbande aufrechterhalten oder die den Armen, Witwen, Waisen oder Tieren gegenüber kein Mitleid zeigen, sondern die die Waisen im Stich lassen und andere nicht dazu anhalten, die Armen zu speisen. Sie geben vor den Menschen an, halten selbst geringe Freundlichkeiten zurück und suchen nach den Fehlern der Menschen und deren Sünden, während sie ihre eigenen ignorieren. 

All diese Menschen und die ihrer Art werden im Grab bestraft für solche Sünden, entsprechend deren Schwere. Da die meisten Menschen so sind, wird der Großteil der Bewohner des Grabes bestraft, und die Erfolgreichen sind sehr wenige.

Das Äußere des Grabes besteht nur aus Erde, doch innen befinden sich Bedauern und Qual. 

Das Äußere mag Erde sein und gemeißelte Steine, während das Innere aus Katastrophen und Leid besteht, kochend vor Kummer und Schmerz wie ein Kessel, und es ist nicht verwunderlich, dass sie nicht länger das bekommen, was sie begehren und wünschen. 

Es gibt in dieser Welt Lektionen, die keiner näheren Ermahnung bedürfen. 

Es wird gerufen: Oh Bewohner der Erde, ihr habt euch auf den Aufbau von etwas konzentriert, was bald vorbei sein wird, und ihr habt das, auf was ihr euch rasch zu bewegt, vernachlässigt. Ihr habt Häuser gebaut, in denen andere leben werden, und ihr habt die Häuser vernachlässigt, die keine anderen Bewohner außer euch haben werden. Dies ist der Ort, an dem ihr endgültig bleiben werdet und an dem ihr euch von Arbeit und Mühe verabschiedet. Das ist es, was  zählt: einer der Gärten des Paradieses oder eine der Kammern der Hölle…“ (al-Rūh #95). 

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Qual und Glückseligkeit im Grab sind wahr und betreffen sowohl Körper als auch Seele

Qual und Glückseligkeit im Grab sind wahr und betreffen sowohl Körper als auch Seele 

Frage (Nr. 10547): 

Ich habe einen ungewöhnlichen Qur’ān. Meine `Aqīdah ist, dass, nachdem der Körper gestorben ist, er keinen Nutzen mehr hat, und man nicht hören kann. Doch gemäß des Hadīth gibt es eine Bestrafung im Grab. Bedeutet dies, dass der Körper noch am Leben ist? Auch wird in dem Qur’ān erwähnt, dass die Märtyrer nicht sterben? Und in einem Hadīth bei Muslim wird überliefert, dass, als der Prophet (Allahs Frieden und Segen seien auf ihm) die Körper von Abu Jahl, Umaya und anderen ansprach, `Umar (möge Allah mit ihm zufrieden sein) ihn fragte, wie die Toten hören können. Worauf der Prophet (Allahs Frieden und Segen seien auf ihm) antwortete, dass sie hören, aber nicht antworten können.  

Antwort: 

Alles Lob gebührt Allah. 

Erstens: 

Was in der Frage erwähnt wird, dass die Toten nichts von dem hören, was die Lebenden sagen, ist wahr und korrekt. Allah sagt (ungefähre Bedeutung):  

„… Und du vermagst nicht, diejenigen hören zu lassen, die in den Gräbern sind.“ (35:22) 

„… denn du (oh Muhammad) kannst nicht die Toten hören lassen …“ (30:52). 

Zweitens: 

Der Glaube der Ahlu-l-Sunnah wa-l-Jamā`ah ist, dass es Qual und Bestrafung im Grab gibt sowie das Leben in al-Barzakh (dem Zeitraum zwischen dem Tod und dem Tag der Auferstehung) und es gibt Segen und Freude, entsprechend dem Zustand des Verstorbenen. Der Beweis dafür ist die folgende Āyah (ungefähre Bedeutung): das (Höllen-) Feuer, dem sie morgens und abends vorgeführt werden. Und am Tag, da sich die Stunde erhebt (, wird es heißen): „Lasst die Leute Fir’auns (Pharaohs) in die strengste Strafe eingehen.“(40:46).

Allah bestätigt hier, dass die Leute des Pharaoh der Qual am Morgen und am Abend ausgesetzt sein werden, obwohl sie tot sind. Anhand dieser Āyah wissen die Gelehrten, dass die Qual des Grabes real ist. 

Ibn Kathīr sagte: „Diese Āyah ist die Grundlage des Glaubens von Ahlu-l-Sunnah an die Qual in al-Barzakh, wie Allah sagt (ungefähre Bedeutung): „das (Höllen-) Feuer, dem sie morgens und abends vorgeführt werden.(40:46).“ (Tafsīr ibn Kathīr 4/82) 

Nach dem Hadīth von `Ā’ischah (möge Allah mit ihr zufrieden sein), der Ehefrau des Propheten (Allahs Frieden und Segen seien auf ihm), pflegte der Gesandte Allahs (Allahs Frieden und Segen seien auf ihm) in seinen Salāh (Gebet) zu sagen: „Allāhumma inni a`ūdhu bika min `adhāb il-qabr wa a`ūdhu bika min fitnati-l-masīhi-l-dajjāl wa a`ūdhu bika min fitnati-l-mahyā wa fitnati-l-mamāt. Allāhumma ini a`ūdhu bika min al-ma’tham wa-l-maghram“ (Oh Allah, ich suche Zuflucht bei Dir vor der Qual des Grabes, ich suche Zuflucht bei Dir vor der Versuchung durch den Dajjāl, ich suche Zuflucht bei Dir vor den Prüfungen des Lebens und des Todes. Oh Allah, ich suche Zuflucht bei Dir vor Sünde und Verlust). (al-Bukhāri #798; Muslim #589) 

Der relevante Punkt an diesem Hadīth ist, dass der Prophet (Allahs Frieden und Segen seien auf ihm) bei Allah Zuflucht zu suchen pflegte vor der Qual des Grabes. Dies ist einer der Beweise, die die Qual des Grabes bestätigen. Niemand hat die Qual des Grabes angezweifelt, abgesehen von den Mu`tazilah und einigen anderen Gruppierungen, die es nicht wert sind, dass man ihnen Aufmerksamkeit schenkt. 

Drittens: 

Hinsichtlich des Hadīth, der beschreibt, wie der Prophet (Allahs Frieden und Segen seien auf ihm) die toten Körper der Muschrikūn am Tag der Schlacht von Badr ansprach, so ist er dahingehend zu verstehen, dass dies ein Einzelfall war, wo Allah sie ins Leben zurückbrachte, sodass der Prophet (Allahs Frieden und Segen seien auf ihm) sie tadeln und erniedrigen konnte: 

-                     Es wurde berichtet, dass ibn `Umar (möge Allah mit ihm zufrieden sein) sagte: „Der Prophet (Allahs Frieden und Segen seien auf ihm) stand über dem Brunnen von Badr (in den die Körper der Muschrikūn geworfen worden waren) und sagte: `Habt ihr das Versprechen eures Herrn wahr gefunden?` Dann sagte er: `Sie können hören, was ich gerade sage.`“ (al-Bukhāri #3980; Muslim #932).

-                     Es wurde berichtet, dass Abu Talhah sagte: „`Umar sagte: `Oh Gesandter Allahs, warum sprichst du zu Körpern, die keine Seelen haben?` Der Gesandte Allahs (Allahs Frieden und Segen seien auf ihm) sagte: `Bei Dem, in Dessen Hand die Seele Muhammads ist, ihr hört das, was ich sage, nicht besser als sie es tun.`“ Qutādah sagte: „Allah brachte sie ins Leben zurück, sodass sie hören konnten, was er sagte, sodass sie getadelt werden, sich schämen und bereuen konnten.“ (al-Bukhāri #3976; Muslim #2875; siehe Fath al-Bāri, 7/304). 

Der ausschlaggebende Punkt hier ist, dass Allah die Menschen in dem Brunnen die Worte Seines Gesandten (Allahs Frieden und Segen seien auf ihm) hören ließ, sodass sie erniedrigt werden konnten. Doch es ist nicht korrekt, aus diesem Hadīth abzuleiten, dass die Toten alles hören können, denn dies traf nur auf die Leute in dem Brunnen zu. Einige Gelehrte machten eine Ausnahme und sagten, dass die Toten den Salām hören könnten, doch dies ist eine Meinung, für die der sichere Beweis fehlt. 

Viertens:

Gemäß der korrekten Gelehrtenmeinung betrifft die Qual im Grab sowohl Seele als auch Körper. Scheikh al-Islam ibn Taymiyah (möge Allah ihm barmherzig sein) sagte: „Die Ansicht der Salaf (der früheren Generationen) dieser Ummah und ihrer Imāme lautet, dass die Qual oder der Segen (im Grab) der Seele des Verstorbenen und seinem Körper widerfahren. Nachdem sie den Körper verlässt, wird die Seele gesegnet oder bestraft, und sie ist von Zeit zu Zeit mit dem Körper verbunden, sodass Segen oder Qual den Körper ebenso treffen wie die Seele.“ Wir müssen daher an das glauben, was Allah uns mitteilte. (al-Ikhtiyārāt al-Fiqhiyyah, S. 94). 

Ibn al-Qayyim sagte: „Scheikh al-Islam (ibn Taymiyah) wurde über diese Angelegenheit befragt und wir werden seine Antwort vollständig anführen: `Tatsächlich betreffen die Qual und der Segen sowohl Seele als auch Körper, gemäß dem Konsens der Ahlu-l-Sunnah wa-l-Jamā`ah. Die Seele wird vom Körper getrennt gesegnet oder gequält und sie wird in Verbindung mit dem Körper gesegnet oder gequält. Der Körper ist mit ihr verbunden, daher betreffen Segen oder Qual in diesem Fall beide, und es kann sein, dass es die Seele vom Körper getrennt trifft. 

Die Ansicht der Salaf und der Imāme dieser Ummah ist, dass, wenn eine Person stirbt, sie in einem Zustand des Segens oder der Qual sein wird, und das geschieht ihrer Seele und ihrem Körper. Nachdem die Seele den Körper verlassen hat, verbleibt sie in einem Zustand von Segen oder Qual, und das ist manchmal mit dem Körper verbunden und der Segen oder die Qual treffen sie beide. Wenn dann der Tag der Auferstehung kommt, werden die Seelen zu ihren Körpern zurückkehren und diese werden sich von ihren Gräbern erheben, um den Herrn der Welten zu treffen. Die physische Auferstehung ist eine Angelegenheit, in der die Muslime, Juden und Christen übereinstimmen.“ (al-Rūh, S. 51-52). 

Die Gelehrten verglichen das mit den Träumen, wenn jemand schläft. Denn jemand kann träumen, dass er läuft und reist und er kann sich glücklich fühlen oder betrübt und besorgt, während er schläft, und dass geschieht, wenn er sich an seinem Platz befindet und in dieser Welt. Somit ist es angemessen, dass die Dinge im Leben des Barzakh anders sind, denn dieses ist komplett anders als das Leben in dieser Welt und das Leben im Jenseits. 

Al-Nawawi sagte: „Wenn gesagt wird, dass wir den Verstorbenen sehen und wie er in seinem Grab ist, und wenn gefragt wird, wie er dann befragt, aufgesetzt und mit einem eisernen Stab geschlagen werden kann, wobei keine Spur an ihm zurückbleibt, so lautet die Antwort, dass es nicht unmöglich ist. Und tatsächlich gibt es einen ähnlichen Fall in unserem alltäglichen Leben, nämlich den des Schlafenden, der Freude oder Leid empfindet, wovon wir nichts mitbekommen. Jemand, der wach ist, kann ebenfalls Freude oder Leid empfinden, aufgrund von etwas, was er hört oder über das er nachdenkt, und diejenigen, die bei ihm sitzen, empfinden nichts davon. Ähnlich war es mit Jibrīl, der zum Propheten (Allahs Frieden und Segen seien auf ihm) kam und ihm die Wahy (Offenbarung) überbrachte, und die anwesenden Menschen waren sich dessen nicht bewusst. Das alles ist eindeutig und klar.“ (Scharh Muslim 17/201). 

Scheikh al-Islam ibn Taymiyah sagte: „Wenn jemand schläft, kann er Freude oder Leid empfinden, und das betrifft seine Seele und seinen Körper. Er kann träumen, dass ihn jemand schlägt, und dann mit Schmerzen am Körper erwachen, oder er kann träumen, dass er mit gutem Essen gespeist wird, dann wacht er auf mit Essensgeschmack in seinem Mund. Dies ist etwas, was tatsächlich geschieht. Wenn der Körper und die Seele eines schlafenden Menschen Freude und Leid empfinden kann, welche von der ihm nächsten Person nicht gefühlt werden, und ein Schlafender sogar laut aufschreien kann, aufgrund des intensiven Leids oder aufgrund der Furcht, die ihm widerfährt, und diejenigen, die wach sind, ihn hören können, und er kann sprechen, den Qur’ān oder Dhikr rezitieren oder sich mit jemandem unterhalten, und diejenigen, die wach sind, können es hören, obwohl er schläft und seine Augen geschlossen sind, und er kann sie nicht hören, wenn sie ihn ansprechen – wie können wir da abstreiten, dass derjenige, der in seinem Grab begraben liegt, ebenfalls etwas empfindet, wo doch der Gesandte (Allahs Frieden und Segen seien auf ihm) uns darüber informierte, dass er `das Geräusch ihrer Schritte` hört und `ihr hört das, was ich sage, nicht besser als sie es tun`? 

Das Herz ist dem Grab ähnlich, daher sagte der Prophet (Allahs Frieden und Segen seien auf ihm), als er `Asr am Tag von al-Khandaq verpasste: „Möge Allah ihre Herzen und Gräber mit Feuer füllen.“ Und Allah differenzierte zwischen ihnen (den Gräbern und Herzen) in der Āyah (ungefähre Bedeutung): Weiß er denn nicht? Wenn durchwühlt wird, was in den Gräbern ist (wenn die Menschheit auferweckt wird), und herausgeholt wird, was in den Brüsten (der Menschen) ist,…“ (100:9-10).

Dies nur um zu erklären, dass dies geschehen könnte. 

Wir können nicht sagen, dass der Segen oder die Qual, die die Toten empfinden, so ist wie das, was der Schlafende während seines Traumes empfindet, vielmehr ist der Segen oder die Qual intensiver und weitreichender; es ist ein realer Segen und es ist eine reale Qual. Doch dieses Beispiel wird angeführt um zu zeigen, dass es möglich ist. Wenn jemand sagt, dass der Tote sich in seinem Grab nicht bewegt, dass die Erde sich nicht ändert usw., so kann diese Angelegenheit detailliert erläutert werden, doch dies würde an dieser Stelle zu weit führen.  

Und Allah weiß es am besten.  

Möge Allah unseren Propheten Muhammad segnen und seine Familie und die Gefährten.“ 

(Majmū`al-Fatāwa 4/275, 276) 

Und Allah weiß es am besten. 

Scheikh Muhammad Salih al-Munajjid


Vorstellungen des Segens im Grab

Vorstellungen des Segens im Grab 

Frage (Nr. 21713): 

Was geschieht mit den Rechtschaffenen im Grab? 

Antwort: 

Alles Lob gebührt Allah. 

Es wird durch Beweise bestätigt, dass der Gläubige in seinem Grab gesegnet sein wird bis die Stunde beginnt. Dann wird er sich durch die Gnade und Großzügigkeit Allahs zu den Segnungen bewegen, die niemals nachlassen oder enden, welche die Segnungen des Paradieses sind. Möge Allah uns zu dessen Einwohnern gehören lassen. 

Im Folgenden einige der Vorstellungen des Segens, welcher dem Gläubigen in seinem Grab gewährt wird: 

1. Sein Grab wird aus dem Paradies für ihn ausgestattet.

2. Er wird mit Kleidung vom Paradies eingekleidet.

3. Ein Tor zum Paradies wird für ihn geöffnet, eine Brise weht zu ihm herüber und er riecht einen Duft und empfindet Freude über das, was er von seinen Segnungen zu sehen bekommt.

4. Sein Grab wird für ihn weit und geräumig gemacht.

5. Ihm wird die frohe Botschaft von Allahs Wohlgefallen und dem Paradies gegeben. Daher wartet er darauf, dass die Stunde beginnt.
Es wurde berichtet, dass al-Bara’ ibn `Āzib sagte: „Wir gingen mit dem Gesandten Allahs (Allahs Frieden und Segen seien auf ihm) zum Begräbnis eines Mannes von den Ansār. Wir kamen zum Grab und als er (der Verstorbene) im Lahd platziert wurde, setzte sich der Gesandte Allahs (Allahs Frieden und Segen seien auf ihm) nieder und wir setzten uns um ihn herum, als wenn Vögel auf unseren Köpfen wären (d. h. ruhig und still). In seiner Hand hatte er einen Stock, mit dem er auf dem Boden kratzte. Dann hob er seinen Kopf und sagte zwei- oder dreimal: `Sucht Zuflucht bei Allah vor der Qual des Grabes.` Dann sagte er: `Wenn der gläubige Diener dabei ist, diese Welt zu verlassen und das Jenseits zu betreten, dann kommen zu ihm vom Himmel Engel mit weißen Gesichtern wie die Sonne herab und sie sitzen um ihn herum soweit das Auge sehen kann. Sie bringen Tücher und Parfüm aus dem Paradies mit sich. Dann kommt der Engel des Todes, setzt sich neben seinen Kopf und sagt: `Oh gute Seele, komm heraus zur Vergebung Allahs und zu Seinem Wohlgefallen.` So kommt sie leicht heraus, wie ein Tropfen Wasser aus einem Schlauch. Wenn er sie ergreift, lassen sie sie nicht in seiner Hand, auch nicht für einen Augenblick, bevor sie sie nehmen und in das Tuch mit dem Parfüm legen und dort kommt von ihr ein Duft wie der feinste Moschus auf dem Angesicht der Erde. Dann steigen sie auf und sie kommen an keiner Gruppe von Engeln vorbei, ohne dass diese sagen: `Wer ist diese gute Seele?` und sie antworten: `Es ist So-und-So, ruft ihn bei dem besten Namen, unter dem er auf dieser Welt bekannt war`, bis sie den untersten Himmel erreichen. Sie bitten darum, dass ihnen geöffnet wird und es wird geöffnet und die Seele wird willkommen geheißen und zum nächsten Himmel von denjenigen begeleitet, die Allah am nächsten sind, bis sie den siebten Himmel erreichen. Dann sagt Allah: `Registriert das Buch von Meinem Diener in `Illiyūn, im siebten Himmel, und bringt ihn zur Erde zurück, denn aus ihr erschuf Ich ihn, zu ihr werde Ich ihn zurückbringen und aus ihr werde Ich ihn noch einmal hervorbringen.` So wird die Seele zu seinem Körper zurückgebracht, es kommen zwei Engel, die ihn aufsetzen und zu ihm sagen: `Wer ist dein Herr?` Er antwortet: `Allah.` Sie sagen: `Was ist deine Religion?` Er antwortet: `Meine Religion ist der Islam.` Sie sagen: `Wer ist dieser Mann, der zu euch gesandt wurde?` Er antwortet: `Er ist der Gesandte Allahs (Allahs Frieden und Segen seien auf ihm).` Sie sagen: `Was hast du getan?` Er antwortet: `Ich las das Buch Allahs und ich glaubte daran.` Dann ertönt eine Stimme aus dem Himmel: `Mein Diener hat die Wahrheit gesprochen, bereitet für ihn ein Bett des Paradieses und kleidet ihn aus dem Paradies und öffnet für ihn ein Tor des Paradieses.` Danach erreicht ihn etwas von dem Duft und sein Grab wird geräumig gemacht, soweit er sehen kann. Zu ihm kommt ein Mann mit einem freundlichen Gesicht, ansehnlicher Kleidung und einem angenehmen Duft, der sagt: `Vernimm die frohe Botschaft, welche dir an diesem Tag Freude bringen wird.` Er sagt: `Wer bist du? Dein Gesicht verheißt frohe Botschaft.` Er antwortet: `Ich bin deine rechtschaffene Tat.` Er sagt: `Oh Herr, lass die Stunde schnell beginnen, sodass ich zu meiner Familie und meine Vermögen zurückkehren kann…`“ (Ahmad #17803; Abu Dawud #4753; von al-Albāni in Ahkām al-Janā`iz, S. 156, als sahīh klassifiziert).

6. Er wird glücklich sein, wenn er sieht, dass er einen Platz in der Hölle gehabt hätte, den Allah ihm durch einen Platz im Paradies ersetzte.

Ahmad (#10577) berichtete, dass Abu Sa`īd al-Khudri sagte: „Ich nahm mit dem Gesandten Allahs (Allahs Frieden und Segen seien auf ihm) an einer Beerdigung teil. Der Gesandte Allahs (Allahs Frieden und Segen seien auf ihm) sagte: `Oh ihr Leute, diese Ummah wird in ihren Gräbern geprüft. Wenn ein Mann begraben wird und seine Freunde ihn verlassen, kommt ein Engel mit einem Hammer in seiner Hand, setzt sich neben ihn und fragt: `Was sagst du über diesen Mann?` Wenn er ein Gläubiger ist, sagt er: `Ich bezeuge, dass es keinen Gott gibt außer Allah und dass Muhammad Sein Diener und Gesandter ist.` Er erwidert: `Du hast die Wahrheit gesprochen.` Dann wird ein Tor der Hölle für ihn geöffnet und er sagt: `Dies wäre dein Platz gewesen, wenn du nicht an deinen Herrn geglaubt hättest, doch weil du an Ihn glaubtest, ist dies dein Platz.` Dann wird ein Tor des Paradieses für ihn geöffnet und er möchte dorthin gehen, doch der Engel sagt ihm: `Warte` und sein Grab wird für ihn weit und geräumig gemacht. Doch wenn er ein Kāfir oder ein Heuchler ist, sagt der Engel zu ihm: `Was sagst du über diesen Mann?` Er antwortet: `Ich weiß es nicht, ich hörte die Leute etwas sagen.` Der Engel sagt: `Du wusstest es nicht und du folgtest nicht denjenigen, die es wussten und du warst nicht rechtgeleitet.` Dann wird ein Tor des Paradieses für ihn geöffnet und es wird gesagt: `Dies wäre dein Platz gewesen, wenn du an deinen Herrn geglaubt hättest. Doch weil du nicht glaubtest, hat Allah ihn dir durch dies ersetzt.` Dann wird ein Tor der Hölle für ihn geöffnet und er erhält einen Schlag mit dem Hammer, welcher von Allahs Schöpfung gehört wird, außer von den Zweien (den Menschen und den Jinn).` Einige der Leute sagten: `Oh Gesandter Allahs, es gibt niemanden, der nicht überrascht wäre, wenn er einen Engel mit einem Hammer vor sich sieht.` Der Gesandte Allahs (Allahs Frieden und Segen seien auf ihm) sagte: `Allah festigt diejenigen, die glauben, durch das beständige Wort  …` (14:27, ungefähre Bedeutung).“ (von al-Albāni in seinem Kommentar zu Kitāb al-Sunnah von ibn Abi `Āsim, 865, als sahīh klassifiziert).

7. Er wird den Schlaf eines Bräutigams schlafen.

8. Sein Grab wird für ihn erleuchtet. Es wurde berichtet, dass Abu Hurayrah sagte: Der Gesandte Allahs (Allahs Frieden und Segen seien auf ihm) sagte: „Wenn der Verstorbene (oder er sagte: wenn einer von euch) begraben wird, kommen zwei schwarze und blaue Engel, von denen einer Munkar genannt wird und der andere Nakīr, zu ihm. Sie sagen: `Was sagtest du über diesen Mann?` Und er sagt, was er zu sagen pflegte, nämlich dass er ein Diener Allahs und Sein Gesandter ist: `Ich bezeuge, dass es keinen Gott außer Allah gibt und dass Muhammad Sein Diener und Gesandter ist.` Sie sagen: `Wir wussten, dass du dies sagen würdest.` Dann wird sein Grab erweitert, siebzig Ellen weit, und es wird mit Licht angefüllt. Er sagt: `Lasst mich zu meiner Familie zurückgehen und es ihr erzählen.` Sie erwidern: `Schlafe wie ein Bräutigam, den niemand wecken wird außer seinem meist Geliebten.` – bis Allah ihn auferweckt. Doch wenn er ein Heuchler war, sagt er: `Ich hörte die Leute etwas sagen und ich sagte Ähnliches, ich weiß nicht.` Da erwidern sie: `Wir wussten, dass du das sagen würdest.` Dann wird zu der Erde gesagt: `Drücke ihn.` und sie drückt ihn bis seine Rippen sich verbiegen. So wird er verbleiben, in gequältem Zustand, bis Allah ihn auferweckt.`“ (al-Tirmidhi #1071; von al-Albāni in al-Silsilah al-Sahīhah #1391 als sahīh eingestuft).

Was seinen Schlaf, der wie der Schlaf eines Bräutigams ist, anbelangt, so ist dies so, weil er glücklich und zufrieden sein wird. (Tuhfat al-Ahwadhi) Dies sind einige der Segnungen, an denen der Gläubige sich im Grab erfreuen wird.

Wir bitten Allah darum, uns zu den Seinen gehören zu lassen. 

Und Allah weiß es am besten. 

Islam Q&A